«Energie ist knapp. Verschwenden wir sie nicht.» - Der Slogan des Bundesrats ist eindeutig. Nun reagiert die Swiss Football League und nimmt die Klubs in die Pflicht. «Im Wissen, dass die Klubverantwortlichen ohnehin tagtäglich in der Pflicht sind, den Betrieb möglichst kostengünstig und energiesparend zu führen, haben wir die Klubs mit einem Schreiben zusätzlich dazu aufgefordert, im Sinne dieser Kampagne individuelle Sparmassnahmen zu prüfen und zu ergreifen», wird Claudius Schäfer, CEO der SFL, in einer Medienmitteilung zitiert. «Es ist wichtig, dass auch wir unsere Verantwortung wahrnehmen und unseren Teil dazu beitragen, eine Mangellage abzuwenden.»

Konkrete Angaben kann die SFL zwar nicht machen – dafür seien die Voraussetzungen und Begebenheiten der Stadien zu unterschiedlich. Anders sieht es bei der Beleuchtung aus. Die Empfehlung sieht vor, die Spielbeleuchtung zu reduzieren, auf 20 Minuten vor Spielbeginn und 45 Minuten nach Spielende. Auch die Beleuchtungsstärke soll reduziert werden: 800 Lux vertikal für die Stadien der Credit Suisse Super League und 500 Lux vertikal für die Stadien der dieci Challenge League. Diese Empfehlungen bezüglich der Dauer und Lux halte man bereits ein, sagt Mediensprecher des FC Wil, David Hugi. «Wir sind in Gesprächen mit der Stadionbetreiberin, der WISPAG. So auch mit der Swiss Football League.» Über konkrete mögliche Anpassungen will Hugi zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht sprechen.

Ebenfalls positiv steht der FC St.Gallen den Forderungen gegenüber. Bereits vor der Ankündigung habe man Energiesparmassnahmen getroffen und umgesetzt, sagt Mediensprecher Troy Lüchinger. So wurden die Innen- und Aussenbeleuchtung reduziert sowie deren Dauer verkürzt. «Diese und die Intensität sind jedoch abhängig von den Anspielzeiten und den Wetterbedingungen.» Zudem prüft der FCSG durchgehend weitere strom- und ressourcensparende Möglichkeiten.