Nach der Demission von Kantonsrat Kurt Egger per 15. Januar 2020 ist der entsprechende Grossratssitz für die Legislatur 2016 bis 2020 neu zu besetzen. Der Regierungsrat hat aufgrund der Wahlresultate von 2016 Bernhard Braun per 16. Januar 2020 als gewählt erklärt. Zu Beginn der Grossratssitzung vom 22. Januar legt Braun sein Amtsgelübde ab. Damit wird Kurt Egger die Behandlung seiner Interpellation zum Thema «Entwicklungsschwerpunkt Wil West: ein Leuchtturmprojekt ohne öffentliche Diskussion?», welche er mit drei Mitstreitern eingereicht hat, nicht mehr aktiv miterleben. Zu gross ist sein Engagement in seiner eigenen Firma, im Nationalrat und in der Partei, als dass er die Zeit für eine ernsthafte Ausübung seines Grossratsmandats noch hätte auf bringen können.

Vorerst sieben Sitzungen

So wird der Eschliker Vizegemeindepräsident Bernhard Braun vorerst für sieben Sitzungen an den Gross- ratsverhandlungen teilnehmen. Denn auch er muss sich Mitte März den Gesamterneuerungswahlen stellen und hofft natürlich, sein Mandat danach weiterführen zu können.

Beruflich ist der bald 55-jährige Braun als Ressortleiter Service Bahnhöfe bei der Südostbahn engagiert. Sein politisches Engagement im Umweltbereich kam bisher vor allem im Gemeinderat zum Ausdruck, wo er seit 2003 dem Ressort «Umwelt und öffentlicher Verkehr» vorsteht die Vorzeigeprojekte Eschlikons in den Bereichen Energie, Verkehr und Natur mitgestaltet und mitgeprägt hat. Als Präsident der Interessengemeinschaft, die sich tatkräftig für den öffentlichen Verkehr in der Region einsetzt (IG OeV Südthurgau- Eulachtal) und als Mitglied der Fachgruppe «Mobilität RegioWil» verknüpft er seine Interessen aus Beruf und Gemeinderat auf ideale Weise. Dank dieser Tätigkeiten und weiteren Delegiertenämtern in den Bereichen Abfall, Abwasser und beim Gemeindeverband pflegte er schon bisher zahlreiche Kontakte mit kantonalen Instanzen und Institutionen.

By Beat Imhof