«Für Segi war immer klar, dass niemand grösser und wichtiger ist als das Team. Sein grosses Herz und seine Leidenschaft waren ansteckend. Mit ihm und für ihn gingen alle durchs Feuer.» Es war Mark Streit, der seinem einstigen Teamkollegen, freundschaftlich Segi genannt, als Spieler und Kollegen höchstes Lob zollte. Er tat dies in der Eishalle Uzwil, wo die Karriere von Mathias Seger begonnen hatte. 

Von neun bis zehn Uhr hatte in der Uzehalle die Hockey School mit Spielern der ersten Mannschaft trainiert. Anschliessend liefen Aktivmitglieder des EHC Uzwil möglichst viele Runden im Rahmen des Sponsorenlaufs. Um die Mittagszeit wurde dann der rote Teppich für Mathias Seger auf dem Eisfeld ausgerollt. Unter grossem Applaus durchschritten Seger und Streit den Spalier – gebildet vom Nachwuchs des Clubs. Andreas Klenner, Organisator des Uzwiler Ice Hockey Days, begrüsste zur Ehrung. Er zeigte sich erfreut, dass mit Streit ein Freund und einstiger Teamkollege von Seger und seinerseits eine Eishockeylegende für die Ehrung nach Uzwil gekommen sei.


Gemeinsame Zeit beim ZSC

Vor 25 Jahren hätten sie sich in einem Trainigslager kennengelernt, sagte Streit und sich von Anfang an sehr gut verstanden. Beide hätten sie schon in der Junioren-Nationalmannschaft gerne zusammen trainiert und sich mit Erfolg eingesetzt. In der Saison 2000/2001 sei er dann zum ZSC gestossen, mit dem Seger damals bereits Schweizermeister geworden sei. Die gemeinsame Zeit beim ZSC bezeichnete Mark Streit als eine der schönsten in seiner Karriere. Diesem Club hielt Seger überdurchschnittlich lange, von 1999 bis 2018, die Treue und feierte mit ihm viele Erfolge. 2005, als Streit sein Glück in Nordamerika suchte und fand, wurde Seger sein Nachfolger im Amt des Captains. Als Seger am Ende der Saison 2017/2018 seine Karriere beendete, war er mit dem Club zum sechsten Mal Schweizermeister geworden. Er ist überdies Rekord-Meisterschaftsspieler mit über 300 Einsätzen, hat während 22 Saisons in der Nationalliga 1167 Spiele gespielt, an 16 Weltmeisterschaften und vier olympischen Winterspielen teilgenommen und war je einmal Vizeweltmeister, Champions-Hockey-League-Sieger, Victoria-Cup- und Swiss-Hockey-Award-Gewinner.


Zwei Ausnahmetalente

Manches, was Streit über Seger sagte, trifft auch für ihn zu. Beide bleiben als Verteidiger im Schweizer Eishockey unvergessen. Streit war auch jenseits des Atlantiks erfolgreich. Er hat über 800 Spiele für die Montréal Canadians, die New York Islanders, die Philadelphia Flyers und die Pittsburgh Penguins in der National Hockey League absolviert. Mit Letzteren hatte er im Jahr 2017 den Stanley Cup gewonnen.

Klingende Namen

Eishockeybegeisterte Buben und Mädchen bis 16 Jahre nutzten in Wil und in Uzwil die Gelegenheit, um mit ihren Vorbildern auf dem Eis stehen zu können. Im Sportplatz Bergholz waren Lars Frei, Fabio Hollenstein, Merlin Merola und Lars Kellenberger (alle HC Thurgau), Kay Schweri und Flurin Randegger (beide Rapperswil-Jona Lakers), Raphael Prassl (ZSC Lions) sowie der Schiedsrichter Andreas Hollenstein vor Ort. In der Uzwiler Eishalle standen Frederik Pettersson und Christian Marti (beide ZSC Lions), Jorden Gähler (Rapperswil-Jona Lakers) sowie Adam Rundquist, Claude Schnetzer und Gianluca Zanzi (alle HC Thurgau) im Einsatz.