Es seien allesamt ansprechende Tiere, loben die Richter und Experten an der Viehschau und geben ihr Kompliment an alle Landwirte weiter. Auch an dieser Viehschau werden ein Rinderchampion, ein Erstmelkchampion, die beste Mutter-Tochter-Verbindung oder die Siegerin in der Kategorie Schöneuter erkoren. Am Schluss der fast zweistündigen Ringauffuhr, der Höhepunkt: die Wahl zur neuen Miss Oberhelfenschwil. Und da entscheiden ganz kleine Nuancen und Details für «Erna», aus dem Stall von Mathias und Stefanie Jud (Necker). «Damit haben wir nun gar nicht gerechnet. Klar, man hofft, aber dass dann der Sieg an unsere Erna geht, ist unglaublich», sagt Matthias Jud nach der Siegerehrung. Seine neue Miss sei im Stall die Gemütlichkeit pur. «Eine wunderbare Kuh und nun auch Titelträgerin, super», freut sich das Ehepaar.

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Herrliche Viehschau in Oberhelfenschwil

Selten so ein Grossandrang

Diese Viehschau entfiel im vergangenen Jahr coronabedingt. Umso schöner also, dass solche traditionellen Anlässe wieder durchgeführt werden. Richard Tobler freut sich als OK-Chef besonders darüber: «Selten war der Publikumsaufmarsch so gross und zu diesem herrlichen Wetter braucht man gar nichts zu sagen. Dazu kommt die wirklich hohe Qualität der rund 400 Tiere hier. Starke Kühe und ein vereintes Dorf, so soll das sein.» Tatsächlich strömt fast die ganze Gemeinde auf das Areal. Kinder und Erwachsene verfolgen gespannt das Treiben und die Wahlen, aber nicht, ohne vorher eine Wurst vom Grill oder ein Stück Kuchen gespiesen zu haben. Und wer sich wirklich für die Tiere interessiert, der weiss jetzt was ein Voreuter, ein gutes Fundament, ein ausgeglichener Rahmen, ein guter Winkel oder hervorragende Euteranlagen sind. Die Viehschau-Wahlen, wie auch die Festwirtschaft, funktionieren auf kleinstem Raum, so kann der Besucher von den Sitzbänken aus die Tiere betrachten, die Gemütlichkeit geniessen und Freundschaften pflegen.