Daniel Bösch vom Schwingclub Wil ist weiterhin nicht Schwingerkönig. Denn im sechsten Gang musste der Zuzwiler eine Niederlage gegen den Bündner Curdin Orlik hinnehmen. Nach einem ausgeglichenen Kampf ging er in den Angriff, landete dann aber selbst auf dem Rücken. Mit der zweiten Niederlage fiel der Unspunnen-Sieger von 2011 aus der Entscheidung. Da er in der Folge im siebten Gang einen Sieg gegen Michael Wiget und im achten Gang einen Erfolg gegen Adrian Thomet folgen liess, stehen schliesslich sechs Siege und zwei Niederlagen zu buche. Im ersten Kampf des Tages hatte für Bösch am Sonntagmorgen gegen Patrick Räbmatter ein Sieg resultiert. Auffallend: Bei vier der sechs Erfolge gab es nicht die Maximalnote 10, sondern «nur» ein 9,75. Das Total von 76 Punkten genügt zum sechsten Schlussrang und zu einem dritten nationalen Kranz. Die ersten beiden hatte er in Aarau und Estavayer-le-Lac gewonnen.

Post inside
Daniel Bösch freut sich nach dem achten Gang über den Gewinn seines dritten Eidgenössischen Kranzes.

Und die anderen Schwinger der Region Wil? Positiv war der Auftritt des 20-jährigen Damian Ott vom Schwingclub Wil. Er durfte alle acht Gänge schwingen und ist ein Versprechen für die Zukunft. Sechs Gänge lang mit dabei war Rico Baumann vom Schwingklub Flawil. Auch das ist ein gutes Omen. Gar ungeschlagen blieb der 19-jährige Marcel Räbsamen vom Schwingclub Wil, der vier gestellte Gänge als gute Erfahrung mitnehmen durfte. Den 34-jährigen Michael Rhyner aus Flawil holte es nach sechs Gängen ein. Er kam trotz Startsieg am Samstag überhaupt nicht auf Touren. Mit zwei Niederlagen und drei Gestellten musste er am Sonntagmittag das Fest beenden. Somit konnte er seinen Erwartungen nicht erfüllen und keine acht Gänge schwingen. Die Enttäuschung sitzt bei Michael Rhyner tief, konnte er doch in seiner Karriere an einem Eidgenössischen Schwingfest nie acht Gänge schwingen.

_______________________________________________________________________________

Daniel Böschs erster Tag am ESAF in Zug (24.8.):

Das Fest der Feste läuft. 56'000 Zuschauer sind in der restlos ausverkauften Zuger Arena dabei. Allerdings gab es aus Wiler Sicht eine harte Landung in der Realität. Daniel Bösch vom Schwingklub Wil, der zum erweiterten Favoritenkreis gehört, startete gegen den Innerschweizer Sven Schurtenberger mit einer Niederlage. Beim vierten Mal Zusammengreifen war er nicht konzentriert genug, wurde am Platzrand düpiert und landete auf dem Rücken.

Im den drei Gängen danach zeigte der Metzger aus Zuzwil aber eine Reaktion und gewann dreimal schon kurz nach dem Start. Somit braucht Bösch nun wohl vier Siege in vier verbleibenden Gängen, um noch Schwingerkönig zu werden - und auch Schützenhilfe. Mit weiteren Siegen ist aber ein Kranz absolut im Bereich des Möglichen.

_______________________________________________________________________________

Das "Kantonale 2021" findet in Wil statt (23.8.)

Plötzlich interessiert sich jeder fürs Schwingen. Der Hype um den Schweizer Nationalsport erreicht an diesem Wochenende einen Höhepunkt. Just in den Tagen zuvor wird publik, dass übernächstes Jahr auch in Wil ein grösseres Schwingfest über die Bühne geht. Am 30. Mai 2021 findet das Kantonale Schwingfest in der Äbtestadt statt. Erwartet werden rund 200 «Böse» und bis zu 6000 Zuschauer. Geschwungen wird mit allergrösster Wahrscheinlichkeit auf der Schul- und Sportanlage Sonnenhof. Zur Debatte stand auch eine Durchführung im Bergholz. Die Wahl fiel schliesslich auf die Schulanlage, da einerseits für die Durchführung weniger Aufwand nötig ist und andererseits nicht die Gefahr besteht, hochwertige Fussballfelder kaputt zu machen. «Zudem ist im Fussball der Meisterschaftsbetrieb Ende Mail noch voll im Gang», sagt Martin Senn, Präsident der IG Wiler Sportvereine.

Als Organisator tritt selbstredend der Schwingclub Wil auf – zumal er 2021 das 100-jährige Bestehen feiert. Er tut es nicht allein und auch der STV Wil ist Mit-Organisator. Es handelt sich um einen Grossanlass, bei dem rund 500 Helfer nötig sind. Es braucht so viele helfende Hände, weil am Tag davor auch das kantonale Nachwuchs-Schwingfest in Wil stattfindet – ebenfalls im Sonnenhof. Dabei werden rund 300 Jung-Schwinger und 800 Zuschauer erwartet. 

_______________________________________________________________________________

Die ESAF-Teilnehmer aus der Region Wil (21.8.)

Am 30. August ab 18.30 Uhr werden Daniel Bösch, Damian Ott und Marcel Räbsamen vom Schwinklub Wil auf dem Hofplatz empfangen. Die Stadttambouren spielen, die Stadtpräsidentin spricht, die Fahnen wehen. Kann dann ein Schwingerkönig gefeiert werden? Die Hoffnungen in Daniel Bösch sind gross, hat er in dieser Saison doch schon drei Kranzfestsiege gefeiert – unter anderem beim traditionellen Schwingfest auf der Schwägalp. Experten zählen den Zuzwiler am ESAF neben Samuel Giger und Armon Orlik zu den grössten Ostschweizer Hoffnungsträgern.

Auch wenn kommenden Samstag und Sonntag die Region Wil auf Daniel Bösch blickt, sind noch weitere Schwinger in Zug im Einsatz. So zum Beispiel die beiden Nachwuchs-Schwinger Damian Ott und Marcel Räbsamen. Der 20-jährige Ott hat diesen Sommer den ersten Sieg an einem Regionalschwingfest gefeiert. Gar noch ein Jahr jünger ist Marcel Räbsamen, der dieses Jahr schon drei Kränze erschwungen hat. Von ihnen allzu viel zu erwarten, wäre vermessen. Sie können somit unbeschwert angreifen.

Der Routinierteste im Feld ist der Flawiler Michael Rhyner mit knapp 34 Jahren. Die bisherige Saison ist allerdings eher harzig verlaufen. Auch dabei ist der 24-jährige Rico Baumann, wie Rhyner dem Schwinklub Flawil angehörend. Er war zuerst als Ersatzschwinger aufgeführt, rutschte dann aber nachträgliche ins Nordostschweizer Team, da sich zwei Schwinger verletzt haben. Dies berichtet das "Toggenburger Tagblatt".

_______________________________________________________________________________

Ein "Public Hoselupf" in Schwarzenbach (19.8.)

Das ESAF in Zug rückt näher. Am kommenden Wochenende ist es soweit. Auch in der Region Wil steigt die Spannung, da mit dem Zuzwiler Daniel Bösch vom Schwingclub Wil ein heisses Eisen im Feuer ist. Nach überstandener Schleimbeutel-Verletzung zeigte er zuletzt beim Festsieg auf der Schwägalp, dass mit dem Unspunnen-Sieger zu rechnen ist. Ein Sieg an einem «Eidgenössischen» fehlt dem Metzger aus Zuzwil noch in seinem reich befrachteten Palmarès.

Am kommenden Wochenende ist es nun soweit und das ESAF – nichts weniger als das grösste regelmässige Sportereignis der Schweiz – geht über die Bühne. Die Plätze in der Zuger Arena waren rar. Die 4000 öffentlichen Tickets wurden im Losverfahren an 183'000 Bewerber zugeteilt.

Zwilchhosen liegen bereit

Aufgrund des regen Interesses aus der Bevölkerung wird das ESAF im Büffelhof in Schwarzenbach auf Grossleinwand übertragen – an beiden Tagen von 8 Uhr bis 20 Uhr, wie die Organisatoren in einer Mitteilung schreiben. Für die Kinder steht eine Hüpfburg bereit, angereichert ist das Fest mit volkstümlicher Musik, einer Festwirtschaft viel Sägemehl und Zwilchhosen. Der Eintritt ist kostenlos, Parkmöglichkeiten befinden sich unmittelbar neben dem Büffelhof in der Sonnegg in Schwarzenbach. (pd/sdu)