Abdelboden ist von den Athleten geliebt und gefürchtet zugleich. Geliebt, weil das Befahren des letzten Hanges mit Blick ins Ziel etwas ganz Spezielles ist. Der Zielbereich kommt von der Bauart her einem Fussballstadion gleich und ist ein Hexenkessel. Wenn Schweizer Athleten die letzten Sekunden bewältigen, werden Tausende von Schweizer Fahnen geschwenkt. Gefürchtet ist das Chuenisbergli, weil jener Riesenslalom einer der schwierigsten im Weltcup-Zirkus ist. Vor allem der steile Zielhang hat es in sich, ist er doch steil und häufig vereist.

Seit Dienstagmittag ist publik: In seinem erst dritten Weltcuprennen darf der 26-jährige Wiler Cédric Noger in Adelboden ran. «Ja, ich starte», sagt er gegenüber hallowil.ch. Damit geht für ihn ein Traum in Erfüllung. Noch vor fünf Jahren war er auf jenem Hang als Vorfahrer unterwegs. Damals hat er sich vorgenommen, irgendwann als Weltcup-Fahrer in Adelboden an den Start zu gehen. Das wird nun Tatsache. Er wurde berücksichtigt, weil beim bis dato letzten Riesenslalom im österreichischen Saalbach im Dezember die ersten 13 Weltcup-Punkte seiner Karriere resultiert hatten. Obwohl Noger im ersten Lauf 31. geworden war, durfte er nochmals an den Start, da Teamkollege Marco Odermatt nachträglich disqualifiziert wurde. Dabei verbesserte sich Noger auf den 18. Schlussrang. Drei Tage zuvor hatte es dem Wiler in Alta Badia, wo die Strecke wie in Adelboden ebenfalls sehr herausfordernd ist – bei der Weltcup-Premiere um eine halbe Sekunde nicht in den zweiten Lauf gereicht.

Der Riesenslalom am Chuenisbergli beginnt diesen Samstag (12. Januar) um 10.30 Uhr, der zweite Lauf um 13.30 Uhr. Über das Abschneiden von Cédric Noger berichtet hallowil.ch in einem Liveticker ab 10.30 Uhr.