Es steht erst seit kurzem, wird aber bereits rege genutzt: Das neue Toiletten-Häuschen bei der Klausenhütte der Ortsgemeinde Wil. Wie es dazu kam, dass das stille Örtchen beim Grillplatz unweit der Thurau aufgestellt wurde, erklärte der Leiter des Forstbetriebs der Ortsgemeinde Wil, Renaldo Vanzo, am Sonntag bei einem Waldgang. Das aus Holz gefertigte WC-Häuschen ist eine Abschlussarbeit, die Fredy Schwager aus Wil im Rahmen seiner Ausbildung zum Zimmermann realisierte. Er stellt die Holzkonstruktion der Ortsgemeinde Wil unentgeltlich zur Verfügung. Die Ortsgemeinde übernahm die Materialkosten, versah das Häuslein mit einem ToiToi und ist für den Unterhalt und die Reinigung besorgt, wobei, wie Ortsgemeinde-Präsident Norbert Hodel anmerkte, bei der Reinigung eine Lösung mit der Stadt Wil gesucht wird. In Anwesenheit von Fredy Schwager, dem Vanzo und Hodel ihren Dank aussprachen, rief der Forstbetriebsleiter dazu auf, dem Toiletten-Häuschen Sorge zu tragen, werde die von der Ortsgemeinde gratis angebotene Klausenhütte doch mehr 120 Mal im Jahr gebucht. 

Post inside
Der Leiter des Forstbetriebs Wil, Renaldo Vanzo (r.), dankt Fredy Schwager für das Zurverfügungstellen des Toiletten-Häuschen bei der Klausenhütte

Der Leiter des Forstbetriebs Wil, Renaldo Vanzo (r.), dankt Fredy Schwager für das Zurverfügungstellen des Toiletten-Häuschen bei der Klausenhütte


Lebensraum für Amphibien
Dass der Forstbetrieb sich auch um die Waldwege und –strassen kümmert, erläuterte Vanzo im Galgenrain. Der Forstbetrieb versah den steil abfallenden Veloweg von nationaler Bedeutung mit einem neuen, aus Netstaler-Kies bestehenden Belag. Weshalb eine Kiesgrube für den Unterhalt der Waldwege benötigt wird, zeigte Vanzo am Beispiel derjenigen oberhalb der Klausenhütte auf. Der Forstbetrieb betreibt die Kiesgrube, um Wandkies für die Ausbesserung der Waldwege und –strassen auf dem Gebiet der Ortsgemeinde Wil vorrätig zu haben. Der Kiesgrube kommt aber auch eine ökologische Bedeutung zu, ist sie doch Lebensraum für eine Vielzahl von Amphibien. Tierchen, die auch beim Silberseeli zu finden sind. Die Lichtung mit einem Biotop mitten im Weidliwald war die letzte Station der Tour durch das Gebiet der Ortsgemeinde Wil. Dort erfuhren die 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Waldgangs, woher der Name der mit Bänken und einer Grillstelle versehenen Anhöhe stammt. Der Legende nach hatte ein Adeliger aus Wil während der Appenzellerkriege im Waldstück einen Silberschatz vergraben.