Demnächst fahren auf dem Thurdamm ab Höhe Thurhof und der Gemeindegrenze zu Niederbüren die schweren Fahrzeuge auf. Auf einem rund einen Kilometer langen Abschnitt sollen rund 1200 Kubikmeter Holz gefällt werden. Nebst dem Forstbetrieb unter der Leitung von Revierförster Benny Herbert werden auch die Holzer der Landeigentümerin, der Thurkorporation Oberbüren, an diesem überdurchschnittlich grossen Holzschlag beteiligt sein. Dabei sind es keine wirtschaftlichen Überlegungen, welche zu diesem Holzschlag führen, sondern in erster Linie Sicherheitsbedenken.

Eschenpilz hat die meisten Eschen der Region befallen
Der Eschenpilz, welcher in den letzten Jahren rasant zugenommen hat und die meisten Eschen in der Region befallen hat, ist Auslöser dieser Massnahme. Die mit dem Pilz befallenen Bäume sterben ab wodurch die Gefahr von herunterfallenden Ästen steigt.

Der Thurdamm ist ein beliebter Spazier- und Radweg, daher ist diese Massnahme gemäss Revierförster Benny Herbert unumgänglich und mit Kantonsoberförster August Amman abgesprochen. Dass mit dem Schlag so früh noch im Spätsommer begonnen wird, hängt damit zusammen, dass das anfallende Holz im Augenblick im Export noch gesucht ist und dank dem Holzvollernter effizient zugesägt und in Container verladen werden kann. Solche Grossmengen sind in der Region im Augenblick kaum mehr zu verkaufen.

Post inside
Ein Grossteil der Eschen entlang der Thur ist von der Eschenwlke betroffen und muss gefällt werden. (Bild: Niklaus Jung)

Sperrungen unumgänglich
Der Präsident der Thurkorporation Oberbüren, Hubert Frick, rechnet mit einem Verlust von rund zehn Franken pro Kubikmeter geschlagenem Holz. Dennoch ist er überzeugt, dass der Schaden für die Korporation mit dieser Massnahme in Grenzen gehalten werden kann. „Doch die Sicherheit für die Nutzer des Thurdammes gehe vor“, sagt Hubert Frick. Er ist sich auch bewusst, dass verschiedene Reaktionen über den grossen Schlag eingehen werden. Anders als bei Baustellen in Siedlungsgebieten hat die Sensibilität im Wald bei den Leuten zugenommen. Dies habe man schon beim Holzschlag entlang der Glatt festgestellt, daher sei es der Verwaltung der Thurkorporation wichtig frühzeitig zu informieren. Zudem sind vereinzelte Sperrungen bzw. Umleitungen während der Arbeiten entlang des Damms unvermeidbar und werden über längere Zeit zu einzelnen Behinderungen für Spaziergänger und Radfahrer führen. Die Arbeiten beginnen Ende September und dauern bis in den November hinein.

Im Bewusstsein, dass es sich um ein Naherholungsgebiet handelt, wird die Thurkorporation nach dem Schlag standortgerechte Anpflanzungen vornehmen, so dass in wenigen Jahren kaum mehr etwas von dem Eingriff zu sehen sein wird. (hjb)