«Wir sind das zweite Jahr in der Umsetzung und seit 10 Jahren am Werk,» sagt Werner Ibig, Präsident des Vereins PRE Tannzapfenland, an der 4. Generalversammlung. Mitglied der ersten Stunde war auch Landwirt Christof Fürer, welcher an der Versammlung seinen Rücktritt aus dem Vorstand gab. Ehrenamtlich nahm er in den letzten Jahren an zahlreichen Sitzungen, Gesprächen und Diskussionen rund um das PRE teil und war massgeblich am Aufbau des Teilprojekts «Direktvermarkter» beteiligt. Neu in den Vorstand wählten die Anwesenden Mattias Meili von der Brauerei Sohnemann, welcher das Teilprojekt «Mälzerei» vertritt.

Umgesetzt und in Betrieb

Nachdem der Gesamtverein sich im ersten Jahr vor allem mit organisatorischen Abläufen und administrativen Arbeiten beschäftigte, starteten verschiedene Verarbeiter direkt mit der Umsetzung ihrer Ideen. So konnten bereits im vergangenen Jahr diverse Anlagen ihren Betrieb aufnehmen. Dies ist einerseits die Familie Höpli in Wittenwil mit dem Ausbau der Pastmilchproduktion sowie die Tannzapfenland Käse AG in Wiezikon, wo Roger Hug eine Umkehrosmoseanlage eingebaut hat, welche die Molke eindickt und so gehaltvolles Schweinefutter entsteht. In der Käserei Riethof hat die Familie Gantenbein die Joghurtproduktion ausgebaut.

Direktvermarkter auf Kurs

Mit ihrem Marktfahrzeug fallen die Direktvermarkter am Markt in Wil auf und sie tragen das Logo «Tannzapfenland» über die Region hinaus. «Wir planen noch weitere Einsätze an anderen Märkten,» erklärt Kathrin Uhlmann, Geschäftsführerin des Vereins Direktvermarkter. Zudem haben sich die Geschenktaschen gut etabliert, welche bei Ruth Gantenbein in der Käserei Riethof erhältlich sind. Und der Verein wächst stetig. Neu dabei sind Falvolosa Pasta AG sowie die Käserei Koller AG, beide aus St. Margarethen.

Lösung zeichnet sich ab

Der Vorstand der regionalen Fleischverarbeitung musste in den vergangenen zwei Jahren bei der Suche nach einem Bauplatz für ein regionales Schlachthaus einige Rückschläge in Kauf nehmen. Nun zeichnet sich jedoch eine neue Lösung gemeinsam mit einem einheimischen Metzger ab. Auch das Projekt «Mälzerei» ging bis jetzt einige Umwege, vor allem wegen dem Bauland. Dieses ist nun gefunden, jedoch wurden im Rahmen der öffentlichen Auflage Einsprachen erhoben, welche nun behandelt werden müssen.

Erlebnisangebote lanciert und in Planung

«Die Gemeinde Fischingen verfügt über eine neue Wanderkarte, wer aber nicht Karten lesen kann oder will, der nutzt das Angebot Hike or Bike mit mir oder Fredy Röthenmund,» erklärt Köbi Hug den Anwesenden. Die nächste Wanderung findet am längsten Tag am frühen Morgen statt. Der Tschudi-Erlebnisweg befindet sich nach wie vor in Planung, da eine neue Routenführung nötig war.

Zum Schluss der Versammlung lud Präsident Werner Ibig alle zum reichhaltigen Apéro ein, welchen Mirjam Burgermeister, die neue Wirtin im Schulhaus Au, natürlich aus regionalen Produkten zubereitet hatte.