Acht Personen wollen Wiler Schulrat werden beziehungsweise bleiben, obwohl es dieses Gremium womöglich nur noch vier Jahre lang gibt. Für die Wiler Ortsparteien CVP, SVP und SP ist klar, wer die vier Mandate bekommen soll: Franklin Munishi (CVP), Albertina Palushi-Bullakaj (SP), Daniel Schläpfer (Grüne Prowil) und Nathanael Trüb (SVP). Dies geht aus eine Medienmitteilung hervor. Es sei denjenigen Kandidierenden der Vorzug zu geben, die einer politischen Partei angehören. «Um die politische Verankerung des Schulrats zu gewährleisten und damit der Rolle der Schulen Rechnung zu tragen, braucht es einen von den Parteien gestützten Schulrat. Nur Schulrätinnen und Schulräte, die in einer Partei eingebunden sind, haben einen unmittelbaren Zugang zu den Informationen aus dem Stadtparlament und können ihrerseits schulpolitische Anliegen direkt einbringen», schreiben die drei Parteien.

Die Zughörigkeit der Mitglieder des Schulrats zu einer Partei stellte sicher, dass die Position der Schule gegenüber dem Schulpräsidium und der Verwaltung gestärkt wird. Zudem gewährleiste die Parteizugehörigkeit die Berechenbarkeit der Beschlüsse des Schulrats, reflektiere aber gleichzeitig auch die politische Vielfalt der Stadt Wil.

Ein Schulrat mit lauter parteilosen Personen?

Die Konsequenz daraus wäre, dass die Stadt Wil ab dem 1. Januar einen komplett neuen Schulrat hätte. Denn die drei Schulratskandidaten, die wieder antreten, sind alle parteilos. Es sind Schulpräsidentin Jutta Röösli und die beiden Schulräte Evelyne Engeler Mohn und Elmar Meile-Gantner. Die anderen beiden amtierenden Schulräte, Miriam Schildknecht und Sigrid Wöcke, verzichten auf eine Kandidatur. Ebenfalls als Parteilose kandidieren Iona Donata D’Augello und Regula Huber für den Wiler Schulrat. Das heisst wiederum: Im Extremfall besteht der Wiler Schulrat ab 2021 aus lauter parteilosen Personen.

Die Gesamterneuerungswohl für den Wiler Schulrat findet am 27. September statt. (pd/sdu)