Zehn Minuten sind noch zu spielen auf dem Heerenschürli. 0:0 steht es im Testspiel zwischen dem FC Zürich und dem FC Wil. Und was hört man von Ciriaco Sforza in seinem letzten Spiel als Trainer der Äbtestädter? Ein Begriff, der nicht druckreif ist. Ein leichter Fehler im Aufbauspiel seines Noch-Teams ist der Grund. Auch sonst ist Sforza voll und ganz dabei, steht unter Strom und schreit sich beinahe heiser. Würde man es nicht wissen, man würde nicht merken, dass der Aargauer schon am kommenden Dienstag einen anderen, ungleich grösseren Klub, trainieren wird.

Die Wiler bringen das Ergebnis nicht über die Zeit und verlieren gegen den FC Zürich verdientermassen mit 0:1. Interviews sind hernach, wie schon am vergangenen Mittwoch beim Testspiel gegen Schaffhausen, keine geplant. Als einziges Medium darf hallowil.ch ein Gespräch mit ihm führen. In diesem spricht Sforza von einem «positiven emotionalen Schock für sich selber und einen negativen für die Spieler». Als Höhepunkt nennt der ehemalige GC-Trainer den 3:2-Heimsieg gegen … GC. Und was nimmt Sforza aus Wil mit nach Basel? Die Antwort gibt es hier im Video-Interview.

Im Abschieds-Interview: «Habe schwere Tage hinter mir»

 

1,28 Punkte im Durchschnitt

Vorbei ist nun die 17-monatige Zeit unter der Leitung von Sforza. Zurück bleibt so manches: Die Erinnerung an einen Schluss der Saison 2018/2019, welcher zu Testzwecken verwendet worden war und nur einen Sieg in zehn Partien gebracht hatte. Es folgte ein überdurchschnittlicher Saisonstart in die Spielzeit 2019/2020, welcher die Wiler nach einem Drittel der Saison von Platz zwei grüssen liess – vor den Grasshoppers. Ein weiteres Drittel mit nur einem Sieg später, waren die Äbtestädter ins Mittelfeld der Challenge League durchgereicht worden. Dabei blieb es, obwohl das letzte Meisterschaftsdrittel dann wieder überdurchschnittlich gut war. In 46 Meisterschaftsspielen wurden unter Sforza 59 Punkte geholt. Das ist ein Punkteschnitt von 1,28 Zähler pro Partie. Eigentlich mager. Da die Wiler sich aber Anlaufzeit genommen hatten und dann das mit Abstand jüngste Team der Liga stellten, ist dieser Wert zu relativieren. Denn man kann es auch so sehen: Mehrere Spieler wurden im vergangenen Winter und nun im Sommer in die Super League gebracht.

Zurück bleiben aber auch mehrere enttäuschte Spieler. Dies bestätigen sowohl Sforza als auch FC-Wil-Geschäftsführer Benjamin Fust gegenüber hallowil.ch. Mehrere Akteure dürften vor allem wegen Sforza in die Äbtestadt gekommen sein – und sitzen nun auf Nadeln, wer der Nachfolger wird. Das klare Ziel der Vereinsleitung ist, Sforzas Nachfolger schon Anfang nächster Woche präsentieren zu können. Sollte dies noch nicht möglich sein, wird derzeit eine interne Lösung vorbereitet. Wie diese aussieht und ob U20-Trainer Fabinho die Trainings übernehmen würde, wollte Fust nicht sagen (siehe untenstehendes Video-Interview).

Im Video: So weit ist der FC Wil auf der Trainersuche:

 

Köhns Paraden

Zwei Wochen vor dem ersten Pflichtspiel der neuen Saison ist beim FC Wil so manches in der Schwebe. Der neue Trainer wird ein Team vorfinden, das ganz nach dem Geschmack von Sforza zusammengestellt ist. Diese Mannschaft hat am Freitagnachmittag bei Sforzas Abschied auch das dritte Vorbereitungsspiel verloren. Auf dem Heerenschürli in Zürich Schwamendingen setzte es gegen den FC Zürich aus der Super League eine 0:1-Niederlage ab.

Da das entscheidende Tor erst in der 88. Minute fiel, könnte man von einer unglücklichen Niederlage ausgehen. Allerdings war der Sieg der Zürcher mehr als verdient. Sie besassen ein deutliches Chancenplus. Philipp Köhn im Tor der Wiler konnte aber ein erstes Mal so richtig unter Beweis stellen, was er kann. Und es ist so manches. Gleich mehrfach hielt er den Wilern mit starken Paraden die Null. Nach einem Freistoss von Salim Khelifi und einem Kopfball des aufgerückten Verteidigers Nathan war aber auch der Schweizer U21-Nationaltorhüter machtlos – und der Sieg der Zürcher eingetütet. Der Wiler Auftritt war in der ersten Halbzeit – trotz Zürcher Chancenplus – ansehnlich und Valon Fazliu hätte die Gäste zweimal in Führung bringen können.

FC Zürich (Super League) – FC Wil 1900 1:0 (0:0)

Heerenschürli, Zürich: Unter Ausschluss der Öffentlichkeit. – Sr: Tschudi.

Tor: 88. Nathan 1:0.

FC Zürich: Brecher (46. Kostadinovic); Rohner, Sohm, Omeragic (46. Nathan), Winter (60. Britto); Domgjoni (68. Seiler), H. Kryeziu; Schönbächler (60. Khelifi), Marchesano (60. Gnonto), Kololli (46. Koide); Kramer (46. Ceesay).

FC Wil 1900: Köhn; Talabidi (74. Mettler), Izmirlioglu, Kronig, Blasucci; Ndau (46. Sarcevic), Muntwiler (65. Mätzler); Brahimi (65. Mayer), Fazliu, Krasniqi (46. Schäppi); Jones (65. Paunescu).

Bemerkungen: Zürich ohne Baumann, Bangura, Frei, Janjicic, M. Kreyziu, Rüegg und Tosin (nicht im Aufgebot). Wil ohne Abubakar, Ballet und Padula (verletzt), dafür mit dem Testspieler Noah Blasucci (zuletzt bei Rapperswil-Jona) sowie Mika Mettler aus dem eigenen Nachwuchs.

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Der Liveticker:

Das war's aus dem Heerenschürli in Schwamendingen. Mir bleibt nun nichts mehr anderes übrig, als mich für Ihr Interesse zu bedanken und ein schönes Wochenende zu wünschen. Bis bald auf hallowil.ch.

Ein unglücklicher Abschied von Ciriaco Sforza bei Wil. Trotzdem geht es auch nach der Ära Sforza im Bergholz weiter. Wer neuer Trainer wird und wann dieser vorgestellt wird, steht noch in den Sternen. Sicher ist aber, dass bis zum nächsten Vorbereitungsspiel am Freitag 4. September um 14 Uhr gegen Austria Lustenau mindestens eine Interimslösung präsentiert werden muss. Auch von diesem Testspiel im Wiler Südquartier wird hallowil.ch einen Liveticker liefern. 

Schlussfazit: Im letzten Spiel unter Trainer Sforza verliert der FC Wil erneut. Gegen den FC Zürich müssen sich die Äbtestädter 0:1 geschlagen geben. Das Resultat hätte durchaus höher ausfallen können. Die Zürcher waren spielbestimmend und hatten über das ganze Spiel gesehen mindestens sechs, sieben Chancen, die reingehen müssen. Aus diesem Grund darf man sich bei Wil nicht zu sehr aufregen. Goalie Philipp Köhn zeigte sein bisher bestes Spiel im Wiler Dress. Er rettete den Gäste das 0:0 über 85 Minuten teilweise bravourös. Es kann nur gehofft werden, dass der Neuzugang von Salzburg auch während der Saison solche Leistungen bringt. 

Schlusspfiff auf dem Heerenschürli: Der FC Wil verliert auch das nächste Testspiel. Dieses Mal mit 0:1 gegen den FC Zürich. 

90. Minute: Nun ist also Köhn doch noch geschlagen. Trotz ganz starker Leistung muss er Ende Spiel doch noch hinter sich greifen. 

88. Minute: TOOOOOR für den FC Zürich durch Nathan zum 1:0. Kurz vor Schluss gibt es hier doch noch ein Tor. Khelifi bringt den Freistoss rein, Nathan nickt ein. Dieser Treffer fällt zwar spät, ist aber allemal verdient. 

87. Minute: Freistoss für Zürich aus halbrechter Position. Gibt es hier noch den Siegtreffer?

85. Minute: Zum ersten Mal zappelt der Ball im Wiler Netz. Der Ball hatte aber zuvor die Grundlinie überschritten., Deshalb Abstoss bei Köhn statt Tor für Zürich.

81. Minute: Auch wenn der Wechsel von Sforza seit ein paar Tagen bekannt ist, kann man ihm nicht vorwerfen, in diesem Testspiel nicht leidenschaftlich dabei zu sein. Er dirigiert seine Team zum letzten Mal von der Seitenlinie und diskutiert auch immer gerne mit dem Linienrichter. Man merkt, dass ihm dieses Team und diese jungen Spieler wirklich etwas bedeuten.

79. Minute: Die Zürcher kommen hier fast im Minutentakt zu Chancen. Eine Flanke von links fliegt über Köhn drüber, aber der Stürmer des Stadtklubs kommt nicht richtig hinter den Ball. Immer noch 0:0.

77. Minute: Wil wird immer mehr hinten eingeschnürt. Mal schauen, ob die jungen Wiler gegen dieses Super-League-Team nochmals eine Chance bekommen, hier als Sieger vom Platz gehen zu können.

74. Minute: Talabidi verlässt das Feld. Für ihn ist neu Mika Mettler im Spiel, welcher auch in der 2. Liga interregional zum Einsatz kommt.

70. Minute: Mittlerweile sollte es 4:0 für den FCZ stehen. Die Zürcher sind klar spielbestimmend. Nach den vielen Wechsel kommt Wil kaum noch gefährlich vors Tor. Die Ostschweizer Mannschaft muss sich nach dem Spiel bei Köhn bedanken. Nur wegen seinen Paraden steht es hier noch Unentschieden. Er scheint heute unüberwindbar. 

68. Minute: Wechsel bei Zürich: Seiler kommt für Domgjoni.

66. Minute: Auch die Wiler haben gewechselt: Anstelle von Muntwiler spielt Mätzler neu im defensivem Mittelfeld. Mayer stürmt nun über rechts anstelle von Brahimi und Paunescu ersetzt Jones.

63. Minute: Und schon wieder ist Köhn im Mittelpunkt: Nach einer Flanke steigt ein Zürcher am höchsten und köpft den Ball perfekt entgegen der Laufrichtung des Wiler Torwarts. Dieser reagiert aber mirakulös und rettet den Wiler weiterhin das Unentschieden.

61. Minute: Köhn hält hier einen Ball nach dem anderen. Er hat einen richtigen Sahnetag erwischt. Ceesay kriegt den Ball links durchgesteckt und zieht aus sechs Meter voll ab. Köhn macht seine beste Manuel-Neuer-Nachahmung und lenkt den Ball mit der Hand um den Pfosten.

60. Minute: Dreifachwechsel bei Zürich: Winter geht und überlässt seinen Platz Britto. Marchesano verlässt ebenfalls das Feld. Für ihn kommt neu Gnonto. Und anstelle von Schönbächler kommt Khelifi neu über die rechte Seite.

59. Minute: Beide Teams suchen nun den Treffer. Der FC Zürich hat hier aber weiterhin die besseren Chancen, während Wil oft schon im Aufbau und vor allem im letzten Drittel zu wenig anzufangen wissen.

54. Minute: Zürich ist besser aus der Kabine gekommen als die Wiler. Köhn hat schon wieder alle Hände voll zu tun. Noch steht es aber 0:0. Wie lange bleibt das noch so?

46. Minute: Bei den Wiler hat es zwei Wechsel gegeben in der Pause: Anstelle von Ndau, welcher schon Gelb gesehen hatte im ersten Druchgang, spielt neu Sarcevic. Und Krasniqi räumte seinen Platz für Schäppi. Dieser reiht sich hinten links ein, während Blasucci neu über den linken Flügel kommt.

46. Minute: Bei den Zürchern hat es vier neue Spieler auf dem Platz. Ein Ex-Wiler ersetzt den anderen. Kostadinovic hütet neu das Tor anstelle von Brecher. In der Innenverteidigung spielt neu Nathan für Omeragic. An Stelle von Kololli ist Koide neu auf dem Feld und Ceesay ersetzt Kramer im Sturm.

46. Minute: Die zweite Halbzeit läuft.

Zwischenfazit: Beide Teams hatten ihre Chancen in der ersten Halbzeit, aber der FC Zürich müsste hier mindestens 2:0 führen. Die Äbtestädter können sich bei Neuzugang Köhn bedanken, dass sie hier noch im Spiel sind. Zürich ist zwar spielbestimmend, dominiert aber nicht spielerisch. Die besseren Chancen hatten die Gastgeber aber ganz klar. 

Halbzeitpfiff auf dem Heerenschürli. Zwischen dem FC Zürich und dem FC Wil steht es nach der Hälfte immer noch 0:0.

44. Minute: Eine letzte Ecke vor der Pause für die Wiler. Wird es hier noch gefährlich? Der Corner wird kurz ausgeführt. Die Flanke danach pflückt Brecher aber gekonnt aus der Luft. 

40. Minute: Auch wenn es auf dem Heerenschürli mittlerweile leicht zu regnen begonnen hat, ist Sforza nach wie vor aktiv in der Coachingzone unterwegs. Er gibt Hinweise und Taktik-Tipps an die Mannschaft weiter. 

38. Minute: Wil ist bemüht, aber kommt einfach nicht an der Verteidigung der Zürcher vorbei. Der FC Zürich dagegen kommt immer wieder gefährlich vors Tor von Köhn. Aufgrund des Unvermögens der Gastgeber und wegen einem starken Köhn im Wiler Kasten steht es hier gut fünf Minuten vor der Halbzeit immer noch 0:0.

33. Minute: Langsam aber sicher hat der FC Zürich das Spieldiktat übernommen. Der Super-League-Klub kommt immer mehr zu Chancen. Aber Köhn zwischen den Wiler Pfosten war bisher immer der Sieger.

28. Minute: Kollektives Offensivversagen - und das auf beiden Seiten. Das fasst die erste halbe Stunde gut zusammen. Nach einem Vorstoss des Stadtklubs kommt der Ball ins Zentrum. Talabidi haut über den Ball, aber der Abschluss vom freistehenden Marchesano aus elf Meter geht deutlich am Tor vorbei.

26. Minute: Schöner Angriff der Wiler: Auf der linken Seite kriegt Krasniqi den Ball. Dieser steckt ihn durch zu Fazliu. Sein Abschluss zwingt Brecher zu einer Parade. Ecke für die Wiler, welche aber ungefährlich bleibt. Die Schwäche bei den Standards von vergangener Saison ist immer noch hier.

23. Minute: Nach einem Eckball der Zürcher starten die Wiler einen Konter. Über Muntwiler kommt der Ball auf die rechte Seite zu Blasucci. Dieser tankt sich durch und holt einen Corner heraus. Es wird aber nach dem Standard der Äbtestädter nicht gefährlich.

20. Minute: Schiedsrichter Tschudi gibt direkt die Marschrichtung vor. Nach einem Ballverlust haut Ndau seinem Gegenspieler hinterher und kriegt dafür Gelb. Man kann hören, wie der Unparteiische dem Wiler sagt: "Noch so eine Aktion und du bist weg."

18. Minute: Fast das 1:0 für die Zürcher: Nach einem Querpass von der rechten Seite in die Mitte vertendelt Kramer aber den Ball vor dem Tor. Köhn kann ihn noch ablenken und der Nachschuss der Gastgeber geht knapp übers Gehäuse.

16. Minute: Beim FC Zürich stehen drei ehemalige Wiler Akteure in der Startelf. Neben Goalie Brecher sind auch Winter und Rohner auf dem Feld. Letzterer wurde vergangene Saison von Zürich nach Wil ausgeliehen.

13. Minute: Aber auch Wil spielt mehrheitlich gut mit. Die Gäste kombinieren sich schön in die Gefahrenzone, aber der letzte Pass will nicht gelingen. Der Ball bleibt aber in den Wiler Reihen und wird wieder von der Defensive aus weiterverteilt.

10. Minute: Was für eine Aktion! Nach einem Steilpass kommt Köhn schön aus dem Tor, klärt die Kugel aber nur bis ins Mittelfeld. Von dort zieht ein Zürcher direkt ab. Köhn springt, ist aber geschlagen. Doch von hinten kommt Izmirlioglu angerauscht und rettet mit dem Fuss. Gute Rettungstat. Das wäre sonst das 1:0 gewesen.

9. Minute: Erste Ecke für die Zürcher, nachdem Köhn den Ball ins Aus retten musste. Der Ball kommt in die Mitte. Das Heimteam ist zuerst an der Kugel, aber der Kopfball geht zwei Meter über die Querlatte.

7. Minute: Schöner Angriff jetzt von den Wilern. Talabidi gewinnt den Zweikampf im rechten Mittelfeld und Brahimi nimmt die Kugel direkt mit. Nach dem Doppelpass mit Jones wird Fazliu lanciert. Sein Abschluss mit den starken linken Fuss ist aber zu wenig präzise und fällt Brecher direkt in die Hände.

4. Minute: Und bereits die ersten gefährlichen Aktionen vor Torhüter Köhn. Zweimal muss der Keeper abtauchen, hält aber beide Abschlüsse aus rund 16 Metern.

3. Minute: Auch wenn es Sforzas letztes Mal als Wiler Trainer ist, coacht er, für ihn typisch, lautstark von der Seitenlinie.

1. Minute: Der Ball rollt auf dem Heerenschürli. Auf geht's.

Die Spieler sind da. Gleich geht es los mit dem Abschiedsspiel von Ciriaco Sforza als Wil-Trainer. Viel Spass mit FC Zürich gegen FC Wil.

Geleitet wird die Partie heute von Schiedsrichter Tschudi aus Neuenburg.

In seinem letzten Spiel schickt Wils Noch-Trainer Ciriaco Sforza in einem 4-2-3-1-System folgende Startaufstellung aufs Feld: Das Tor hütet Köhn. Die Verteidigung bilden von rechts nach links Talabidi, Kronig, Izmirlioglu und Blasucci. Im defensiven Mittelfeld agieren Ndau (rechts) und Captain Muntwiler. Im offensiven Mittelfeld spielen von rechts nach links Brahimi, Fazliu und Krasniqi. Im Sturm ist Jones mit dem Toreschiessen beauftragt.

Wir kommen nun zu den Aufstellungen: Zürichs Trainer Ludovic Magnin lässt in einem 4-2-3-1-System wie folgt beginnen: Im Tor ist Brecher. Die Abwehr bilden von rechts her gesehen Rohner, Sohm, Omeragic und Winter. Davor spielen Domgjoni (rechts) und Herkuran Kryeziu. Das offensive Mittelfeld bestücken von rechts nach links Schönbächler, Marchesano und Kololli. Einziger Stürmer ist Kramer.

In drei Wochen startet die Challenge League in die neue Saison. Mit dem definitiven Wechsel vom Trainerduo Sforza/Hasler zum FC Basel sucht der FC Wil möglichst schnell einen neuen Übungsleiter. Wer wird Nachfolger des Aargauers im Bergholz? Diese Frage wird uns in den nächsten Tagen beschäftigen. Heute interessiert uns auch, wie sich die Wiler gegen den Super-League-Klub Zürich schlagen.

Hallo und herzlich Willkommen aus dem Heerenschürli in Schwamendingen. Um 14 Uhr bestreitet der FC Wil hier sein drittes Vorbereitungsspiel für die Saison 2020/2021. Die zwei letzten Partien gingen mit 1:3 gegen Vaduz und 1:2 gegen Schaffhausen verloren. Können die Äbtestädter Sforza zum Abschied einen Sieg gegen den Zürcher Stadtklub schenken? Lukas Tanno wird für Sie durch den Fussball-Nachmittag tickern.

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Die Vorschau:

Am Donnerstagnachmittag hat sich Ciriaco Sforza den Medienfragen gestellt. Nicht mehr in Wil, sondern in Basel bei seinem neuen Arbeitgeber. Dabei tönte es in etwa gleich wie in Wil. Frech und dominant wolle man spielen – und junge Spiele fördern. Natürlich: Der Fokus von Sforza ist schon in Basel. Und trotzdem ist das Kapitel Wil noch nicht ganz abgeschlossen. Denn sein Vertrag bei den Äbtestädtern läuft noch bis Ende August – Testspiel am Freitag-Nachmittag gegen den FC Zürich inklusive. Es wäre irgendwie passend, wenn der neue Basel-Trainer ausgerechnet mit einem Sieg gegen Zürich das Kapitel in der Ostschweiz abschliessen würde.

Beim FC Wil laufen derweil die Vorbereitungen für das Kapitel «Nach Sforza» auf Hochtouren. Viel Zeit bleibt nicht, um eine Lösung zu präsentieren. Denn spätestens am kommenden Dienstag (1. September) sollte ein Nachfolger präsentiert werden. Es verlässt ja nicht «nur» Sforza den FC Wil, sondern auch dessen Assistent Daniel Hasler. «Es kommen Dutzende von Bewerbungen rein und wir sind dabei, eine Short-List zu erstellen», sagt FC-Wil-Mediensprecher Dani Wyler am Donnerstagnachmittag zu hallowil.ch.