Letzten Mittwochnachmittag stieg das Thermometer auf über 30 Grad. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Raiffeisenbank nutzten die Hitze und stellten eine Softeis Maschine vor der Bank auf, um Klein und Gross eine süsse Abkühlung zu offerieren.„Mit dieser Softeis Aktion möchten wir uns als Bank im Dorf gerne bei dessen Bevölkerung bedanken“, erklärt Reto Ruckstuhl, Leiter Finanzberatung und Mitglied der Bankleitung, die Aktion vom letzten Mittwoch.


Während gut zwei Stunden kamen Bankkunden und Passanten in den Genuss eines gratis Erdbeer- oder Vanille-Softeises, selbst „gezapft“ von Nicolas Pisan und Fabio Sutter (Auszubildende im 2. und 3. Lehrjahr). Ihr Fazit: das gemischte Eis mit Erdbeere und Vanille ist am beliebtesten.


100 Eisportionen verschlungen
Reto Ruckstuhl spricht von einem geglücktem Anlass: „Wir sind zufrieden mit dem Rücklauf und ziehen es in Betracht, die Aktion im nächsten Sommer zu wiederholen“. Rund 100 Eisportionen hätten sie unter der Bevölkerung verteilt. „Es wären wohl noch ein paar mehr gewesen, da wahrscheinlich um 14 Uhr viele Kinder und Familien am Mittwochnachmittag bereits in der Badi verweilten“.


Auf die Frage, was die Bank mit einer Glace verbindet, antwortet Ruckstuhl mit nur zwei Wörter: „Eiskalte Abzocker: Glace schmilzt an der Sonne wie der Zins auf der Bank“ – grinst und läuft davon. Humor schmilzt offensichtlich trotz hohen Temperaturen nicht.

Zur Geschichte des Softeises
Beim Softeis handelt es sich um eine besonders weiche Variante des Speiseeises, die durch eine besondere Form der Zubereitung zustande kommt. Softeis wird unter milderen Temperaturen (-6 Grad) hergestellt als gewöhnliches Speiseeis (-16 Grad). Während der Herstellung wird es im Gefrierzylinder ständig in Bewegung gehalten. Durch die Hilfe von Überdruck und Luft wird das Eis aufgeschäumt und es entsteht ein cremiges und milchiges Eis, das in der Regel aus Wasser, Milch, Trockenmasse und Luft besteht.


Um seinen Ursprung ranken sich verschiedene Mythen und Geschichten. Welche davon stimmen und welche nicht, ist nicht belegt. Eine bezieht sich auf einen Lastwagenfahrer namens Carvel, ein ausgewanderter Grieche, der Speiseeis verkaufte und dabei feststellte, dass weiches Eis sehr beliebt ist. 1934 wurde er durch eine Panne an seinem Lieferwagen dazu gezwungen, schmelzendes Eis zu verkaufen. Das Potential wurde erkennt und das Soft zum Kassenschlager. Ab dem 20. Jahrhundert breitete sich Softeis über den grossen Teich nach Europa aus.