Die drei beteiligten Verbandsgemeinden Oberuzwil, Uzwil und Oberbüren entscheiden im März über den Baukredit für den Erweiterungsbau des Wohn- und Pflegeheim Sonnmatt in Niederuzwil. Beim Projekt geht es um Baukosten für die Erweiterung über 35 Mio, um die Heimplätze von heute 175 auf 230 zu erhöhen mit Anpassungen der Infrastruktur. Weitere 2,9 Mio. kosten die baulichen Anpassungen. Uzwil entscheidet zusätzlich über den Verkauf des Baulandes Sonnmatt für 8,64 Mio. Franken an den Pflegeverband.Am Dienstagvormittag fand im Sonnmatt die Vorstellung des Detailprojektes für den Erweiterungsbau statt. Lucas Keel, Präsident der Heimkommission, informierte über den Bedarf an Heimplätzen bis zum Jahr 2035, was abgestützt auf die vom Kanton vorgeschriebenen Pflichtplätze basiert. Heimleiter Kurt Marti wies auf die Steigerung bei den Heimplätzen und der damit verbundenen Steigerung bei den Mitarbeitenden hin. Werner Meier vom Architekturbür A.D.P. Ramseier Partner AG aus Zürich stellte das Raumprojekt vor.

Verdoppelung der 80-Jährigen bis 2030
Eingangs der Vorstellung wies Lucas Keel auf die erwartete Steigerung im Alterssegment hin. Die aktualisierten Perspektiven sehen bis zum Jahr 2030 eine Verdoppelung der 80-Jährigen und Älteren vor. Die Planung für die drei beteiligten Gemeinden werde bis 2025 kurzfristig ein Überangebot an Betten ergeben nach Vorgaben des Kantons. Bis 2035 verschiebe sich dies nach heutigem Planungsstand wieder im erwünschten Bereich. Wie sich die Zahlen der über 80-Jährigen entwickle, darüber bestehen selbst beim Kanton wechselnde Prozentzahlen. Lucas Keel: „Wir bauen für die nächsten 25 Jahre, Veränderungen könnten aber bereits in 10 Jahren zu neuen Anforderungen führen.

Strategie 2020
Heimleiter Kurt Marti wies bei seinen Ausführungen darauf hin, dass es um ein gutes Wohnumfeld und die Sicherung einer Privatsphäre gehe. Die zukünftigen Bewohner stellten höhere Anforderungen und zeigten sich auch kritischer zum Angebot. Die Strategie 2020 sehe weitergehend einen fliessenden Übergang von der Spitex zum Heim vor. Dabei gehe es auch um den Ausbau von temporären Angeboten. Im Raum stehen weiter ein Ausbau des Demenzangebotes und die Ausdünnung der 4-Bettenzimmer.

Dass sich die 35 Mio. Baukredit über den Heimbetrieb finanzieren lassen, sei eine weitergehende Auslastung von 97% notwendig. Weil der Unterhalt laufend erledigt wurde, müssten sie keine zusätzlichen Lasten erwarten. Die Erweiterung werde sportliche Anforderungen stellen. So steige die Zahl der Heimplätze von 175 auf 230. Damit verbunden sei die Erhöhung der Zahl der Mitarbeitenden von 170 auf neu 210. Personen. Die Amortisation des Kredites ist auf 25 Jahre vorgesehen.

Die Personalkosten steigen von 12 auf 16 Mio., die Sachkosten von 3 auf 6 Mio. Dem gegenüber stehe die Ertragssteigerung von 16 auf 22 Mio. Franken. Die Zinslast ergebe bei 1% 4 Franken pro Tag. Der Neubau mit 35 Mio. Kosten wird über Fremdkapital finanziert, was auch für den Landkauf über 8,64 Mio. zutrifft. Der Umbau über 2,9 Mio. wird über Reserven Bau- und Unterhalt finanziert. Im Erweiterungsbau werden die Spitex-Dienste integriert.

Bau- und Umgebungsplanung
Werner Meier vom Architekturbüro Ramseier stellte das Bauprojekt im Detail vor. Küche und Wäscherei werden in den Neubau verlegt. Zum Raumprogramm stellte Meier verschiedene Gestaltungsideen für Heimzimmer und Allgemeinräume vor.

Zur Umgebung wies Meier auf die geplante Tiefgarage und die Erweiterung des oberirdischen Parkplatzes hin. Zur Cafeteria werde eine Aussenterrasse erstellt mit nahem Spielplatz. Ein weiterer Sitzplatz ist auf der gegenüberliegenden Seite des Baukörpers vorgesehen. Nach Meier wird auf eine parkähnliche Landschaft hingearbeitet. Die Bauten Alt-Neu sollen sollen sich für die Bewohner nicht spürbar unterscheiden. Der Demenzgarten ist Gegenstand einer späteren Planung.

Bauablauf
Teils müssen bestehende Bauten voraus rückgebaut werden. Dies erfordert ein Provisorium für das Restaurant. Für die Bewohner ist nach heutigen Erkenntnissen zum Bauablauf keine Verlegung notwendig. Die Küche und die Wäscherei bleiben bis zum Bezug der neuen Einrichtung am heutigen Standort in Betrieb, sodass es keine Zwischenlösungen braucht.

Die anwesenden Gemeindepräsidenten Cornel Egger von Oberuzwil und Alexander Bommeli aus Oberbüren, Mitgliedgemeinden des Verbands, zeigten sich abschliessend überzeugt zum Projekt, passende Lösungen für die Altersbetreuung gefunden zu haben. Der Bedarf an zusätzliche stationäre Plätze sei ausgewiesen.