Was lange währte, ward endlich gut. Eigentlich war die Plauderbank-Einweihung aufs Jahr 2020 geplant, doch machte Corona dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. Enthüllt wurde das knallorange «Plauderbänkl»i, das auf dem Begegnungsplatz bei der katholischen Kirche steht, nun am Dienstagvormittag durch den Gemeindepräsident von Bütschwil-Ganterschwil, Karl Brändle. Dem kleinen Festakt wohnten 16 Frauen und Männer bei – und nutzten dabei gleich einmal die Gelegenheit, um ein wenig gemeinsam ins Plaudern zu kommen.

Zur Überwindung von Einsamkeit

Initiiert wurde die Plauderbank von der Gesundheitsförderung im Alter, welche bei der Einweihung durch Gemeinderätin Gaby Buscetto und Bruno Facci vertreten war. Letzterer wies auf die Bedeutung hin, die der leuchtendfarbigen Sitzgelegenheit ab dem ersten Tag zukommen soll. «Die Plauderbank ist eine von vielen möglichen Massnahmen zur Überwindung von Einsamkeit», so Facci, und fuhr fort: «Einsamkeit entwickelt sich, wenn wir unfreiwillig allein sind, beziehungsweise das Gefühl haben, dass die bestehenden sozialen Beziehungen und Kontakte nicht ausreichen». Karl Brändle nahm den Gedanken auf und betonte, dass, «wo zwei Menschen miteinander Plaudern, keine Einsamkeit herrschen kann». Brändle dankte den Initianten und erklärte, selbst ab und an auf dem Plauderbank Platz nehmen und mit den Menschen reden zu wollen.

Ein spontaner Vorschlag für Dietfurt

Die Plauderbank bei der katholischen Kirche in Ganterschwil ist zwar die erste in der Gemeinde, soll aber nicht das letzte auf öffentlichem Grund sein. «Wir könnten uns eine Plauderbank beim Bahnhof vorstellen und prüfen zurzeit, wo wir in Dietfurt eines aufstellen könnten», so Facci. Kaum hatte er dies gesagt, kam ein Mann auf ihn zu, und erklärte, dass er in Dietfurt einen schönen Platz unter einer schattigen Platane kenne. «Das ist ja sensationell, dass das Plauderbänkli bereits nach wenigen Minuten einen wertvollen Kontakt geschaffen hat», freute sich Facci, bevor er die Umstehenden zum Apéro einlud.