Am 28. März 2018 werden die Stimmberechtigten der evangelischen Kirchgemeinde Niederuzwil über eine praktisch ausgeglichene Jahresrechnung zu befinden haben. In der Kirchenvorsteherschaft werden Esther Eugster und Daniel Zülli zu ersetzen sein. Im Vorwort zum Amtsbericht macht sich Präsident Valentin Arnold unter dem Motto «quer denken – frei handeln – neu glauben» Gedanken zur Reformation. Nicht nur vor 500 Jahren, auch heute brauche es Erneuerung laufend, weil sich die Gesellschaft als Ganzes laufend verändere.Die evangelische Kirche büsse an Bedeutung ein. Deshalb müsse Altes losgelassen werden, ist der Präsident überzeugt, damit Neues angepackt werden könne. Dieser Prozess fordere auch unkonventionelle Vorgehensweisen. Quer zu denken falle oft schwer. Neue Ansätze weiterzuentwickeln setze gegenseitige Akzeptanz und Vertrauen voraus. Arnold ermuntert dazu, neue Wege mit reformatorischer Leidenschaft zu beschreiten.

Personelle Wechsel
Aus der Kirchenvorsteherschaft liegen die Demissionen von Esther Eugster, Vizepräsidentin und Ressortverantwortliche Diakonie und Senioren, sowie von Daniel Zülli, Ressortverantwortlicher Religionsunterricht und Familie, vor. Daniel Zülli hat auch die EDV-Anlagen betreut. Aus der Geschäftsprüfungskommission hat Heinz Grob demissioniert. Horst Häussermann tritt als Mitglied der Synode zurück.

Als neues Mitglied der Kirchenvorsteherschaft wird Roman Ferro vorgeschlagen. Eine zweite Person wird noch gesucht. Neues GPK-Mitglied soll Heinz Erismann werden. Für die Synode stellt sich Hanna Wartenweiler zur Verfügung.

Auf dem Sekretariat hat im Frühjahr 2017 Petra Rüttimann Verena Dornbierer abgelöst.

3403 Gemeindemitglieder
Die 3403 Mitglieder der evangelischen Kirchgemeinde Niederuzwil kommen aus folgenden Gemeinden: Uzwil (2673), Oberbüren (579), Lenggenwil (142), Niederbüren (7) und Oberuzwil (2).

20 Kinder sind im Berichtsjahr getauft worden. Im Vorjahr waren es 30. 17 Jugendliche sind konfirmiert worden, gegenüber 27 im Vorjahr.

4 Paare (Vorjahr 4) wurden getraut. 39 Personen (43) sind bestattet worden.

Die Zahl der Kirchenaustritte lag mit 59 Personen um 25 Personen höher als im Vorjahr.

Reformationsjubiläum
Zahlen spielen auch in Kirchgemeinden eine Rolle, aber nicht die Hauptrolle. Was zählt, ist die grosse beruflich und freiwillig geleistete Arbeit. Aus den Berichten der beiden Pfarrer Christoph Baumann und Marc Ditthardt, des Diakons Igor Mlaker, des Jugendarbeiters Jonas Gujer und der Ressortverantwortlichen lässt sich dass grosse Mass an Aufwand, Einsatzbereitschaft und Einsatzfreude erahnen, welches zur Erfüllung aller Aufgaben nötig war.

Neben einladend gestalteten Gottesdiensten seien Anlässe zum 500-Jahr-Jubiläum der Reformation, Konfirmanden- und Religionsunterricht, Lager für Jugendliche und Veranstaltungen für Senioren und ökumenische Bestrebungen herausgegriffen.

Begegnungsraum in der Kirche
Hinten im Kirchenraum ist durch Herausräumen einiger Bänke eine freundliche Empfangsatmosphäre geschaffen worden. Nach den Gottesdiensten kann hier auch der Gedankenaustausch gepflegt und Kaffee getrunken werden. In der Rechnung schlägt die Gestaltung dieses Raumes mit gut 4’500 Franken zu Buch. Im Budget sind 16'000 Franken für eine neue Bestuhlung samt Theke eingeplant.

Die neue Beschallungsanlage hat 30'400 Franken gekostet. 25'000 Franken sind für die Sanierung des Jugendhauses Hirzen aufgewendet worden.

Die Jahresrechnung 2017 schliesst bei Aufwand und Ertrag von je rund 2,28 Millionen Franken mit einem Fehlbetrag von knapp 1'500 Franken ab. Für das laufende Jahr wird mit einem Ertragsüberschuss von fast 40'000 Franken gerechnet.

Das Ergebnis aller Kollekten im Jahr 2017 belief sich auf gut 18'000 Franken.