Am Ende war eine zweite 1:2-Niederlage im zweiten Spiel dieses Jahres zu notieren. Hatten vor Wochenfrist in Vaduz über weite Strecken die positiven und vor allem erfrischend offensiven Eindrücke überwogen, so war davon gegen Stade Lausanne-Ouchy kaum mehr etwas zu sehen. Obwohl Trainer Ciriaco Sforza vor Spielbeginn im Interview per Platzlautsprecher gefordert hatte, die Mannschaft müsse die Komfortzone verlassen, geschah dies nicht – oder zumindest deutlich zu spät. Erst in der Schlussphase, und nach der Einwechslung von Stürmer Silvio, bekam der Auftritt der Gastgeber etwas mehr Zug nach vorne. Alles in allem war es aber zu wenig, um selbst den Aufsteiger und Tabellen-Achten aus der Waadt ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.

Die nicht einmal 600 Zuschauer mussten sich mehr als eine Halbzeit lang gedulden, bis die Wiler einen ersten Abschluss auf das gegnerische Tor fertigbrachten. Die erste Halbzeit war – in eben dieser Komfortzone – verstrichen, ohne dass sich die Äbtestädter eine Tormöglichkeit erspielt hätten. Stürmer Kwadwo Duah war vorne isoliert und bekam keine Bälle. Unerklärlich und überdurchschnittlich hoch war die Quote an einfachen Abspielfehlern im Aufbauspiel.

Wieder hat Fazliu die Füsse im Spiel

Da auch von Stade Lausanne-Ouchy nicht viel mehr kam, trug sich ein Spiel mit wenig Unterhaltungswert zu. Lange konnten die Wiler immerhin von sich sagen, Spiel und Gegner unter Kontrolle zu haben. Doch dann entwischte kurz vor der Pause Yanis Lahiouel nach einem Pass in die Schnittstelle der Wiler Abwehr und traf zur Gäste-Führung. Im dritten Spiel dieser beiden Teams im laufenden Championat war es der erste Treffer der Waadtländer.

So wurde die Wiler Aufgabe für die zweite Halbzeit weiter erschwert. Doch immerhin waren die Äbtestädter in diesem Spiel effizienter als zuletzt im Fürstentum. Nach knapp einer Stunde erzielten die Gastgeber den Ausgleich: erste Chance, erstes Tor. Valon Fazliu fabrizierte zuerst einen Doppelpass mit Mergim Brahimi und schickte dann Andrea Padula in die Tiefe. Dieser setzte sich energisch durch und erzielte in seinem zweiten Einsatz für die Wiler bereits seinen ersten Treffer. Noch deutlich markanter ist die Ausbeute von Passgeber Fazliu. Dieser war seit seiner Ankunft in Wil Anfang September des vergangenen Jahres in 14 Pflichtspiel-Einsätzen an 13 Treffern beteiligt. Achtmal traf er selbst, fünfmal gab er den Pass.

Nur noch ein Sieg aus acht Spielen

Doch noch bevor die Wiler gar an eigenen Führungstreffer denken konnten, lagen sie wieder in Rückstand. Nach gar leichtem Durchspiel konnte Dylan Tavares von links flanken und Roland Ndongo in der Mitte aus kurzer Distanz per Kopf einnetzen. Auch wenn die Gastgeber danach ihre Offensivbemühungen verstärkten, fanden sie den neuerlichen Ausgleich nicht mehr.

Statt noch einmal frischen Mut zu schöpfen und mit einem Sieg bis auf vier Punkte an den Barrage-Platz aufzuschliessen, droht dem FC Wil nach der dritten Heimniederlage dieser Saison der Fall in die untere Tabellenhälfte. Die Entwicklung kann nicht zufriedenstellen, auch wenn der Filter des jugendlichen Alters dieser Mannschaft über die Beurteilung der Gesamtsituation zu legen ist. Nur noch ein Sieg aus den letzten acht Spielen ist ein deutliches Verdikt. Dass es die Mannschaft besser kann, hat sie im vergangenen Herbst mehrfach unter Beweis gestellt. Es ist Zeit, sich aus der Komfortzone zu lösen.

Die wichtigsten Szenen des Spiels: (Quelle: www.sfl.ch)

 
Die drei Tore in der Kurz-Zusammenfassung des Spiels.

Resultate, Challenge League, 20. Runde:
Wil – Stade Lausanne-Ouchy 1:2
Aarau - Schaffhausen 1:2
Lausanne-Sport - Kriens 2:0
Winterthur - Chiasso 3:2
Grasshoppers – Vaduz 1:2

FC Wil 1900 – FC Stade Lausanne-Ouchy 1:2 (0:1)

Bergholz: 590 Zuschauer. – Sr: Turkes.

Tore: 41. Lahiouel 0:1. 58. Padula 1:1. 60. Ndongo 1:2.

FC Wil 1900: Mossi; Rohner, Schmied, Kamberi, Schmid; Muntwiler, Abedini (54. Krasniqi); Brahimi (69. Silvio), Fazliu, Padula (75. Bosic); Duah.

FC Stade Lausanne-Ouchy: Barroca; Danner, Mfuyi, Le Pogam, Tavares; Laugeois, Gaillard (46. Amdouni); Ndongo (67. Delley), Gazzetta (72. Mutombo), Perrier; Lahiouel (84. Dalvand).

Bemerkungen: Wil ohne Traber (krank), Klein, Schäppi, Wörnhard (verletzt), Kostadinovic, Sejdija, Ismaili und Beka (nicht im Aufgebot). Stade Lausanne-Ouchy ohne Manière, Parapar, Eleouet, Abdullah, Samadjeu (verletzt), Vukovic und Moreira (nicht im Aufgebot). – Verwarnungen: 35. Laugeois (Foul), 43. Lahiouel (Reklamieren). 68. Tavares (Foul). 68. Brahimi (Unsportlichkeit). 73. Amdouni (Foul). 88. Rohner (Unsportlichkeit).

Rangliste:
1. Lausanne-Sport 20/43. 2. Grasshoppers 20/34. 3. Vaduz 20/32. 4. Kriens 20/29. 5. Winterthur 20/28. 6. Wil 20/27. 7. Aarau 20/25. 8. Stade Lausanne-Ouchy 20/24. 9. Schaffhausen 20/20. 10. Chiasso 20/13.

Nächste Spiele (21. Runde):
Freitag, 7. Februar: Stade Lausanne-Ouchy – Grasshoppers (20.00 Uhr).
Samstag, 8. Februar: Schaffhausen – Winterthur (17.00 Uhr), Kriens – Wil (17.30 Uhr).
Sonntag, 9. Februar: Chiasso – Lausanne-Sport (14.30 Uhr), Aarau – Vaduz (15.00 Uhr).

Die Stimmen zum Spiel: (Quelle: www.fcwil.ch)

 
Joel Schmied und Silvio schlagen selbstkritische Töne an.

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Der Liveticker:

Für heute soll es das gewesen sein mit diesem Liveticker. Haben Sie noch einen schönen Samstagabend. Bis bald auf hallowil.ch.

Weiter geht es für den FC Wil am kommenden Wochenende mit dem Auswärtsspiel gegen den SC Kriens. Gespielt wird am Samstag, 8. Februar um 17.30 Uhr im Stadion Kleinfeld in Kriens. Auch von dieser Partie berichtet hallowil.ch mit einem Liveticker.

Schlussfazit: Die Wiler verlieren gegen den FC Stade Lausanne-Ouchy verdient mit 1:2. Zu viele Fehler leisten sich die Gastgeber und zu wenig offensiv agieren Sie. Die Gäste aus Lausanne spielen nicht besser als die Wiler, waren aber in den entscheidenden Momenten präsenter und machten aus zwei Chancen zwei Tore. Die Wiler verpassen es somit, von der Niederlage der Grasshoppers zu profitieren. Soll beim nächsten Spiel etwas Zählbares rausschauen, muss eine deutliche Leistungssteigerung her.

Schlusspfiff im Berholz. Der FC Wil verliert gegen den FC Stade Lausanne-Ouchy mit 1:2.

92. Minute: Die Lausanner sind dem dritten Treffer näher als die Wiler dem Ausgleich.

91. Minute: Mindestens vier Minuten werden nachgespielt.

90. Minute: Amdouni mit einem Abschluss: Mossi hat aber keine Probleme, den Schuss aus gut 20 Metern zu halten.

88. Minute: Rohner gerät mit einem Mann von der Bank der Lausanne aneinander. Beide sehen dafür vom Schiedsrichter die gelbe Karte.

86. Minute: Duah versucht es mit einem Schuss aus der Distanz: Barroca hat aber keine Probleme, den Ball zu halten.

85. Minute: Und noch eine Chance für die Wiler: Rohner lanciert mit einem langen Ball Fazliu. Dieser kommt zwar an den Ball, bringt ihn aber nicht unter Kontrolle. So können die Gäste die Situation klären.

84. Minute: Vierter und letzter Wechsel bei den Gästen: Lahiouel verlässt das Feld und macht Platz für Dalvand.

81. Minute: Freistoss aus dem Halbfeld von Fazliu: Silvio kommt an den Ball, sein Abschluss wird aber noch geblockt.

79. Minute: Und gleich nochmals die Wiler: Duah kommt über die linke Seite. Statt den Ball zum mitgelaufenen Fazliu zurückzulegen, versucht er es auf eingene Faust und scheitert an Torhüter Barroca.

78. Minute: Krasniqi mit einem Energieanfall. Er tankt sich durch die Verteidigung der Gäste durch, wird dann aber noch entscheidend abgedrängt. Sein Abschluss landet im Aussennetz.

76. Minute: Ich würde Ihnen an dieser Stelle gerne mehr berichten als gelbe Karten und Wechsel. Das Spiel gibt aber schlicht nicht mehr her.

75. Minute: Der nächste Wechsel bei den Wilern: Padula geht vom Feld und macht Platz für Bosic.

74. Minute: Die nächste gelbe Karte. Amdouni sieht sie nach einem Foul an Padula.

72. Minute: Dritter Wechsel bei den Lausannern: Für Gazzetta spielt neu Mutombo.

69. Minute: Zweiter Wechsel bei den Wilern: Geburtstagskind Silvio kommt für den eben verwarnten Brahimi aufs Feld.

69. Minute: Nach einem Zusammetreffen von Brahimi und Tavaeres sehen beide Spieler die glebe Karte.

67. Minute: Zweiter Wechsel beim FC Stade Lausanne-Ouchy: Ndongo macht Platz für Delley.

62. Minute: Nur gerade 590 Zuschauer sind heute im Bergholz.

60. Minute: TOOOOR für den FC Stade Lausanne-Ouchy durch Ndongo zum 1:2. Da ist die neuerliche Führung für die Gäste. Nach einer schönen Flanke von Tavares köpft Ndongo völlig freistehend aus fünf Metern ein.

58. Minute: TOOOOOOOOOR für den FC Wil durch Padula zum 1:1. Wie die Jungfrau zum Kind kommt hier der FC Wil zum Ausgleich durch Padula. Nach einem Steilpass von Fazliu taucht der Wiler Neuzugang frei vor Torhüter Barocca auf und erzielt den Ausgleich.

54. Minute: Erster Wechsel nun auch bei den Wilern: Für Abedini kommt Krasniqi.

53. Minute: Und da ist er tatsächlich: Der erste Schuss aufs Tor der Wiler. Padula bringt eine Flanke in den Strafraum, die an Freund und Feind vorbeisegelt, Barroca aber keine Probleme.

49. Minute: Auch weiterhin reiht sich Fehlpass an Fehlpass. Kämpferisch sind die Gäste eindeutig stärker als die Wiler.

46. Minute: Die Gäste aus Lausanne haben in der Halbzeit einen Wechsel vorgenommen. Gaillard ist in der Kabine geblieben. Für ihr spielt Amdouni.

46. Minute: Anpfiff zur zweiten Halbzeit.

Pausenfazit: Weder die Wiler noch die Lausanner trugen zu einem guten Spiel bei. Beide Mannschaften schafften es nur selten,  mehr als drei Pässe zum eigenen Mann zu spielen, zu hoch war die Fehlerquote auf beiden Seiten. Mit dem einzigen Schuss aufs Tor gingen die Gäste in Führung. Die Wiler konnten in der ersten Halbzeit keinen einzigen Schuss aufs Gehäuse der Waadtländer verbuchen. Wollen die Wiler hier im Regen noch etwas mitnehmen, so muss eine deutliche Leistungssteigerung her in der zweiten Halbzeit.

45. Minute: Der Schiedsrichter bittet pünktlich zum Pausentee. Die Wiler gehen mit einem 0:1-Rückstand in die Kabine.

44. Minute: Und nochmals tritt Lahiouel in Szene. Diesmal sieht er aber wegen Reklamierens die gelbe Karte vom Schiedsrichter.

42. Minute: TOOOOOR für den FC Stade Lausanne-Ouchy durch Lahiouel zum 0:1. Es wird mit einem Steilpass lanciert und taucht alleine vor Mossi auf. Er schiebt den Ball flach in die rechte Ecke am Torhüter der Wiler vorbei.

41. Minute: Schiedsrichter Turkes bittet Padula zum pädagogischen Zwiegespräch, nachdem sich der Neo-Wiler zu heftig beim Schiedsrichter beschwert hatte.

38. Minute: Mal wieder ein Wiler Ansatz: Fazliu lanciert Duah mit einem langen Ball. Aber auch diesmal kommt Barroca gut aus dem Tor und ist wieder knapp vor Duah am Ball.

35. Minute: Erste Verwarnung des Spiels: Laugeois sieht nach einem Foul an Abedini die gelbe Karte.

32. Minute: Eckball für die Gäste: Aber auch dieser bringt keine Gefahr vor das Wiler Tor. Es war übrigens bereits der siebte Eckball für die Lausanner.

30. Minute: Erster Eckball für Wil: Muntwiler fällt im Strafraum, die Pfeife des Scheidsrichters bleibt aber stumm. Auch die Proteste der Wiler halten sich in Grenzen.

27. Minute: Die grösste Chance des Spiels bis anhin. Und sie gehört den Gästen. Danner tankt sich auf der rechten Seite durch und spielt den Ball in die Mitte zu Lahiouel. Dieser schafft aber das Kunststück, den Ball aus drei Metern nicht im Tor unterzubringen.

24. Minute: Die Lausanner werden offensiver. Es scheint, als hätte die Chance von Duah die Gäste eher wachgerüttelt als die Wiler.

21. Minute: Die erste halbwegs gefährliche Aktion der Wiler. Duah wird mit einem langen Ball aus dem Mittelfeld lanciert, Barroca kommt aber gut aus dem Tor und hat den Ball knapp vor Duah.

15. Minute: Die gefährlichste Aktion der Gäste: Mossi will Schmied lancieren, Laugeois geht aber dazwischen und kann den Ball erobern. Es gibt Eckball für die Gäste. Dieser bringt aber Nichts ein.

13. Minute: Die Wiler versuchen offensiv Akzente zu setzten, ohne aber in die heisse Zone der Lausanner zu gelangen.

10. Minute: Erster Abschluss der Gäste: Rohner bringt das Bein aber noch dazwischen. Es gibt Eckball. Gaillard versucht es aus der zweiten Reihe. Der Ball geht aber weit am Tor vorbei.

5. Minute: Viel passiert ist in diesem Spiel noch nicht. Beide Mannschaften schieben sich in der Verteidigung den Ball zu.

2. Minute: Erste Aktion der Wiler: Padula steht aber nach dem Pass von Muntwiler im Abseits.

1. Minute. Schiedsrichter Turkes pfeifft das Spiel an.

Die Mannschaften sind da. Gleich geht es los. Viel Spass mit FC Wil gegen FC Stade Lausanne-Ouchy.

Geleitet wird das Spiel vom Luzerner Schiedsrichter Mirel Turkes.

Gäste-Trainer Binotto hat sich ebenfalls für ein 4-2-3-1-System entschieden. Im Tor steht Barroca. Die Abwehr bilden von rechts nach links Captain Danner, Mfuyi, Le Pogam und Tavares. Im defensiven Mittelfeld agieren Laugeois und Gaillard. Das offensive Mittelfeld bestücken von rechts her gesehen Ndongo, Gazzetta und Perrier. Einziger Stürmer ist Lahiouel.

Die Aufstellungen sind bekannt. Wils Trainer Sforza hat sich für ein 4-2-3-1-System entschieden. Im Tor steht Mossi. In der Verteidigung spielen von rechts her gesehen Rohner, Schmied, Kamberi und Schmid. Im defensiven Mittelfeld agieren Captain Muntwiler und Abedini. Offensiv im Mittelfeld spielen von rechts nach links Brahimi, Fazliu und Padula. Einziger Stürmer ist Duah.

Guten Fussball-Vorabendabend, geschätzte Freunde des runden Leders. Herzlich willkommen aus dem Wiler Südquartier zur 20. Runde der Challenge League. Der FC Wil empfängt heute den FC Stade Lausanne-Ouchy. Durch die Niederlage der Grasshoppers von gestern Abend gegen den FC Vaduz hat der FC Wil heute die Möglichkeit, mit einem Sieg bis auf vier Punkte an den Barrage-Platz heranzurücken. Hoffen wir auf einen unterhaltsamen Anlass hier im Bergholz. Pascal Ibig führt Sie durch die Partie.

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Die Vorschau:

Mit dem FC Stade Lausanne-Ouchy verbindet der FC Wil zwei völlig unterschiedliche Gefühlswelten. In der Challenge League siegten die Äbtestädter in der Hinrunde mit 2:0 und auswärts gar mit 3:0. Vier Tore und einen Assist steuerte Filip Stojilkovic bei, der zum Ende der Winterpause an den FC Sion aus der Super League verkauft worden ist. Noch nicht ganz vergessen ist allerdings auch das peinliche Cup-Out gegen denselben Gegner unter türkischer Führung im Sommer 2016. Zwei Ligen Unterschied trennten damals die beiden Vereine noch.

Nun treffen sich zwei Mannschaften, die im Grundsatz mit dem bisher Erreichten zufrieden sein dürfen. Hier der FC Wil, der sich mit der jüngsten Mannschaft der Liga in der oberen Tabellenhälfte klassiert. Dort «SLO», das schon acht Punkte Vorsprung hat auf Schlusslicht Chiasso und somit auf gutem Weg ist, den Ligaerhalt einigermassen problemlos sicherzustellen.

Die Wiler:

Bei den Wilern gibt es zwei Möglichkeiten, wie man die aktuelle Lage sehen kann. Die positive Sichtweise: Auch nach dem Abgang des besten Torschützen Stojilkovic hat der FC Wil am vergangenen Sonntag in Vaduz einen ansprechenden und erfrischend offensiven Auftritt an den Tag gelegt. Zumindest ein Punkt wäre durchaus möglich gewesen. Die negative Sichtweise: Von den vergangenen sieben Partien haben die Äbtestädter nur noch eine gewonnen. Platz zwei ist, zumindest vorderhand, aus dem Blickfeld gerückt.

Auch wenn bei Trainer Ciriaco Sforza und der Vereinsführung die Weiterentwicklung der Spieler oberste Priorität geniesst, so stehen nun Spiele an, bei welchen auch die Resultate in den Fokus zu nehmen sind und Punkte erwartet werden. Die nächsten vier Gegner heissen der Reihe nach Stade Lausanne-Ouchy, Kriens, Schaffhausen und Chiasso.

Der Neue:

 
Argtim Ismaili wurde diese Woche von der U20-Auswahl in Fanionteam befördert. Im Interview sagt er, für welchen grossen Klub sein Herz schlägt.

Die Lausanner:

Sportlich ist die Mannschaft von Trainer Andrea Binotto konkurrenzfähig, was ihr nicht viele zugetraut hätten. Mit 21 Punkten aus 19 Spielen ist der Aufsteiger im Soll. Und dies, obwohl zwischen Ende September und Anfang Dezember eine Serie mit sieben Spielen ohne Sieg resultiert hatte.

Allerdings werden sie sich beim Aufsteiger früher oder später grundsätzliche Frage stellen müssen, wie es nach mehreren Jahren in der Challenge League auch der FC Le Mont Lausanne getan hatte. Genau wie Le Mont, das jeweils im Exil von Baulmes antreten musste, darf auch Stade Lausanne-Ouchy nicht auf dem eigenen Platz in Vidy ran und muss nach Nyon ausweichen. Mit der Konsequenz: Mit Ausnahme des Derbys gegen Leader Lausanne-Sport, das humorlos mit 3:0 gewonnen wurde, kamen noch nie 500 Zuschauer an ein Heimspiel – auch nicht gegen die Grasshoppers.