Modisch ist sie, ebenso wie dreifarbig und bequem. Die neue Uniform der Musikgesellschaft Libingen strahlt in alle Richtungen. Farblich gleichbleibend zur vorherigen Uniform, besticht sie unter anderem mit einem zweifarbigen Gilet, dem Schriftzug «Libingen» am linken Ärmel und mit der Gewissheit, dass sie wasserabweisend ist. Manschetten und Kordeln sucht man vergebens, «das ist definitiv das Indiz, dass wir uns in Zukunft weniger uniformieren, sondern mehr kleiden wollen», sagt Walter Scherrer. Er war der Vorsitzende im Gremium «Neuuniformierung» und freut sich – wie alle seine Musikantenfreunde – über den neuen Auftritt des Vereins. «Die alte Uniform trugen wir seit 1992, so war es schon höchste Zeit, Arbeit und Geld in eine neue Bekleidung zu stecken», sagt er augenzwinkernd und bedankt sich gleichzeitig bei allen Sponsoren und Gönnern. «Nur dank diesen, war diese Neuuniformierung überhaupt möglich geworden», sagt Scherrer.

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Neue Uniform inklusive Libingen-Schriftzug.


Rausgewachsen vor dem ersten Auftritt

Da coronabedingt diese erste Präsentation um ein Jahr verschoben werden musste, kam ein ungeahntes Problem auf das OK-Neuuniformierung zu. Denn die jüngeren Blasmusikanten wuchsen nämlich in besagtem, vergangenem Jahr, schon aus dem Anzug heraus. Kein Problem für die Libinger, denn anfangs Oktober konnte noch einmal Mass genommen werden, so, dass auf diesen ersten Auftritt hin auch alles passend war. Nach diesem ersten Festabend am Freitag folgten am Samstag und Sonntag die traditionellen Unterhaltungen, besucht von viel Publikum. Und einer, der die Gäste schnell auf seiner Seite wusste, war Moderator Fabian Rütsche. Seine pointierten Auftritte wurden mit vielen Lachern goutiert. Und, dass der neue Dirigent der Libinger Musikanten, Christian Fust, gar eine gelbe Karte zücken musste, zeugte noch mehr davon, wie sympathisch und kurzweilig diese drei Auftritte waren.

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Keine Angst. Moderator Fabian Rütsche (rechts) war nicht zuständig für die neue Uniform. Sein selbstgemalter Anzug sorgte lediglich für viele Lacher.


Blasmusik verbindet

Die Kapelle «Hauptsach Musig», die Gruppe «Su(mp)fff Brass» und die Musig Bütschwil umrahmten das Ganze, nebst den Auftritten des einheimischen Vereins, musikalisch. Dass sich Gemeindepräsident Renato Truniger ein Grusswort nicht nehmen liess, zeugt auch davon, dass Musik eben doch verbindet. Ob Politiker, befreundete Vereine, Sponsoren, oder der vierjährige Besucher mit seiner Grossmutter, schön, finden wieder solche Anlässe statt.