Lütenried oberhalb von Gähwil ist ein idyllischer Flecken Erde. Die Kühe grasen, deren Glocken bimmeln, ein Holzbänkli lädt zum Verweilen ein. Vor fünf Jahren hat dort Andreas Gisler den Hof von seinem Vater übernommen, der ihn anno 1978 gekauft hatte. Doch eines fehlt dem 41-jährigen Landwirt: eine Frau an seiner Seite, um dann später auch Kinder zu haben. Andreas Gisler suchte sein Glück in der aktuellen Staffel von «Bauer, ledig, sucht …», welche auf dem TV-Sender 3+ ausgestrahlt wird. Wer ihn dort angemeldet hat, weiss der Gähwiler nicht, obschon er mittlerweile sein ganzes Umfeld gefragt hat. Obschon sich Andreas Gisler selbst als «kamerascheu» bezeichnet, machte er mit – und wählte Milchtechnologin Rebekka V. aus Flawil als seine Hofdame aus.

Als TV-Zuschauer bekam man während der so genannten Hofwoche vor alle zu Beginn das Gefühl, dass aus den beiden ein Paar werden könnte. Seit Donnerstagabend steht aber fest, dass nichts daraus geworden ist und es zwischen den beiden nicht wirklich gefunkt hat. «Du hast in mir ein Gefühlschaos angestellt. Die Schübe an Liebeshormonen sind aber ausgeblieben», sagte Andreas Gisler in der TV-Sendung. Hofdame Rebekka V. formulierte es so: «Es würde schon passen. Unsere Einstellung ist ziemlich ähnlich. Die Sache ist für mich noch nicht beendet.» Ein Grund, warum es nicht geklappt hat: Der 41-jährige Andreas möchte unbedingt Kinder haben, die 38-jährige Rebekka hat mit diesem Thema abgeschlossen.

Im Video: Andreas Gisler blickt auf "Bauer, ledig, sucht ..." zurück

 

Wie es nach der Sendung weiterging

Aufgezeichnet wurde die Hofwoche im Sommer. Was ist seither geschehen? Die beiden haben sich tatsächlich wieder gesehen. Allerdings ist auch im Nachgang keine Beziehung entstanden. «Es müsste grad ein Lotto-Sechser sein, wenn es klappen würde», sagt Andreas Gisler rückblickend. Trotzdem bereut er nicht, mitgemacht zu und Hofdame Rebekka ausgewählt zu haben. «Es war eine gute Woche und eine gute Erfahrung.»

So aber bleiben die knapp 50 Kühe, die Gisler alle beim Namen kennt, vorderhand die einzigen weiblichen Zeitgenossinnen auf Lütenried. Doch der Landwirt, der schon in Gähwil aufgewachsen ist, Bauer gelernt hat und zwischenzeitlich sechs Jahre als Metallbauer gearbeitet hat, hofft weiter. Vielleicht melden sich nach der Show ja noch Frauen.

Die Frage bei diesem TV-Format ist ganz grundsätzlich: Wie viel ist echt? Und können überhaupt Gefühle entstehen, wenn zahlreiche Kameras und TV-Leute zugegen sind? Die Antwort gibt Andreas Gisler im obenstehenden Videobeitrag.

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Hier teilen sich Bauer Andreas Gisler und seine Hofdame Rebekka V. mit, wie es um ihre Gefühle steht. (Bild: pd)