Lange musste man sich gedulden, oft war man dem Sieg nahe und verlor dann doch. Gegen den Aufsteiger vom Zürichsee ist der Knoten endlich geplatzt. Trotz rund 80 Minuten Unterzahl, gewinnen die Äbtestädter hochverdient mit 1:0.Mit vielen Ambitionen ist der FC Wil in die Partie gestartet. Ebenso schnell wurde er aber auch vom Unparteiischen Gespann, rund um Pascal Erlachner, gebremst. Bereits nach wenigen Minuten wurde Roman Kienast des Feldes verwiesen. Der genaue Grund dafür, wird wohl das Geheimnis des Trios in Schwarz bleiben.

Trotz früher Unterzahl agierten die Hausherren geschickt. Man zog sich erstmal zurück und überliess den Gästen vorwiegend den Ballbesitz. Diese zeigten zwar ansprechende Ballstafetten, zwingende Chancen resultierten daraus aber nicht. Dies vor allem auch, weil die Wiler Hintermannschaft konzentriert und fehlerfrei agierte.

Einer für Alle, Alle für Einen

Wenn die Rapperswiler dann doch zum Abschluss kamen, fanden Sie ihren Meister in Torhüter Jim Freid. Dieser zeigte erneut eine sichere und souveräne Leistung. Das 0:0 zur Pause entsprach absolut dem bisher Gezeigten. Für den meisten Gesprächsstoff sorgte aber der Schiedsrichter, welcher nach dem Pausenpfiff eine klare Tätigkeit nicht ahndete.

Entgegen allen Widrigkeiten in der ersten Halbzeit, behielt das Heimteam einen kühlen und klaren Kopf. Trainer Konrad Fünfstück schien die richtigen Worte gefunden zu haben. Die Spieler des Heimteams kamen nun deutlich aggressiver und zielstrebiger aus der Garderobe. Mit zunehmender Spieldauer, erspielt man sich immer deutlichere Torchancen. Caine Keller hatte gleich zweimal den Führungstreffer auf dem Fuss beziehungsweise Kopf.

Langersehnter Erfolg

Wer nicht aufgibt, wird irgendwann belohnt. Über viele Wochen mussten sich die Wiler mit diesen Worten immer wieder aufmuntern. Man spürte, dass die Mannschaft gewillt war allen Widrigkeiten zu trotzen. Nach einem Foul an Alves entschied der Unparteiische auf Elfmeter. Äusserst souverän verwandelte Sergio Cortelezzi diesen und stiess die Tür zum ersten Sieg seit dem 5. August weit auf.

In der Folge verwaltete das Heimteam diese Führung mit viel Geschick. Schnörkellos und fehlerfrei spielte man die Zeit von der Uhr. Rapperswil verzeichnete zwar insgesamt 16 Torschüsse, diese waren aber allesamt zu harmlos um den FC Wil vor ernsthafte Probleme zu stellen. Eine konzentrierte, fehlerfreie und kämpferische Leistung brachte den langersehnten Sieg ein.

FC Wil 1900 1:0 FC Rapperswil-Jona (0:0)

IGP Arena, Wil: 730 Zuschauer. – SR: Pascal Erlachner.

Tore: 70 Cortelezzi 1:0.

Wil: Freid; Goncalves, Lekaj, Stillhart, Schällibaum; Latifi, Scholz (77. Zé Eduardo); Alves, Muslin (37. Cortelezzi), Keller (87. Vonlanthen); Kienast.

Rapperswil-Jona: Yanz; Sülüngöz (73. Elmer), Kllokoqi, Simani, Güntensperger; Shabani (63. Da Silva), Rohrbach, Nater, Schwizer (82. Wicht); Fazli; Chagas.

Bemerkungen: Wil ohne Baumann, Hamdiu, Ilazi, Sacirovic, Huber und Rahimi (alle verletzt), Maroufi, Atila, Roesler und Savic (alle nicht im Aufgebot). Rapperswil ohne Pecci (gesperrt), Kubli, Falciano, Teixeira, Staubli und Mustafi (alle verletzt).

Verwarnungen: 17. Stillhart, 17. Sülüngöz, 34. Lekaj.

Ausschlüsse: 10. Kienast.