«Im Asylzentrum Thurhof in Oberbüren haben sich mehrere Personen mit dem Coronavirus infiziert», berichtet die Kommunikationsabteilung der St. Galler Staatskanzlei in einem Pressecommuniqué. Wo sich die erkrankten Personen angesteckt hätten, sei nicht bekannt. Aber: «Bereits aufgrund des ersten positiven Tests Ende vergangener Woche wurden ergänzende Massnahmen gemäss dem bestehenden Schutzkonzept umgesetzt.» So wurden die erkrankten Bewohner und die Personen des gleichen Zimmers von den übrigen Zentrumsbewohnern isoliert. «Sie werden unter Berücksichtigung strikter Schutzvorkehrungen von einzelnen Zentrumsmitarbeitenden und den Zentrumsärzten gesundheitlich betreut», betont die Staatskanzlei in der Medienmitteilung. Zudem sei sofort ein Besuchs- und Ausgehverbot erlassen worden. Neueintritte und die Verteilung auf Gemeinden sind suspendiert. Mittlerweile werden alle Personen mit Symptomen getestet. Nach Angaben der Staatskanzlei wurden in diesen Tagen insgesamt elf Bewohner getestet. Bisher seien acht Tests positiv ausgefallen, von den übrigen drei seien die Resultate noch nicht bekannt. «Ausserdem wurden drei Mitarbeiter positiv getestet, bei einer Person steht das Ergebnis noch aus.

Im Zentrum Thurhof wohnen aktuell 74 Bewohnerinnen und Bewohner, darunter 15 schulpflichtige Kinder. Aufgrund der Herbstferien werden die Kinder diese Woche ohnehin nicht beschult. «Die Beschäftigung im Zentrum wurde auf das notwendige Minimum reduziert», so die Staatskanzlei. Aktuell werden weitere vorbereitete Massnahmen zur Eindämmung der Verbreitung in der kantonalen Kollektivunterkunft umgesetzt. (pd)