Stefan Frick, Filialleiter der Auto Zollikofer AG in Rickenbach, macht keinen Hehl daraus: Elektroautos sind beim Kauf 8000 bis 12'000 Franken teurer als Benzin betriebene Fahrzeuge. Und trotzdem rechne es sich. «Man muss auch die Betriebskosten in die Mischrechnung einbeziehen. Tut man das, hat man den Mehrbetrag schnell wieder reingeholt», sagt Frick.

Auto Zollikofer mit Niederlassungen in Rickenbach, St. Gallen und Chur bietet verschiedene Elektroautos und Hybrid-Modelle an. So zum Beispiel den Peugeot 2008. Die Vorteile? «Das Auto ist fast ganz geräuschlos, hat keinen Geruch und ein hohes Drehmoment, womit man eine gute Beschleunigung hinbringt. Es gibt keine Vibrationen und man muss nicht schalten», sagt Frick. Um dann zu ergänzen: «Das Auto hat einen Spurhalte-Assistenten, eine Kamera vorne und hinten, einen Notbremse-Assistenten, ein Notruf-System, und es kann selber parkieren.» Zudem gebe es die Möglichkeit der Vor-Klimatisierung, womit man im Winter in ein vorgewärmtes Auto einsteigen könne.

Im Video: Was Sie beim Kauf eines E-Autos beachten müssen

 

Bis nach Genf ohne Auflandung

Rund fünf Prozent aller verkauften Fahrzeuge sind heute Elektroautos, rund 15 Prozent Hybrid. Stefan Frick geht davon aus, dass die Benziner so schnell nicht vollständig verdrängt werden vom Markt. Das wäre momentan auch nicht sinnvoll. Denn mit einem Elektromobil kommt man – je nach Modell – zwischen 300 bis maximal 350 Kilometer weit. So kann durchaus die Strecke von Wil noch Genf gefahren werden, bevor eine Ladung nötig wird. «Entscheidend ist, dass die richtige Antriebstechnik am richtigen Ort eingesetzt wird. Bei kleinen Distanzen innerhalb der Stadt ist ein Elektroauto für jede Situation empfehlenswert», sagt Stefan Frick.

Mit den Ladestationen kann es hingegen so eine Sache sein. Zwar gibt es immer mehr Möglichkeiten der Aufladung im öffentlichen Raum – und gerade die Stadt Wil geht mit gutem Beispiel voran. Etwas anders kann es aussehen, wenn man Wohnungsmieter oder Besitzer von Stockwerk-Eigentum ist. «Eine Beratung zum Thema Lademanagement ist auf jeden Fall empfehlenswert. Der Elektriker und Stromanbieter sollen dabei am Tisch sitzen», rät Stefan Frick. Noch «Zukunftsmusik» seien hingegen induktive Strassen, auf welchen sich Elektroautos auf- statt entladen.


Werden an Bedeutung gewinnen

Der Filialleiter der Rickenbacher Auto Zollikofer AG ist überzeugt, dass die Elektroautos künftig an Wert und Bedeutung gewinnen werden. Denn betreffend Umweltverträglichkeit gebe es keine zwei Meinungen. Und was ist mit dem Fahrgefühl? «Er fährt wie ein ganz normales Auto.» Wirklich? hallowil.ch wollte sich selbst ein Bild machen und absolvierte mit Stefan Frick eine Probefahrt. Kommen Sie mit.