hingearbeitet», meint Lukas Indermaur, Geschäftsleiter des WWF St.Gallen. Der Biberpfad sei ein wichtiger Bestandteil der Umweltbildungsarbeit des WWF St.Gallen. Der 2009 erstellte Pfad sei aber in die Jahre gekommen und hätte dringend ein Facelifting nötig gehabt, insbesondere auch wegen der Zunahme von Vandalismus. Der WWF-Geschäftsleiter dankt den zahlreichen Unterstützern, so dem Lotteriefonds, Stadler Rail, dem naturemade star-Fonds der SAK, der Zita Helene Angehrn Stiftung, Coop, der St.Galler Kantonalbank, Valiant Bank und weiteren Sponsoren. Ohne sie wäre die Aufwertung des Biberpfads nicht möglich gewesen. Indermaur lobt das Engagement der Gemeinden Niederbüren und Oberbüren sowie der Thurkorporation Oberbüren und der Bürgerkorporation Niederbüren. Caroline Bartholet, Gemeindepräsidentin aus Niederbüren, ist erfreut über das attraktive Bildungs- und Erlebnisangebot in der Gemeinde: «Durch den Biberpfad lernen wir den Biber, welcher direkt vor unserer Haustüre lebt, besser kennen und verstehen. Der Pfad ist ein Erlebnis für Kinder und Erwachsene».

Neue Spielelemente

Projektleiterin Sieke Paysen vom WWF führt mit Kollegin Manuela Bissegger die Gästeschar entlag des langen Biberpfades. Zehn Infotafeln vermitteln Verblüffendes über den Pelzträger in spielerischer Art und Weise. Die Tafeln sind interaktiv gestaltet und regen zum Entdecken und Verweilen an. Spannende Quiz- und Schätzfragen motivieren zum lustvollen Lernen. «Wir vermitteln auf anschauliche Art Wissenswertes über den Biber und seinen Lebensraum, zum Beispiel wie Biber leben, wie sie sich ernähren und welche Bedeutung sie für die Menschen und die Umwelt haben», betont Paysen.

Sämtliche Infotafeln seien inhaltlich und grafisch aktualisiert und aus witterungsbeständigem Material erstellt worden. Viel investiert wurde in drei neue über den Pfad verteilte Spielgeräte. Diese animieren zum Ausprobieren und sind thematisch immer mit der Lebensweise der Nager verknüpft. So erfährt man beim Balancierelement, dass die kletterfreudigen Eichhörnchen die nächsten Verwandten des Bibers sind. Eine «Biberrutsche» erinnert an die Ein- und Ausstiege der Biber am Gewässer. Ein «Biberbau» lädt Kinder ein, spielerisch nachzuempfinden, wie die Biber wohnen. «Der erneuerte Biberpfad mit den neuen Spielgeräten ist eine sehr wertvolle Ergänzung zum bestehenden Freizeitangebot. Zudem vermittelt er wertvolle Einblicke in die Lebensweise der Biberfamilie», gibt sich Alexander Bommeli, Präsident der Gemeinde Oberbüren, überzeugt.

Zusätzliche Eichenpflanzungen

Die Spielelemente liegen teils auf Flächen, die vormals als Holzschlagplatz genutzt wurden, formal aber immer noch Wald sind. Für diese Flächenbeanspruchung hat der WWF Ersatzmassnahmen geleistet. Damit werden zwischen 240 bis 360 Eichenpflanzungen ermöglicht und gleichzeitig der Auwald von nationaler Bedeutung markant aufgewertet. «Diese Pflanzungen freuen mich ausserordentlich, weil Eichen einer unglaublich grossen Vielfalt an Insekten, Kleinsäugern und Vögeln wichtigen Lebensraum bieten», fügt WWF-Geschäftsleiter Indermaur an.

Beim abschliessenden Apéro findet auch Hansjörg Bauer, Präsident der Thurkorporation Oberbüren, lobende Worte: «Die Rückkehr des Bibers ist für die Thurkorporation ein Gewinn. Es zeigt sich, dass es sich gelohnt hat, im Thurgebiet von der gewerblichen Nutzung der 1960-er Jahre sukzessive abzukommen und der Natur durch das Öffnen von Bächen und dem Schaffen von Biotopen und Laichgewässern den nötigen Raum zurückzugeben». Damit bringt er ein zentrales WWF-Anliegen auf den Punkt. Projektleiterin Paysen hofft, dass der Pfad in den Menschen die Freude an der Natur und deren Lebensraum weckt.