Mitte August 2017 starteten die Bauarbeiten am Zuzwiler Glasfasernetz. Nun ist ein Etappenziel erreicht: Die ersten 95 Nutzungseinheiten werden freigegeben. Die Bewohnerinnen und Bewohner in den Gebieten «Sunnepark» und «Grünring» können als erste in der Gemeinde Zuzwil Dienste über das Glasfasernetz beziehen.

«Sunnepark» und «Grünring» erste Anschlüsse
Nachdem die Zuzwiler Stimmbürgerinnen und Stimmbürger im Juli 2016 der Umsetzung eines flächendeckenden Glasfasernetzes FTTH «Fiber to the Home» zugestimmt haben, konnte nach umfangreichen Planungs- und Vorbereitungsarbeiten Mitte August 2017 mit den Bauarbeiten gestartet werden. Nun ist ein erstes Etappenziel erreicht: 95 Nutzungseinheiten respektive 23 Gebäude in den Gebieten «Sunnepark» und «Grünring» sind an das neue Glasfasernetz angeschlossen.

Nebst den Inhouse-Installationen wurden auch Zuleitungen bis zur Swisscom-Zentrale erstellt, Verteilkästen aufgestellt sowie technische Komponenten im Swisscom-Gebäude eingebaut. Die Umstellung erforderte zudem eine neue Fernsehsignaleinspeisung, welche Ende November Anpassungen auf dem Netz der Ortsgemeinschaftsantennenanlage (OGA) zur Folge hatte. Unter anderem wurden auf diesen Zeitpunkt hin die analogen Fernsehprogramme in der Umgebung abgeschaltet.

Freigabe FTTH Anschluss 1. Etappe
Mitte Dezember 2017 erfolgt die technische und formelle Freigabe des Glasfaseranschlusses in den besagten Gebieten. Die Freigabe ist an verschiedene vertragliche Bedingungen geknüpft. So dürfen die Kundinnen und Kunden beispielsweise erst ab diesem Zeitpunkt mit Werbung und Angeboten bedient werden.

Angebote auf Glasfasernetz
Mit dem Glasfaseranschluss haben Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, aus einer Dose verschiedene Dienste von verschiedenen Anbietern zu beziehen. Seitens zuzwil.net sind vorläufig Angebote der Leucom Frauenfeld abrufbar. Mit weiteren Dienstanbietern laufen Verhandlungen.

Nebst dem Glasfaseranschluss können die Dienste auf dem bestehenden Koaxialkabel voraussichtlich bis Ende 2022 weiter bezogen werden. Bis dahin besteht ein Parallelbetrieb. Es wird nicht «automatisch» auf Glasfaser umgestellt. Zur Nutzung des Anschlusses ist beim entsprechenden Anbieter ein Abonnement zu bestellen, welcher auch die Anschlussbox liefert. Der bestehende OGA-Anschluss ist alsdann bei der Gemeinde zu künden. Das Formular kann auf der Homepage der Gemeinde (Energie und Entsorgung / Fernsehen/Radio) unter Downloads heruntergeladen oder bei der EW-Verwaltung, Telefon 058 228 28 88, bestellt werden.

Umsetzung im Jahr 2018
Die aktuelle Aufschaltung beinhaltet nur einen kleinen Bereich des Sektors A. Im Jahr 2018 steht die Erschliessung der restlichen 440 Nutzungseinheiten in diesem Sektor an. Die Tiefbauarbeiten für den Einzug der Glasfasern in den EW-Rohranlagen sind abgeschlossen.

Die Freischaltung des Gebiets westlich der Unterdorfstrasse ist Mitte Jahr 2018 geplant, der östliche Teil wird bis Ende 2018 abgeschlossen. Zurzeit werden die Inhouse-Installationen im Gebiet Hofäcker ausgeführt. Die Mieterinnen und Mieter werden jeweils mit einem Flugblatt über die anstehenden Arbeiten in Kenntnis gesetzt.

Ausblick Etappen 2019 und 2020
Die Reihenfolge der Erschliessung der verschiedenen Sektoren wird zusammen mit der Swisscom, der Leucom sowie der Gemeinde im Rahmen einer rollenden Planung festgelegt. Dabei müssen verschiedene Faktoren wie die Bau-, Planungs-, und Kosteneffizienz, der jeweilige Baufortschritt sowie geschäftsrelevante Wünsche der Partner berücksichtigt werden.

Im Jahr 2019 werden die Arbeiten im «Sektor D» (Gebiet Züberwangen) und im Jahr 2020 im «Sektor C» (Gebiete Sonnenberg, Lenter, Zuckenrieter- sowie Oberdorfstrasse (nördlich Ifangstrasse)) weitergeführt.

Vorbereitung Etappe 2019
Für den «Sektor D» laufen bereits erste Vorbereitungen. Sämtliche Grundeigentümer im Gebiet Züberwangen erhalten im ersten Quartal 2018 die Vereinbarung über den Glasfaseranschluss.

Die Unterzeichnung der Vereinbarung, welche auf der Basis des Standardvertrags des Hauseigentümerverbandes (HEV) beruht, bildet die Grundlage, dass das Objekt an das Glasfasernetz angeschlossen wird. Zudem werden wiederum Sprechstunden angeboten. Entsprechende Informationen dazu folgen zu einem späteren Zeitpunkt.

WEITERE THEMEN
Öffnung Adventsfenster

Am Freitag, 15. Dezember 2017, 18 Uhr, wird das Adventsfenster beim Gemeindehaus geöffnet. Die Bevölkerung ist eingeladen, bei der Fensteröffnung dabei zu sein.
Aus dem Gemeinderat

***

ARA – Massnahmen 2018
Gemäss Finanzplan 2018 bis 2025 stehen bei der Abwasserreinigungsanlage im Jahr 2018 verschiedene Einzelmassnahmen an. Einerseits müssen der Kettenräumer sowie die Rücklaufschlamm-Pumpe ersetzt werden, andererseits müssen die alten Gasmelder aus Altersgründen ersetzt und ins Prozessleitsystem übernommen werden. Im Zusammenhang mit dem Projekt «Zusammenschluss ARA» stehen zudem weitere Projektarbeiten an. Insgesamt werden für diese Massnahmen 90‘000 Franken ins Budget 2018 eingestellt.

Heimtaxen leicht angepasst
Auf Antrag der Heimkommission hat der Gemeinderat die Taxordnung 2018 genehmigt. Die Pensionspreise werden bis auf eine Ausnahme auf dem Niveau des Vorjahres belassen. Im Neubau werden ab 1. Januar 2018 für die Nord- und die Südzimmer dieselben Preise verrechnet. Diese Preiserhöhung wird damit begründet, weil die Nachfrage nach beiden Zimmern ausserordentlich hoch ist und die Zimmer gleichwertig sind. Im «Türmlihus» wurde schon bisher der selbe Preis in Rechnung gestellt. Die Betreuungstaxen werden in sämtlichen Stufen um vier Franken erhöht, im Gegenzug fallen die Mittel- und Gegenständeliste-Beiträge weg. Die Bewohnerinnen und Bewohner wurden über die Anpassungen informiert.

***

Umstellung auf UFB
Die Haus-zu-Haus-Sammlung gehört der Vergangenheit an. In den Jahren 2016 und 2017 wurden auf dem gesamten Gemeindegebiet 37 Unterflurbehälter in Betrieb genommen. Der Kostenanteil der Gemeinde beträgt netto rund 49‘900 Franken.

Die Umsetzung des Konzeptes «Einführung von Unterflurbehältern» (UFB) ist fast abgeschlossen. Auf dem gesamten Gemeindegebiet wurden insgesamt 30 vollversenkte und sieben halbversenkte UFB versetzt. Einzig im Gebiet Sonnenberg ist der Standort von zwei UFB noch offen, da ein Rechtsverfahren hängig ist.

Erfolgreiche Umstellung
Viele positive Rückmeldungen zeigen, dass sich die Systemumstellung gelohnt hat. Zu Beginn kam es teilweise zu überfüllten Behältern, was darauf zurückzuführen war, dass der Abfall von anderen Quartieren und Gemeindeteilen an die jeweiligen Standorte transportiert wurde. Zwischenzeitlich konnte die Umstellung jedoch erfolgreich abgeschlossen werden.

Kostenabrechnung
Die Kosten für die UFB belaufen sich auf rund 285‘000 Franken. Der Zweckverband Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) hat erfreulicherweise einen deutlich höheren Pauschalbeitrag als ursprünglich geplant ausgerichtet. So beträgt der Nettoanteil der Gemeinde Zuzwil rund 49‘900 Franken. Im Jahr 2015 ging der Gemeinderat von einem Beitrag von 135‘000 Franken aus.