Zu den Richtplänen und zu den Richtplanmassnahmen kann sich jedermann während der Bekanntmachung äussern. Die Bekanntmachungsfrist läuft bis Ende Oktober 2021, schon am 18. September findet jedoch eine neuerliche, öffentliche Fragestunde, statt. Zuerst informierten sich aber am vergangenen Donnerstagabend, in der Aula Bächelacker, dutzende Einwohner aus allen Dorfteilen über das Gesamtprojekt; dem kommunalen Richtplan der Gemeinde Eschlikon. Was beschäftigt denn die Eschliker genau? Es sind vornehmlich mehrere Teilgebiete, die von grossem Interesse zu sein scheinen. Drei Zentren für kurze Wege, neue Quartiere (Risperg, Underi Mettle), ein öffentlicher Park auf dem Areal der katholischen Kirchgemeinde, oder der Ausbau der Mobilitätsdrehscheibe am Bahnhof, werden wiederkehrend thematisiert. Gemeindepräsident Bernhard Braun erklärte, dass der Kommunale Richtplan in erster Linie als Planungsinstrument für die Gemeindebehörde wahrzunehmen ist. «Der Richtplan umfasst zahlreiche Themengebiete wie Siedlungserweiterung, Landschaft, oder Verkehr. Hervorzuheben ist die Tatsache, dass gewisse historische Gebiete auf jeden Fall erhalten bleiben, andere Bereiche können umstrukturiert, oder neu und zeitnah auch langfristig entwickelt werden.»

Wie wäre es mit einer Baumallee?

Der Richtplan wird noch unzählige Gespräche und Diskussionen mit sich bringen. Dem Gemeinderat und, insbesondere die schon vor langer Zeit ins Leben gerufene Steuergruppe, die bespickt ist aus Fachpersonen, lag es aber schon zu Beginn der Planungen am Herzen, die Bevölkerung einzubinden. So fanden schon Echoräume, Befragungen und Expertenworkshops statt, allesamt erfolgreich. Eschlikon hat mit Bestimmtheit noch viel Potential, doch, und das sagt ein Anwesender, soll man unbedingt ein Auge auf ein gesundes Wachstum legen. «Meines Wissens reden wir von rund acht Hektaren Grünfläche, die überbaut oder umentwickelt werden könnte, das ist sehr viel; zu viel, für die kommenden Jahre», sagte der Mann. Gemeinderat Werner Ziegler konterte mit der Aussage, dass sich die Gemeinde stetig weiterentwickeln muss, «auch, dass wir für die jungen Eschliker attraktiv bleiben und diese langfristig hier wohnen bleiben.» Ob neuartige Zentren, Baumalleen, Freizeitzentren, mit Grünzeug ergänzte Asphaltflächen, oder Gastronomien in Parkanlagen, die Zukunft wird es weisen, wie sich Eschlikon entwickeln wird; die gesunde Basis – die faire Diskussionsplattform – ist längst geschaffen.

Post inside
Ein spannendes Podium zum kommunalen Richtplan der Gemeinde Eschlikon. Von links: Bernhard Braun (Gemeindepräsident), Reto Frei (Nova Energie), Alexander Sigg (Gemeinderat), Hanspeter Woodtli (Raumplaner), Werner Ziegler (Gemeinderat).