Es war kein gewöhnlicher Sonntag für die rund 24 Sängerfreunde aus Rossrüti. Denn die Teilnahme an dem Schweizer Gesangsfestival war wie ein Cupfinal im Fussball. Jeder Ton muss sitzen, um ein gutes Resultat zu erreichen. So reiste die Truppe am Sonntagmorgen mit zwei Kleinbussen nach Gossau Die Stimmung war locker, mit einer gewissen Vorfreude. In Gossau begleitete der Chorbegleiter Patrik Schönenberger die Männer an die verschiedenen Lokalitäten. Ein Lokal viel besonders auf. Es war die Schulanlage Rosenau, dort, wo auch die Liedervorträge in der Turnhalle stattfanden. Zuvor noch am Begrüssungsapéro, ein Schluck zum Wohl der Stimmbänder, danach ging es um 13 Uhr konzentriert zur Turnhalle. Kurzes Einsingen und letzte aufmunternde Worte durch die Dirigentin Brigitte Sennhauser, welche die Männer für das bevorstehende Konzert beflügelte. Um 14:30 galt es denn ernst. Mit drei Liedern «Abendfrieden», «La Montanara», «Ein Mädchen vom Lande» versuchte der Chor, die Experten zu beeindrucken. Es gelangen saubere Liedervorträge, die später mit einem «sehr gut» belohnt wurden. Natürlich, so einige Chormitglieder, hätten noch zwei bis drei Punkte verbessert werden können, aber insgesamt waren alle mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Dass bei einem Sängerfest die Geselligkeit nicht fehlen darf, bewies der Männerchor mit verschiedenen Chören danach im Festzelt. Die Gesänge drangen noch bis spät in den Abend und zeugen von einer echten Freundschaft der Chöre. Während der Heimreise nach Rossrüti hingen die Gedanken an einen schönen Tag, zusammen mit den Sängerkollegen und der Erinnerung an ein sehr schönes Ergebnis. Dies auch dank der Dirigentin Brigitte Sennhauser, die in kurzer Zeit, eine solche Leistung ermöglichte.

Peter Weisskopf, 25.5.22