Mit frischem Gesang gestalteten die Kinder des Vivace-Chors die familiäre Heiligabendmesse in der Pfarrkirche St.Johannes mit. Am Schluss des Gottesdienstes verabschiedete sich die Pfarrei gebührend von der Gründerin und langjährigen Leiterin des Chors, Vroni Krucker.Es kommt selten vor, dass die Johanneskirche so voll ist wie beim diesjährigen ersten Gottesdienst des Weihnachtsfestes, der um 17 Uhr stattfand. Selbst auf der Orgelempore standen Gottesdienstbesuchende in dichten Reihen. Erfreulich viele Familien nahmen an der beeindruckenden Feier teil. Sie wurde von Pfarrer Karl Wenzinger geleitet. Diakon Primo Grelli, Religionspädagoge Urs Vescoli, Lektor Domizio Bianchini und das Ministrantenteam unterstützten ihn. Der Kinderchor Vivace, zum letzten Mal unter der Leitung von Vroni Krucker, trug mit seinen deutschen und englischen Weihnachtsliedern zu einem festlichen Rahmen bei. Am E-Piano begleitete Liana Brühwiler den Chor und die Volksgesänge.

Schenken und Beschenken lassen
In der von der Mesmerfamilie Süess liebevoll geschmückten Kirche sang der Vivace-Chor zum feierlichen Einzug „Das isch de Stern vo Bethlehem“ aus der Zäller Wiehnacht von Paul Burkhard. Im Zentrum der Predigtgedanken, die Primo Grelli und Urs Vescoli abwechselnd äusserten, war eine kindliche Geschichte, welche zuvor der Lektor erzählt hatte. Beim Verhältnis zu Gott gelte es dem göttlichen Kind alles anzuvertrauen, auch Zerbrochenes, böses Verhalten oder ungenügendes Gottvertrauen. An Weihnachten sei Jesus den Menschen entgegengekommen. „Seit Weihnachten ist es Wirklichkeit, wir dürfen Frieden, Freude und Liebe erfahren“. Das bedinge gegenseitige Bereitschaft, sich Schenken und Beschenken zu lassen.

Friedenslicht angekommen
Im Verlaufe des Gottesdienstes erreichte das Friedenslicht von Bethlehem die Johannespfarrei. Es soll in der ganzen Seelsorgeeinheit zirkulieren. Zwei farbige Asylanten aus dem afrikanischen Raum trugen es zur Weihnachtskrippe vor dem Marienaltar. Primo Grelli dankte im Namen der Pfarrei für diesen symbolischen Akt der Verbundenheit mit einem Geschenkkorb, den die Asylanten für eine eigene Feier einsetzen durften. Die Eucharistiefeier von Pfarrer Wenzinger wurde von weiteren Liedern des Vivace-Chors umrahmt. Mit dem „Stille Nacht“ erreichte der festliche Weihnachts-Gottesdienst seinen Abschluss.

Freiwilligendienst für die Kirche
In Vertretung ihres Gatten und Kirchenpräsidenten Michael, der als Swiss-Pilot in himmlischen Sphären schwebte, richtete Brigitte Okle am Schluss der Messfeier Dankesworte an die abtretende Chorleiterin Vroni Krucker. Mehr als 20 Jahre habe sie immer wieder Kinder für die Kirchenmusik begeistern können und zahlreiche Gottesdienste bereichert. „Mit viel Engagement hast du dafür gesorgt, dass immer wieder neue Kinder aus unseren Dörfern den Zugang zum Chor gefunden haben. Für deinen grossen, freiwilligen Einsatz danken wir alle von ganzem Herzen“. Für ihre Verdienste schenkte ihr die Kirchgemeinde einen Engel und Blumen. Dieser Engel stehe für den Engelgesang der Vivace-Kinder, sagte Brigitte Okle.

Auch auswärts gesungen
Der Kinderchor entstand 1997 aus einer Notsituation heraus. Vroni Krucker gelang es damals, singfreudige Mädchen und Knaben für einige Gesangsproben und einen ersten Auftritt zu motivieren. Inzwischen sind es fast 21 Jahre geworden. Vor einigen Jahren gab sich der Kinderchor den Namen Vivace, das will heissen „lebhaft, lebendig“. Vivace trat nicht nur in der eigenen Pfarrei, sondern auch in andern Gotteshäusern auf. Auch in der Ahornkappelle im Alpstein umrahmte der Chor einen Gottesdienste musikalisch. Die Kinder waren an den Bistumssingen dabei und wurden auch an diversen weltlichen Anlässen aktiv.