Seit Februar 2007 leitet der «Im Kobel» in Niederuzwil aufgewachsene Marc König die Kantonsschule am Burggraben St.Gallen. Es handelt sich um die grösste Mittelschule der Ostschweiz mit rund 1350 Schülern am Gymnasium und am Untergymnasium. Unter seiner Leitung wurde beispielsweise die zweisprachige Maturität gefördert und das «International Baccalaureate» (Internationale Matura) eingeführt. Mittlerweile entscheiden sich gut ein Drittel der Gymnasiasten für eine bilinguale Maturität.

Mit der Überzeugung, dass Lernerfolg am besten möglich ist, wenn sich Schüler wohl fühlen, setzte sich Marc König beharrlich für eine attraktive Schulinfrastruktur ein, lässt der Kanton St. Gallen am Mittwoch verlauten. Daneben förderte Marc König das kulturelle, politische und soziale Engagement und Schüler mit Projekten wie dem Schülerradio, dem Schüler-Online-Portal «Kanti live» und mit zahlreichen Veranstaltungen und Podien zu aktuellen politischen Themen, namentlich im Bereich der Nachhaltigkeit. Auch der kontinuierliche Austausch mit der Schülerorganisation war ihm wichtig.

Stelle wird ausgeschrieben

Der Uzwiler mit Geschwistern in der Region setzte sich nicht nur für «seine» Schule ein. Während Jahren war er auch eine treibende Kraft in der Entwicklung des st. gallischen und des nationalen Mittelschulwesens. Er präsidierte von 2009 bis 2014 die Kantonale Rektorenkonferenz. Im Jahr 2015 übernahm er ausserdem das Amt des Präsidenten der Konferenz der Schweizerischen Gymnasialrektorinnen und -rektoren. In dieser Funktion macht er sich bis heute für eine besonnene Weiterentwicklung der gymnasialen Maturität stark.

Nun hat Marc König seinen Rücktritt als Rektor auf den 31. Juli 2021 bekanntgegeben. Der 65-Jährige wird mit seiner Demission in den Ruhestand übertreten. Die Rektorenstelle wird zur freien Bewerbung ausgeschrieben. (pd/red)