In den letzten zwei Jahren konnte der Strompreis für die Bezüger der Gemeinde Zuzwil beibehalten respektive leicht gesenkt werden. Für das Jahr 2018 ist für alle Tarifgruppen eine kleine Erhöhung vorgesehen, weil der Bund den KEV-Beitrag um fast 60 Prozent anhebt. Neu wird es für Wärmepumpen keinen separaten Tarif mehr geben.Seit mehreren Jahren bezieht das Elektrizitätswerk Zuzwil (EW) die Energie von der Swisspower AG respektive neu von der Genossenschaft Elektra Birseck (EBM). Aufgrund des damaligen günstigen Einkaufs im Zusammenhang mit der Euro-Mindestkurs-Aufhebung im Jahr 2015 profitiert das EW weiterhin von leicht tieferen Energiebeschaffungspreisen. Gesamthaft werden die Kosten für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von durchschnittlich 3‘500 Kilowattstunden (kWh) wegen höherer KEV-Abgaben um rund 30 Franken pro Jahr ansteigen.

Herkunftsnachweise
Mit dem Kauf von Herkunftsnachweisen unterstützt das EW Zuzwil weiterhin die Produktion von erneuerbarer Energie. Der Strommix von rund 60 Prozent Wasserkraft und 40 Prozent «grauer» Energie (Energie aus unbekannter Herkunft) wird auch im Jahr 2018 beibehalten.

Abgaben
Die Kostenanteile für die Förderung und Abgaben steigen einmal mehr. Der Bund erhöht die gesetzliche Förderabgabe für die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) um 0.8 Rappen auf neu 2.2 Rp./kWh. Dies entspricht einer Erhöhung um 57 Prozent. Die Abgaben für die Systemdienstleistungen (SDL) sinken auf neu 0.32 Rp./kWh (bisher 0.40 Rp./kWh). Die Abgaben zum Schutz der Gewässer und Fische respektive die Abgaben für die ökologische Sanierung der Wasserkraft bleiben unverändert bei 0.1 Rp./kWh. Insgesamt erhöhen sich die Abgaben jedoch um rund 24 Prozent. Diese Erhöhung kann mit den leicht günstigeren Netz- und Energiepreisen nur teilweise wettgemacht werden.

Individueller Naturstrom
Wer einen persönlichen Beitrag zur Förderung von erneuerbaren Energien leisten möchte, kann dies mit dem Bezug von zusätzlichem Naturstrom tun. Es besteht wie bis anhin die Möglichkeit, den Strommix mit den bekannten SAK Naturstromprodukten «naturmade basic» oder «naturemade star» aufzubessern. Diese garantieren eine hochwertige Stromqualität aus erneuerbaren Energien und bestehen vor allem aus Wasserkraft. Auch Sonnen- und Windenergie sowie Biomasse sind darin enthalten. Die Aufpreise für beide Produkte bleiben gegenüber dem Vorjahr unverändert bei 0.56 Rappen für das Produkt «basic» und 3.5 Rappen für das Produkt «star». Sämtliche Haushalte erhalten mit der heutigen Ausgabe des «Zuzwil-aktuell» einen Flyer mit den Details zur Stromzusammensetzung sowie ein Bestellformular.

Kein Wärmepumpentarif mehr
Das EW Zuzwil hat per 1. Oktober 1997 einen separaten Wärmepumpentarif eingeführt. Begründet wurde dies damals mit den Zielen der Strategie «Energie 2000» (Verminderung CO²-Ausstoss und Alternative zu fossilen Energien). Diese Kundengruppe wurde seitdem mit einem tieferen Tarif bevorzugt. Nebst günstigeren Netz- und Energiepreisen wurde auf die Erhebung der monatlichen Messstellenkosten von zehn Franken verzichtet. Diese Förderung betrug im Jahr 2016 insgesamt rund 52‘000 Franken.

Die Installation und der Betrieb einer Wärmepumpe entspricht heute dem Stand der Technik und hat sich als Alternative zu fossilen Energien (Öl oder Gas) etabliert. Dies zeigt sich auch darin, dass rund zehn Prozent der 2‘200 EW-Kunden im Versorgungsgebiet des EW – mit steigender Tendenz – eine Wärmepumpe für die Beheizung ihrer Objekte in Betrieb haben. Im Jahr 1997 gab es drei Wärmepumpen im Netz. Ein Anschub respektive eine Privilegierung war damals angezeigt. Heute ist es aus Sicht der EW-Kommission und des Gemeinderates nicht mehr Sache des EW, diese etablierte Technologie weiter speziell zu fördern.

Zudem kann mit der Umstellung die Administration des EW vereinfacht werden. Der Gemeinderat hat darum entschieden, auf einen speziellen Wärmepumpentarif ab 1. Januar 2018 zu verzichten. Durch die Überführung des Wärmepumpen- in den Haushalttarif müssen Kunden mit Wärmepumpe bei einem Durchschnittsbezug von 13‘000 kWh/Jahr mit jährlichen Mehrkosten von rund 260 Franken rechnen.

Solide Marktposition
Bei der Preisfestsetzung, welche gemeinsam mit dem EW-Berater – der IBG B. Graf AG, St.Gallen – und gemäss den Vorgaben der Elcom vorgenommen wurde, achteten die Verantwortlichen darauf, dass die Kunden von den tieferen Beschaffungskosten weiterhin profitieren können. Die neuen Energiepreise für das Jahr 2018 können auf der Homepage www.zuzwil.ch (Energie und Entsorgung / EW Zuzwil) heruntergeladen oder bei der EW Verwaltung, per E-Mail an remo.kammermann@zuzwil.ch oder Telefon 058 228 28 88 bezogen werden.

WEITERE THEMEN
Rücktritt aus der Geschäftsprüfungskommission

Christoph Trachsel hat seinen Rücktritt aus der Geschäftsprüfungskommission bekannt gegeben. Die Ersatzwahl findet am 4. März 2018 statt.

Christoph Trachsel, seit 1. Januar 2013 Mitglied der Geschäftsprüfungskommission, hat dem Gemeinderat infolge Wegzug den Rücktritt aus der Geschäftsprüfungskommission eingereicht. Der Gemeinderat hat vom Rücktritt aus der Behörde während der laufenden Amtsdauer 2017/2020 Kenntnis genommen. Christoph Trachsel wird noch bis zum Abschluss der Prüfungstätigkeit 2017, bis am 31. März 2018, im Amt bleiben. Dies wurde vom kantonalen Amt für Gemeinden bewilligt. Der Gemeinderat bedauert den Rücktritt und dankt Christoph Trachsel für den geleisteten grossen Einsatz. Die Ersatzwahl für ein neues Mitglied in die Geschäftsprüfungskommission für den Rest der Amtsdauer wurde auf Sonntag, 4. März 2018, festgelegt.

Ersatzwahl für ein Mitglied der Geschäftsprüfungskommission
für die Amtsdauer 2017 bis 2020

Am 4. März 2018 findet eine Ersatzwahl für ein Mitglied der Geschäftsprüfungskommission für den Rest der Amtsdauer 2017 bis 2020 statt.

Einreichung von Wahlvorschlägen
Wahlvorschläge können bis spätestens Montag, 18. Dezember 2017, 18 Uhr, bei der Gemeinderatskanzlei eingereicht werden. Wahlvorschläge sind gültig, wenn sie von wenigstens 15 in Gemeindeangelegenheiten stimmberechtigten Personen unterzeichnet sind, höchstens gleich viele Kandidierende enthalten als Mandate zu vergeben sind und ausschliesslich wählbare Kandidatinnen und Kandidaten enthalten, die ihrer Kandidatur zustimmen (Art. 20bis UAG). Die Gemeinderatskanzlei gibt entsprechende Formulare ab oder sie können auf der Homepage unter Downloads heruntergeladen werden.


Zweiter Wahlgang
Ein allfälliger zweiter Wahlgang findet am 10. Juni 2018 statt. Wahlvorschläge sind in diesem Fall bis spätestens am Dienstag, 3. April 2018, 16.30 Uhr, bei der Gemeinderatskanzlei abzugeben. Es ist auch eine stille Wahl möglich. Im Übrigen gelten die gleichen Bestimmungen wie für den ersten Wahlgang.

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Infoanlass
Die interessierte Bevölkerung ist zu einem Informationsanlass «Richtplanung» eingeladen auf:

Mittwoch, 27. September 2017, 19 Uhr, im Wohn- und Pflegeheim Lindenbaum.

Der Gemeinderat freut sich auf viele interessierte Besucherinnen und Besucher.

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Gemeindeviehschau Zuzwil
Am Samstag, 23. September 2017, findet die traditionelle Viehschau des Viehzuchtvereins Wil und Umgebung bei der Landi Zuzwil statt. Die Mitglieder präsentieren ihre Braunviehkühe und Zuchtergebnisse gerne der Öffentlichkeit. Ab 9 Uhr werden die Tiere zur Schau gestellt. Anschliessend werden die Tiere beurteilt und am Nachmittag findet die Vorführung im Schauring statt. Auf die Kinder warten verschiedene Attraktionen wie Kinder-Plauschschwingen und ein Streichelzoo. In der Festwirtschaft wird für das leibliche Wohl gesorgt. Um 19 Uhr beginnt das Oktoberfest. Für gute Unterhaltung sorgt das Partyduo «Zaubermond» mit ihrer Volksmusik. Um 21 Uhr wird dann der Zuzwiler Regierungsrat Marc Mächler das Bierfass anstechen.

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Aus dem Gemeinderat: Fusion VRSG und Abraxas
Die Verwaltungsrechenzentrum AG St.Gallen (VRSG) und die Abraxas Informatik AG St.Gallen streben eine Fusion in zwei Schritten an. Künftig wollen sie gemeinsam den umfassenden «Rundum-Service» in Sachen IT von der Prozessberatung bis hin zum Massen-Output für öffentliche Verwaltungen weiter entwickeln und ausbauen. Der Gemeinderat unterstützt den Zusammenschluss und ist bereit, die VRSG-Aktien kostenlos in Aktien der Abraxas-VRSG Holding AG zu tauschen.

Aus dem WPH Lindenbaum: Personelles
Mit grossem Bedauern hat der Gemeinderat die Kündigung von Gino Caduff, Heimkoch, zur Kenntnis genommen. Er verlässt das WPH Lindenbaum per Ende November 2017 und stellt sich einer neuen Herausforderung. Der Gemeinderat und das Personal des WPH danken ihm für seinen Einsatz und wünschen für die Zukunft alles Gute.