Der Initiative von Don Albert Demaj von der Albanischen Mission Sirnach verdankt die Kath. Kirchgemeinde Wil das Ereignis, als erster Ort in der Schweiz eine Mutter Teresa-Statue präsentieren zu können. Die vor 20 Jahren verstorbene und vor Jahresfrist heiliggesprochene Schwester des Frauenordens der Missionarinnen der Nächstenliebe erfährt weltweit grosse Verehrung. Am Samstag fand in der St.Peterkirche Wil der Festgottesdienst zur Einweihung statt mit nachfolgender Segnung der Bronze-Statue auf dem Petersplatz. Im Stadtsaal folgten Präsentationen und Reden, darunter eine Vorstellung des Lebens von Mutter Teresa als Bühnenspiel.Gemessen an der denkwürdigen Einweihungsfeier der Statue Mutter Teresa auf dem Kirchplatz von St.Peter in Wil herrscht in der Albanischen Mission Sirnach und den dazu gehörenden Mitgliedern ein tiefer Verehrungswille für Mutter Teresa. Der zuständige Seelsorger Don Albert Demaj setzte sich zusammen mit Franklin Munishi für das Erreichen eines Verehrungsortes ein. Bei der Kath. Kirchgemeinde Wil fanden sie ein offenes Ohr, an einem grösseren Ort, mitten auf dem Kirchplatz von St. Peter die Statue aufstellen zu können.

Wil beherbergt damit als erster Ort in der Schweiz eine lebensgrosse Mutter Teresa Statue. Mit der Anwesenheit des Kosovaren Bischofsvikar Lush Gjergji, der auch den Festgottesdienst leitete, erhielt der Stellenwert für die Statue besondere Betonung. Seitens der Albanischen Mission hatte man sich auch für eine festliche Umrahmung des Gottesdienstes eingesetzt mit den Gesängen des Albanischen Herz Jesu Chors und dem Auftritt von Solisten an Violine und mit Gesang.

Prägender Gottesdienst für Mutter Teresa
Zum Festgottesdienst erschienen Besucher in so grosser Zahl, dass die Kirche St. Peter sie nicht alle fassen konnte. Begleitet mit Jugendlichen Ministranten in kosovarischen Kleidern feierte der Kosovarische Bischofsvikar zusammen Don Albert Demaj von der Albanischen Mission Sirnach und weiteren Priestern den Festgottesdienst.

Stadtpfarrer Roman Giger gab sich zur Eröffnung des Gottesdienstes erfreut, dass die erste Mutter Teresa-Statue der Schweiz nun in Wil stehe. Giger nannte Mutter Teresa eine Heilige unserer Zeit. Bekanntlich wurde sie vor Jahresfrist von Papst Franziskus Heilig gesprochen. Mutter Teresa, Gründung des Frauenordens der Missionarinnen der Nächstenliebe, erhielt schon zu ihrer Lebzeit internationale Beachtung für ihr Wirken für die Armen, als sie im 1979 mit Verleihung des Friedensnobelpreises ausgestattet wurde. Der ganze Festgottesdienst stand unter der Verehrung der Heiligen und ihrem Wirken. Zum Abschluss des Gottesdienstes stellte eine Vertreterin des Ordens Mutter Teresa die Reliquie der Verstorbenen vor.

Festliche Einsegnung der Statue
Im Anschluss an den Gottesdienst folgte die Einsegnung der Statue auf dem Petersplatz unter Beteiligung der zahlreich anwesenden Besucher. Albanische Jugendliche stellten voraus die bekannten Zitate von Mutter Teresa aus ihrem Leben vor. Die Einsegnung vollzog der Albanische Bischofsvikar Lush Gjergji, zusammen mit den begleitenden Seelsorgern.

Die grosse Festgemeinde war im Anschluss in den Stadtsaal geladen, wo eine weitere Ehrung für Mutter Teresa vorbereitet war. Nach Grussworten verschiedener Albanischer Vertreter, trat auch die Albanische Botschafterin Naim Malaj in Bern ans Mikrophon um Grussworte aus ihrer Sicht zu überbringen. Albanische Familien und Jugendliche stellten zum Abschluss das Leben und Wirken von Mutter Teresa als Bühnenspiel vor.

Die nun gut sichtbar platzierte Statue von Mutter Teresa auf dem Petersplatz in Wil dürfte in der kommenden Zeit wohl bald zahlreichen Besuch erhalten aus der nahen und ferneren Umgebung, um diese Heilige in Ehren zu halten und um für eigene Bitten von der Heiligen Erhörung zu erhalten.

Mutter Teresa Zitate
- Lasse nie zu, dass du jemandem begegnest, der nicht nach der Begegnung mit dir glücklicher ist.
- Friede beginnt mit einem Lächeln. Lächle fünfmal am Tag einem Menschen zu, dem du gar nicht zulächeln willst: Tue es um des Friedens willen.
- Das Gebet nützt der ganzen Welt, denn der Frieden beginnt zu Hause und in unseren eigenen Herzen. Wie können wir Frieden in die Welt bringen, wenn wir keinen Frieden in uns haben?
- Wir können keine großen Dinge vollbringen – nur kleine, aber die mit großer Liebe.
- Das einzige, was die Armut beseitigen kann, ist miteinander zu teilen.
- Christus wird uns nicht fragen, wie viel wir geleistet haben, sondern mit wie viel Liebe wir unsere Taten vollbracht haben.
- Das Gute, dass du heute tust, werden die Menschen morgen oft schon wieder vergessen haben. Tu weiterhin Gutes.
- Beten macht das Herz weit, bis es so groß ist, dass es Gottes Geschenk, nämlich ihn selbst, in sich aufnehmen kann.
- Beten nährt die Seele – was das Blut für den Körper ist, ist das Gebet für die Seele.
- Anfangs glaubte ich, bekehren zu müssen. Inzwischen habe ich gelernt, dass es meine Aufgabe ist zu lieben. Und die Liebe bekehrt, wen sie will.
- Am meisten schenkt, wer Freude schenkt.