Wo man anfangen soll, bleibt jedem selber überlassen, man hat so quasi die Qual der Wahl. Unser Rundgang beginnt in Tobel. Im Daheim von Anna und Peter Neubauer-Laszlo wird man herzlichst empfangen, auch dann, wenn die Ausstellung «Glaskunst & Design» offiziell gar nicht geöffnet hat. Trotzdem öffnet das Ehepaar seine Haustür, empfängt Besucher und geleitet sie in ihr trautes Heim. Was den Besucher nun erwartet sucht seinesgleichen. Glas, Porzellan, Schmuck, Acrylbilder. Wer hier nicht fündig wird ist selber schuld. Während im Untergeschoss der Brennofen auf Hochtouren läuft, können Kinder und Erwachsene Mandalas auf Stein malen. Die Stube? Eine kleine Galerie. Bilder, Dekorationen, Vasen, Schmuck, ein Paradies für Glaskunstliebhaber und solche die es noch werden wollen. In dieser Kunstszene haben sich Anna und Peter Neubauer-Laszlo längst einen Namen gemacht; so stellten sie schon in Budapest oder Rapperswil aus.

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Peter Neubauer-Laszlo zeigt seinen Flachbettofen, in welchem Glas und Porzellan gebrannt werden.

Weiter geht die «Tour de Kunst» in Braunau. Zwar in diesem Moment ohne Besucher, aber die «Momente», also die Bilder aus dem täglichen Leben von Herrn und Frau Braunau, sind im Gemeindehaus trotzdem ausgestellt. Die Bevölkerung hiesiger Gemeinde wurde dazu aufgerufen, Schnappschüsse einzureichen – und das wurde getan. Wunderbare Bilder sind entstanden, allesamt mit Lebewesen oder Naturschönheiten drauf. Es scheint gar so, als wohnten in Braunau ungemein viele Fotografen, die Besten von ihnen werden prämiert.

Autorenlesungen, eine Intuitiv-Künstlerin, eine Schriftenmalerin, eine Eventmalerin und naive Malerei. Das zeigen Roman Späti, Sonja Späti, Angi Kündig, Claudia Kündig und Saskia Späti, ihren Besuchern an der «Rue des Artistes» in Bichelsee. Fünf Künstler, die ihrem Hobby nicht nur frönen, sie leben ihre Kunst regelrecht. Derart viel Kunst unter zwei Dächern, wo gibt es schon sowas? Gutgelaunt erklären die Künstler ihr Handwerk, erste Besucher lassen dementsprechend nicht lange auf sich warten. Spannend wie es Claudia Kündig vermag, in Live-Sessions Tiere auf die Leinwand zu malen, oder, wie Autor Roland Späti die Zuhörer mit Lesungen aus seiner Erstlingstrilogie «Im Spätsommer oder Frühherbst», in seinen Bann zieht.

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Claudia Kündig arbeitet als Eventmalerin und hat so, mit ihren Werken, schon weitherum für Furore gesorgt.

Und zum Abschluss ein Krimi von und mit Silvia Götschi aus Meisterschwanden. Sie ist für den bekannten, aber verhinderten Schriftsteller Klaus Peter Wolf, kurzfristig eingesprungen; spannend war es genauso. Mit Spannung erwarteten die Zuhörer in der Sirnacher Bibliothek die Lesung aus Götschis Kriminalroman und Bestseller «Interlaken». Ein mörderisch-gelungener Abschluss der Tour de Kultur im Hinterthurgau – wobei, es gibt in diesen Tagen noch so viel mehr.

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Silvia Götschi las in der Sirnacher Bibliothek aus ihrem Kriminalroman «Interlaken».