Ende gut, alles gut. Das wird man sich beim EC Wil nach der ersten von zwei Reisen in den Kanton Aargau binnen zehn Tagen sagen. Nach dem 6:2-Erfolg beim weiterhin sieglosen Reinach beträgt der Wiler Rückstand auf den Tabellendritten Bellinzona nur noch zwei Punkte. Doch die Äbtestädter brauchten einen Weckruf in Form eines Rückstandes. Zwar waren sie Mitte des ersten Drittels durch Levin Schneider standesgemäss in Führung gegangen. Zwei Gegentore in der zweiten Hälfte des Mittelabschnitts sorgten aber für den plötzlichen Umschwung. «Im zweiten Drittel war unser Auftritt zu legere», sagte Wils Sportchef Dani Zeber nach der Partie. Die Ostschweizer konnten sich in der Folge auf die Treffsicherheit ihrer beiden besten Torschützen dieser Saison, Andreas Ambühl und Elia-Marius Mettler, verlassen. Noch vor der zweiten Sirene nutzte Ambühl eine Produktion der beiden zu seinem zehnten Saisontreffer. Kurz nach Wiederbeginn traf Mettler mit dem elften Saisontor in Überzahl zum wegweisenden 3:2 - "natürlich" auf Zuspiel von Ambühl. Spätestens als Matteo Schärer in Minute 48 ebenfalls im Powerplay auf 4:2 stellte, war die Entscheidung gefallen. Es gelang den Gästen in der Schlussphase noch das Kunststück, mit 4-gegen-6-Feldspielern zweimal ins leere Tor zu treffen. Remo Heitzmann und Lars-Kevin Spillmann durften sich über ein persönliches Erfolgserlebnis freuen. «Es war ein verdienter Sieg gegen eine sehr hart spielende Mannschaft. Ausschlaggebend war das Powerplaytor zum 2:2», sagte Zeber.

Bereits am Dienstagabend hat der EHC Uzwil beim 4:0 gegen Argovia den zweiten Zu-null-Heimsieg hintereinander realisiert. Dieser war aus zwei Gründen wichtig. Erstens wurden die Aargauer in der Tabelle ein- und überholt. Zweitens stehen als nächstes vier Spiele gegen die Top-4 der Liga an und es darf nicht mit allzu vielen Siegen gerechnet werden. Der Erfolg gegen Argovia fusste auf einer soliden Defensivleistung. Goalie Daniel Schlegel hielt stark und wurde völlig zurecht zum besten Uzwiler Spieler ausgezeichnet. Den Aargauern blieb ein Treffer verwehrt, obwohl sie total während rund dreieinhalb Minuten in doppelter Überzahl spielen konnten. Für die Gastgeber trugen sich mit Thomas Bischof, Silvan Bleichenbacher, Mischa Broder und Timo Belfiore vier verschiedene Spieler in Torschützenliste ein. So gelungen der Abend für die Uzwiler war, so gebraucht war er für Argovia – und den bemitleidenswerten Linienrichter Mattia Torti. Zuerst pfiff er Uzwils Alec Jäppinen auf dem Weg zu einem möglichen Shorthander zurück, weil er irrtümlich glaubte, auf der Matchuhr werde eine Strafe falsch angezeigt. Im Schlussdrittel wurde Torti unglücklich gecheckt und konnte nicht mehr weitermachen. Hallowil.ch wünscht gute Besserung.

1. Liga, Gruppe Ost, 11. Runde:
Reinach – Wil 2:6
Uzwil – Argovia 4:0
Herisau – Frauenfeld 6:5
Bellinzona – Pikes Oberthurgau 3:2
Wetzikon – Prättigau-Herrschaft 8:6
Rheintal – Arosa 1:8

Rangliste:
1. Wetzikon 11/30. 2. Arosa 11/29. 3. Bellinzona 11/21. 4. Frauenfeld 11/21. 5. Wil 11/19. 6. Herisau 11/17. 7. Prättigau-Herrschaft 11/15. 8. Pikes Oberthurgau 11/15. 9. Rheintal 11/11. 10. Uzwil 11/9. 11. Argovia 11/9. 12. Reinach 11/2.

Nächste Spiele:
Samstag, 17. November: Pikes Oberthurgau – Frauenfeld (17.00 Uhr), Wil – Prättigau-Herrschaft (17.30 Uhr), Rheintal – Wetzikon (17.30 Uhr), Herisau – Arosa (17.30 Uhr), Reinach – Argovia (17.30 Uhr)
Sonntag, 18. November: Bellinzona – Uzwil (16.45 Uhr)