Die Wiler Neuzuzügerbegrüssung lockte 190 der im abgelaufenen Jahr zugezogenen Bewohner an. In der Wiler Tonhalle wurden die Gäste zuerst von den Klängen der Stadtharmonie empfangen. Stadtpräsidentin Susanne Hartmann stellte Wil als kleine Grossstadt mit überschaubarer Grösse vor. Am nachfolgenden reichhaltigen Brunch bot sich den Anwesenden auch Gelegenheit, sich mit ihren Tischnachbarn auszutauschen. Der Willkomm schloss mit dem Rundgang durch die Altstadt ab, den die Stadttambouren eröffneten.Es fanden sich deutlich mehr Neuzuzügerinnen und -Zuzüger zum Willkomm in der Tonhalle ein als in früheren Jahren. Die musikalische Eröffnung durch die Stadtharmonie sorgte für erste Stimmung unter den Teilnehmenden. Für Stimmung für die Stadt Wil sorgte Stadtpräsidentin Susanne Hartmann mit ihrer Vorstellung der Stadt und deren vielfältigen Angeboten.

Neuzuzüger sind ein Gewinn für die Stadt
Stadtpräsidentin Susanne Hartmann betonte in ihrer Begrüssung den hohen Stellenwert der Neuzuzüger: „Sie stellen einen Gewinn dar für unsere Stadt, durch Sie wird sie noch einmal bunter und vielfältiger“. Jede Einwohnerin und jeder Einwohner leiste einen wertvollen Beitrag zum lebendigen Gefüge der Gesellschaft der Stadt. Allerdings setze dies voraus, dass sie den Begriff „Einwohner“ auch mit „Sich einbringen“ und nicht als „Bei-Wohner“ verstehen.

Besonders mit der Beteiligung am politischen Leben erfolge ein wichtiger Beitrag für eine starke und lebensfähige Demokratie, das Fundament der Eidgenossenschaft. Es bedürfe dem Miteinander von Alteingesessenen und Neuzugezogenen, um die Stadt weiterhin lebenswert zu erhalten. Hartmann wies dazu auch auf ihre Sprechstunden „Offenes Ohr mit der Stadtpräsidentin“ hin.

Wil, drittgrösste Stadt im Kanton
Eingangs der Vorstellung der Stadt blickte die Stadtpräsidentin auf die Gründungszeit zurück. Um 1200 herum von den Grafen von Toggenburg gegründet, nenne sich Wil ob langen Jahren im Besitz der Äbte von St. Gallen auch „Äbtestadt“.

Zur drittgrössten Stadt wurde Wil mit der Vereinigung mit Bronschhofen im 2013 und zählt heute 23'500 Bewohner. Die 762 Hektaren grosse Stadt wuchs um 1'320 Hektaren an auf neu 2'082. Damit sei Wil zur kleinen Grossstadt heran gewachsen auf überschaubarem Raum. Wil zeichne sich auch darin aus, dass sich neben dem städtischen Gebiet mit Bronschhofen und Rossrüti ländlicher Raum anbiete.

Wil, auch Regionalstadt
Hartmann wies weiter auf den regional wirkenden Charakter der Stadt hin, mitten im Herzen einer kantonsübergreifenden Region St. Gallen und Thurgau, worin rund 110'000 Menschen leben. Mit Bahnlinien in fünf Richtungen zeichne sich Wil auch als Mobilitätsstadt aus. Dazu gehörten auch 10 Regionalbus- und sechs Stadtbusverbindungen, sowie dem direkten Anschluss an die Autobahn.

Energiestadt nannte die Stadtpräsidentin die Stadt Wil, weil seit 1998 mit dem Energiestadt-Label ausgestattet, übrigens damals erste Energiestadt im Kanton. Als dynamische Wirtschafts- und Arbeitsstadt zeige sich Wil mit den rund 1'870 grösseren und kleineren Arbeitsstätten, wo um 1'500 Menschen eine Beschäftigung finden. Den grössten Sektor, gut 78 Prozent, macht der Dienstleistungsbereich aus.

Bildung und Politik
Wil zeigt sich weiter als Bildungsstadt mit vielfältigen Angeboten, von der Tagesstätte über Kindergarten, Primar- und Oberstufe bis hin zur Kantonsschule oder dem Berufsbildungszentrum. Wil habe als erste Gemeinde im Kanton im 2007 flächendeckend Tagesstrukturen eingeführt.

Politisch ist die Stadt mit einem fünfköpfigen Stadtrat und einem Parlament mit 40 Mitgliedern ausgestattet. Dass Wil auch kantonal und national dabei ist, zeige sich bei den amtierenden Kantons- National- und der Ständerätin. Ständerätin Karin Keller-Sutter werde noch im November wohl das Präsidium übernehmen können.

Sportlich herausragend wirkt das regionale Leistungszentrum für Kunstturnen und die kantonal anerkannte Sportschule an der Oberstufe Lindenhof, mit dem Label „Swiss Olympic Partner School“ ausgestattet.

Weitere beachtliche Stärken
Die Stadtpräsidentin wies weitergehend auf die Stärken im Gesundheitsbereich hin mit den Akut-Spitälern und der Thurvita für Dienstleistungen im Alters- und Pflegebereich. Kulturell bietet Wil Angebote in der Tonhalle, dem Chäller-Theater und in der ehemaligen SBB-Lokremise, dem +Gare de Lion“ und der Kunsthalle. 330 Vereine zählt die Stadt, aktiv in Bereichen Kultur und Sport. Einkaufszentren und Fachmärkte prägten das Bild einheimischer Detaillisten

Rundgang durch die Altstadt
Anschliessend an die Ausführungen der Stadtpräsidentin waren die Anwesenden zum reichhaltigen Brunch geladen, vom Tonhallenpersonal ansprechend zubereitet. Damit konnte auch der Austausch unter den Geladenen starten, nicht zuletzt auch um neue Kontakte zu knüpfen.

Um die Mittagsstunde folgte der Treff beim Kirchplatzschulhaus. Die Stadttambouren sorgten mit ihrem Auftritt für einen nochmaligen Höhepunkt. Anschliessend fand gruppenweise eine Führung durch die Altstadt statt, von der Stadt an die ausgebildeten Stadtführer übertragen.