Stolz führen die vier Kinder ihre «Fanni» aus dem Strohring und geniessen den Applaus des Publikums. «Fanni» wurde soeben zur Miss Mogelsberg 2021 gewählt und das freut natürlich auch deren Besitzer Walter Rhyner. «Die Freude bei mir ist gross. Noch mehr mag ich es meinen vier Kindern gönnen, die sich hervorragend um «Fanni», aber auch um alle anderen Tiere, kümmern», sagt Walter Rhyner. «Problemlos», sei der Umgang mit ihr im Stall und auf der Weide, sagt der Landwirt auf seine neue Titelhalterin angesprochen. «Zudem macht sie immer schön brav mit, egal bei welchen Aktivitäten. Von solchen Kühen wünscht man sich eigentlich noch viel mehr», sagt Rhyner augenzwinkernd. 

Vorgängig wurden zahlreiche weitere Abteilungssiegerinnen erkoren. So gewann unter anderem Martin Juds «Sonja» den Titel Rinderchampion, Christof Züsts «Mairiesli» den Titel Miss OB (Original Braunvieh), oder Chläus Böschs «Jolanda», den Titel Erstmelkchampion. Doch die Erfolgsgeschichte von Letztgenannter ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertig geschrieben.

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OK-Chef und Präsident des Viehzuchtvereins Mogelsberg, Martin Jud, führt durch die Nassener Viehschau-Prämierungen.


«Jolanda» räumt gleich doppelt ab

Nur kurze Zeit später ruft OK-Chef Martin Jud erneut den Namen von «Jolanda» aus. Die Kuh aus Neckertal gewinnt in der Kategorie Schöneuter Jüngere gleich noch einmal. Was für eine Ehre für Besitzer und Tier. Immer wieder ist zu hören, wie hochstehend die Qualität aller 400 Tiere auf dem Platz sei. Die Richter finden dahingehend fast ausschliesslich lobende Worte zu den Kühen und Rindern. Das Publikum geniesst das Geschehen zuerst vom regengeschützten Zelt aus, ehe es sich immer zahlreicher zum Viehschauring begibt. In der Luft liegt indes ein schwer zu definierender Duftmix. Es ist wohl ein Gemisch von Pommes Frites, Schnitzelbrot, brennenden Stumpen, Stroh und Kuhfladen. 

Viele Kinder, oft in Trachten gekleidet, verfolgen die Viehschau ebenso gespannt wie ihre Eltern. Dem ganzen OK, dem Viehzuchtverein Mogelsberg und allen Helferinnen und Helfern, ist es einmal mehr gelungen, für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen und so die Gewissheit für sich zu beanspruchen, der kulturellen Vielfalt wieder einmal einen Schub verliehen zu haben.