40 Jahre, das sind 480 Monate, 14600 Tage oder 350400 Stunden. So lange hat sich Edi Kümin um den Rebberg der Ortsgemeinde Wil auf dem Wiler Oelberg gekümmert, seit er am 1. April 1982 die Stelle als Rebwart angetreten hatte. Ortsbürgerrätin Andrea Bosshart-Schaffhauser verpackte diese lange Zeit in einen Reim: "Du hast viele Stunden von deinem Leben, für den Wiler Rebberg hergegeben. So danken wir dir und Burgi ganz vielmal, für die Achtsamkeit der vielen Reben an der Zahl." Burgi Kümin, Edi Kümins Ehefrau, war über die vier Jahrezehnte hinweg stets an seiner Seite. Für beide war es nicht nur ein Beruf, es war ihnen eine Berufung. Mit wie viel Sorgfalt, Akribie und Herzblut Edi Kümin die 158 Aren mit den Blauburgunder-, den Müller-Thurgau- und den Regent-Trauben pflegte und bewirtschaftete, hob Andrea Bosshart-Schaffhauser an der Bürgerversammlung vom Montagabend ebenfalls in ihrem Reim hervor: "Ein Mann der Zuverlässigkeit, jeden Tag zu jeder Zeit. Dein Einsatz war mehr als nur Arbeitszeit, das war Leidenschaft und Engagement weit und breit." Dass auch die 112 Ortsbürgerinnen und Ortsbürger den Einsatz von Burgi und Edi Kümin, dank dem die Ortsgemeinde Wil und die Stadt Wil über einen eigenen Wein verfügen, schätzten, bewies der lang anhaltende Applaus bei der Verabschiedung. Ebenfalls in der Tonhalle anwesend war Martin Egli, der seit dem 1. Mai die Stelle als Betriebsleiter Rebbbau bei der Ortsgemeinde Wil innehat, und der von Ortsgemeindepräsident Norbert Hodel mit den Worten, "er wird sich mit dem genau gleichen Engagement wie Burgi und Edi Kümin um den Rebberg kümmern ", bei der Ortsgemeinde Wil willkommen geheissen wurde. Der zweite Abschied des Abends betraf Heidy Gämperle. Sie wirkte während vier Jahren auf der Kanzlei der Ortsgemeinde Wil in der Buchhaltung. An ihre Stelle trat Urs Moser, vormaliger Leiter Lohnwesen bei der Stadt Wil. "Der Weg vom Rathaus ins Baronenhaus ist ja nicht so weit", begrüsste Norbert Hodel Urs Moser mit einem Augenzwinkern bei der Ortsgemeinde Wil.

Werkhof-Neubau im nächsten Jahr

Der Rechnungsabschluss für das Jahr 2021 fiel erfreulich aus. Statt des budgetierten Aufwandüberschusses von rund 47000 Franken erzielte die Ortsgemeinde Wil einen Ertragsüberschuss von rund 395000 Franken. Hauptgründe für die Besserstellung sind einerseits ein Gewinn von rund 95000 Franken beim Forstbetrieb, anderseits ein Kursgewinn bei den Finanzanlagen von knapp 235000 Franken. In diesem Zusammenhang wies Norbert Hodel auf einen Betrag von knapp 360000 Franken hin, welchen die Ortsgemeinde Wil im vergangenen Jahr für öffentliche Leistungen ausgab. Das Budget 2022 sieht einen Aufwandüberschuss von knapp 135000 Franken vor. Beim Investitionsplan ging Norbert Hodel kurz auf einen im nächsten Jahr geplanten Neubau des Forstbetrieb-Werkhofs am heutigen Standort an der Reuttistrasse 1 in Wil ein, für den rund eine Million Franken vorgesehen ist. Den Abschluss der Bürgerversammlung bildete der Apéro, bei dem Burgi und Edi Kümin mit den Ortsbürgerräten und den Ortsbürgerinnen mit einem Erzeugnis anstiessen, für das sie 40 Jahre lang verantwortlich waren, einem Gläschen Wiler Wein.