Das Immobilienportefeuille der Gemeinde ist vielfältig. Rasensportanlagen, Schwimmbad, Eishalle, Kindergärten, Schulanlagen, Sporthallen, Verwaltungsgebäude, Wohnbauten, Spielplätze und anderes mehr gehört dazu. Die Anlagen repräsentieren hohe Vermögenswerte der Bevölkerung und sie sind Grundlage für vielfältigste Aktivitäten. Natürlich: Auch kommunale Anlagen altern. Marcel Huber: «Mit den regelmässigen Investitionen in den Unterhalt unserer Anlagen stellen wir sicher, dass sie gebrauchsfähig bleiben, sich an veränderte Bedürfnisse anpassen, energetisch fitter werden und ihren Wert erhalten.»

Das letzte Dach

Und so baut die Gemeinde dieses Jahr etwa am alten Garderobengebäude in der Rüti. Es stammt aus den 1980er Jahren. Sein Dach war am Ende der Lebensdauer. Philosophie der Gemeinde bei geeigneten Steildächern ist, sie am Ende ihrer Lebensdauer durch Indach-Photovoltaikanlagen zu ersetzen. Sie verbinden energetische Anliegen mit einer sorgfältigen Baukultur. Und so entsteht auf der nach Südost exponierten Dachhälfte nun eine solche Anlage. Sie ergänzt die grossflächige Photovoltaikanlage auf der neueren Garderobe und die Indachanlage auf der neuen Schwinghalle. Auch sonst wird die alte Garderobe mit den laufenden Arbeiten energetisch ertüchtigt. Stichworte sind Dämmung, neue Fenster und Tore. Bereits letztes Jahr wurden ihre Duschen und Bodenbeläge in den Garderoben und Korridoren erneuert.

Fokus Schulanlagen

Innerhalb des Immobilienportefeuilles der Gemeinde kommt den Schulanlagen eine hohe Bedeutung zu. Die Schule braucht viel Infrastruktur. 15 Kindergärten, vier Schuleinheiten der Primarschule, zwei Oberstufenzentren sind die Basis, um die rund 1‘600 Schülerinnen und Schüler zu beschulen. Und wie alle Gebäude altern auch Schulhäuser. Wenn immer möglich legt Uzwil die Erneuerungen in die Ferienzeit, um den Schulbetrieb nicht zu beeinträchtigen. So wars auch dieses Jahr. 

Mit dem Start ins neue Schuljahr sind die meisten Baustellen abgeschlossen. Der Kindergarten Taaholz wurde innen erneuert. Die Räume erhielten neue, schallabsorbierende Holzdecken und neue Bodenbeläge, Garderoben und Schränke wurden sanft renoviert. Und so steht nun den Kindern eine freundlich-luftige Umgebung zur Verfügung. Der Kindergarten erhielt auch ein neues, deutlich besser gedämmtes Dach. Hier wurde bewusst auf eine PV-Anlage verzichtet. Die für den Kindergarten wertvollen Bäume werfen zu viel Schatten. 

Bereits letztes Jahr erhielt der Kindergarten neue Gruppenräume und eine Pausenplatzüberdachung. Mit den diesjährigen Arbeiten sind die Erneuerungen abgeschlossen. In der Schulanlage Oberberg in Henau stand die letzte Etappe der Korridorsanierung im Schultrakt an. Im Kindergarten am Kindergartenweg in Niederuzwil stand die Umgebung im Vordergrund. Die Kinder erhielten eine neue, befestigte Aussenfläche. Eine alte, ausufernde Thujahecke zur benachbarten Evangelisch-methodistischen Kirche ist gewichen. Im Herbst wird dann eine neue Wildhecke mit einheimischen Gehölzen gepflanzt, auch ein Baum wird ergänzt. Im Turnhallentrakt der Uzeschuel wurden die WCs und die Abwasserleitungen erneuert.

Für Alt und Jung

Die Uzwiler Schulen sehen sich mit einer akuten Raumnot konfrontiert, die Schülerzahlen steigen. Bereits letztes Jahr entstand im Herrenhof mit einem Pavillon zusätzlicher vorübergehender Raum. Das hat sich diesen Sommer wiederholt. Der Modulbau, welcher in der Sonnmatt während der Bauzeit die Cafeteria beherbergte, ist im Herrenhof neu aufgebaut. Er erhielt eine vollständig neue Raumaufteilung und beherbergt nun zwei vollwertige Schulzimmer. Die Räume sind hell, freundlich und behaglich. Und sie sind das sichtbare Zeichen der Raumnot. Ab 2025 soll mit grossem finanziellem Einsatz die Schulanlage Herrenhof erweitert werden. Provisorien helfen, die Zeit bis dahin zu überstehen.

Biodiversität

Beim Rundgang durch die Anlagen fallen auch die erhöhten Anstrengungen hin zu mehr Biodiversität auf. Ein paar Beispiele. Um die Schwinghalle in der Rüti entstand eine Ruderalfläche. Die Natur erobert sie selber. Verschiedene Flächen in der Schulanlage Oberberg wurden zu Biodiversitätsflächen. Versuche laufen, die Ballfänge des Sportplatzes dort zu begrünen. Das Dach des Veloständers im Oberberg ist eine modellierte Landschaft mit Steinhaufen, Totholz und einer angepassten Pflanzengemeinschaft geworden. Auch das Dach des neuen Veloständers in der Rüti ist begrünt.

Jugendkulturzentrum

Und schliesslich konnte das Jugendkulturzentrum am vergangenen Freitag aus dem Pavillon an der Sonnenhügelstrasse zurück ins Uzwiler Zentrum zügeln. Es befindet sich nun an der Birkenstrasse, gleich neben dem Gemeindehaus. Die Räume dort wurden für seine Zwecke umgestaltet und erneuert.

Tag der offenen Tür

Das Jugendkulturzentrum an der Birkenstrasse 22 öffnet am Samstag, 27. August, von 11 bis 15 Uhr, seine Tore zur freien Besichtigung. Das ist gleichzeitig auch gute Gelegenheit, den direkt angrenzenden Schifflipark zu erleben. Verpflegungsmöglichkeiten stehen ebenso zur Verfügung wie beispielsweise eine Hüpfburg, Fussballdart, Frisbees und Boule-Kugeln, um im Park selber aktiv zu werden. Jugendkulturzentrum und Schifflipark freuen sich auf Ihren Besuch.