Im vierten Spiel der Saison hat es die älteste Nachwuchsmannschaft des FC Wil erstmals erwischt. Und dies trotz spielerischer Überlegenheit. Bei der 2:4-Pleite in Amriswil schlugen sich die jungen Wiler selbst. Drei Eigenfehler führten zu drei Gegentoren schon vor dem Seitenwechsel. Dass die Äbtestädter zu jenem Zeitpunkt noch im Spiel waren, lag an zwei Treffern von Ilaz Ilazi, wovon einer per Penalty erzielt wurde. Zu dieser turbulenten ersten Halbzeit gehörten auch zwei Platzverweise in einer Aktion bei einem Gerangel – je einer pro Team. Bei den Wilern erwischte es Captain Argtim Ismaili mit Gelb-Rot. Da nach der Pause auch noch Lars Traber mit der Ampelkarte von dannen zog, mussten die Gäste für über eine halbe Stunde in Unterzahl auskommen. Als die Thurgauer zu Beginn der Schlussphase auf 4:2 stellten, war die Partie gelaufen – und die ersten Wiler Punktverluste dieser Saison unvermeidbar. Statt wieder die Leaderposition von Seuzach zu übernehmen, schloss Amriswil zu den Äbtestädtern auf.

Die Niederlage kommt insofern überraschend, als dass mit Gianluca Tolino, Mattia Celant, Ismajl Beka, Lars Traber, Jan Wörnhard, Argtim Ismaili und Ajet Sejdija gleich sieben Spieler in der Startformation standen, die zumindest zum erweiterten Kader des Fanionteams gehören. 

Der FC Uzwil dreht das Spiel spät

Nachdem der FC Uzwil vor gut zwei Wochen zu einem Sieg am grünen Tisch gekommen war, da Gegner United Zürich mangels vorhandener Spieler gar nicht erst antrat, hat es nun auch sportlich erstmals geklappt. Noch eine Viertelstunde vor Schluss waren allerdings drei Uzwiler Punkte in weiter Ferne gewesen. Denn schon früh hatte Andrea Lo Re, der vergangene Saison noch für den FC Uzwil auf Torjagd gegangen war, den FC Widnau in Führung gebracht. Noch keine vier Minuten waren zu jenem Zeitpunkt gespielt.

Dieses Verdikt hatte auf der Aegeten auch zu Beginn der Schlussphase noch Bestand, weil Uzwils Kristian Nushi zweimal den Pfosten getroffen hatte und die aufsässige Art der Gastgeber soweit aufging. Doch dann sorgten zwei Uzwiler Routiniers mit je einem Kopfballtor für die umjubelte Wende. Zuerst traf Captain Ifraim Alija, der noch vor Wochenfrist beim 0:0 in Chur in der Schlussphase zweimal den Siegtreffer auf dem Kopf und am Freitag seinen 34. Geburtstag gefeiert hatte, zum Ausgleich. Sechs Minuten später war der erster Saisontreffer des mittlerweile 37-jährigen Nushi gleichbedeutend mit dem ersten Auswärtssieg der Saison. «Mich freut am meistens, dass uns die Wende geglückt ist. Zum ersten Mal in dieser Saison hat man die Winner-Gene gesehen», sagte Uzwils Trainer Sokol Maliqi.

Schmach für den FC Bazenheid

Dass der Saisonstart für den FC Bazenheid holprig werden könnte, war aufgrund des ziemlich grossen Umbruchs diesen Sommer fast schon zu erwarten. Dass aus den ersten drei Heimspielen gegen Widnau, Kreuzlingen und Rüti aber kein einziger Punkt und ein Torverhältnis von 3:11 resultieren würden, das ist dann doch weniger als erwartet. Nachdem die Toggenburger unter der Woche auswärts bei Calcio Kreuzlingen die ersten drei Punkte der Saison eingefahren hatten, folgte gegen die Zürcher Oberländer die grosse Ernüchterung. Gleich mit 0:5 musste man sich geschlagen geben – und dies gegen einen Gegner, der zuvor aus drei Spielen nur einen Zähler geholt hatte.

Bereits früh geriet Bazenheid nach zehn Minuten in Rückstand. Als dann in der zweiten Halbzeit zehn Minuten gespielt waren, war die Sache bereits entschieden. Mit zwei Treffern innerhalb von drei Zeigerumdrehungen kurz nach dem Seitenwechsel machten die Gäste alles klar. Als Taulant Syla in der Schlussphase nach zwei Treffer obendrauf setzte, war die Bazenheider Schmach perfekt. Rüti hatte neben Syla in der Person von Pleurat Hoxhaj noch einen zweiten Doppeltorschützen. Damit rutscht die Bazenheider Equipe wieder unter den Strich auf einen Abstiegsplatz.

Resultate 2. Liga interregional, Gruppe 6, 4. Runde:
Amriswil - Wil U20 4:2
Widnau - Uzwil 1:2
Bazenheid – Rüti 0:5
Bassersdorf - Chur 5:2
Kreuzlingen – Calcio Kreuzlingen 3:0
Lugano U21 – United Zürich 6:0
Weesen – Seuzach 0:4

Rangliste:
1. Seuzach 4/10. 2. Wil U20 4/9. 3. Amriswil 4/9. 4. Bassersdorf 4/7. 5. Uzwil 4/7. 6. Chur 4/7. 7. Kreuzlingen 4/7. 8. Calcio Kreuzlingen 4/6. 9. Lugano U21 4/4. 10. Rüti  4/4. 11. Widnau 4/4. 12. Weesen 4/3. 13. Bazenheid 4/3. 14. United Zürich 4/0.

Nächste Spiele (5. Runde):
Samstag, 7. September: Chur – Lugano U21 (16.00 Uhr), United Zürich – Weesen (16.00 Uhr), Seuzach – Amriswil (17.00 Uhr), Calcio Kreuzlingen – Widnau (18.00 Uhr).
Sonntag, 8. September: Uzwil – Bassersdorf (15.00 Uhr), Rüti – Kreuzlingen (15.00 Uhr), Wil U20 – Bazenheid (16.00 Uhr).

Spektakel-Sieg für den FC Sirnach

In der 2. Liga regional schaffte der FC Sirnach Bemerkenswertes. Im Auswärtsspiel gegen Wängi lag er nach einer halben Stunde mit 0:4 zurück und war drauf und dran, in ein ähnliches Debakel zu schlittern wie sechs Tage zuvor, als er Absteiger Frauenfeld zuhause gleich mit 0:7 unterlegen war. Doch dann folgte eine unglaubliche Phase mit sechs Sirnacher Toren in weniger als einer halben Stunde. Aus einem 0:4-Rückstand war bis zur 66. Minute eine 6:5-Führung geworden. 11 Tore in 66 Minuten. Das entspricht alle sechs Minuten ein Treffer. Da war fast schon als langweilig zu bezeichnen, dass bis Spielende dann nur noch ein Tor fiel. Da es die Sirnacher erzielten und sie auf 7:5 stellten, war der erste Sieg unter Trainer Sawwas Exouzidis, als Aktiver für solide Defensivarbeit bekannt, Tatsache.

Der SC Bronschhofen ging im Auswärtsspiel gegen die Uzwiler Serben zwar zweimal Führung, musste sich aber schliesslich doch mit 2:4 geschlagen geben. Die Gastgeber drehten die Partei mit drei Treffern innerhalb von 20 Minuten. Zudem profitierten sie von einem Platzverweis gegen den Bronschhofer Raphael Schwager eine Viertelstunde vor Schluss. Die beiden siegbringenden Tore fielen in Überzahl. Somit ist Bronschhofen der Saisonstart missglück: zwei Meisterschaftsspiele und nur ein Punkt sowie das frühe Out in der Cup-Qualifikation.

Resultate 2. Liga regional, Gruppe 2, 2. Runde:
Uzwil Serben – Bronschhofen 4:2
Wängi – Sirnach 5:7
Frauenfeld - Linth II 3:3
Winkeln - Rapperswil-Jona II 2:7
Eschenbach - Abtwil-Engelburg 4:1
Schmerikon – Wattwil Bunt 2:2

Rangliste:
1. Frauenfeld 2/4. 2. Eschenbach 2/4. 3. Schmerikon 2/4. 4. Linth II 2/4. 5. Rapperswil-Jona II 2/4. 6. Uzwil Serben 2/3. 7. Abtwil-Engelburg 2/3. 8. Sirnach 2/3. 9. Wattwil Bunt 2/2. 10. Bronschhofen 2/1. 11. Wängi 2/0. 12. Winkeln 2/0.

Nächste Spiele (3. + 11. Runde):
Mittwoch, 4. September: Bronschhofen – Winkeln (20.00 Uhr), Wängi – Wattwil Bunt (20.00 Uhr).
Samstag, 7. September: Abtwil-Engelburg – Schmerikon (16.00 Uhr), Bronschhofen – Frauenfeld (17.00 Uhr), Wattwil Bunt – Winkeln.
Sonntag, 8. September: Sirnach – Eschenbach (14.00 Uhr), Linth II – Wängi (14.00 Uhr), Rapperswil-Jona II – Uzwil Serben (16.00 Uhr).