«Und wer nach dem Konzert einen Tonträger haben will…wir haben auch Kassetten dabei.» Riesengelächter. Philipp Fankhauser, Bluesmusiker mit Herz und Seele, versteht es seit vielen Jahren, «sein» Publikum zu gewinnen. Dafür gehören nicht nur spontan-humoristische Slapsticks, sondern, und das versteht sich von selbst, ein Konzert der Extraklasse. Man kennt ihn und man mag seine Musik, Punkt. Was hat nun ein solcher Star der Szene mit dabei, wenn er auf der Eintracht-Bühne auftritt und sein Bestes gibt? Natürlich sein neues Album «Let Life Flow», sein 16. Album, welches einige Überraschungen in sich birgt. Musikalisch, stilistisch, sprachlich; ein Album, vollbepackt mit wunderbarem Bluessound für Jung und Alt, Bluesliebhabern und solchen, die es noch werden wollen.

Das freut auch den Chef

Schon bevor Fankhauser und Band die Bühne betreten, herrscht eine hervorragende Stimmung im Lokal. Von Minute zu Minute wird es auch spürbar wärmer, gut, haben Architekten einst Fenster erfunden. Die meisten Schweissperlen tropfen oben auf dem Balkon nieder. Man weiss ja dahingehend, dass Wärme steigt, darum gut, wer unten vor der Bühne Platz gefunden hat. Doch auch hier wird es eng, denn mit stillstehen ist hier nicht, zu gut, das Musikalische. Das findet auch Eintracht Inhaber und Geschäftsführer Bruno Metzger. «Da braucht es nicht viele Worte. Philipp ist schlicht und einfach eine Riesennummer und ist – das macht uns extrem stolz – schon öfters hier aufgetreten.» In der Tat, war Philipp Fankhauser vor rund zwei Jahren das letzte Mal in Kirchberg zu Gast, ehe die (zu) lange Coronapause auch ihn traf.

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Philipp Fankhauser


Glas weg, jetzt wird getanzt

Dass Fankhauser von Beginn an auf Hochtouren musiziert, zeigt, dass das Konzert kaum einer mit seinem Glas in der Hand verfolgt. Zu tanzbar sind die Songs, zu melodiös und ohrwurmig sein Blues. Also werden die Tassen, Gläser und Flaschen hingestellt – zur Not auch auf der Bühne platziert – und los geht’s mit Bewegungen des ganzen Körpers. Auch ganz hinten an der Theke, können es zwei Frauen nicht unterbinden, ihre Hüften kreisen zu lassen. Ein Besucher aus dem Hinterthurgau meint dazu, dass er nichts anderes erwartet habe. «Ich habe aufgehört zu zählen, wie viele Male ich schon an Fankhauser-Konzerten war, aber jedes einzelne Konzert war schlicht und einfach sensationell.» Einer Meinung, welcher sich die Konzertgänger an diesem Samstagabend mit Bestimmtheit anschliessen. So soll der Dank auch an die Betreiber der Eintracht gerichtet werden, denn ohne ihren Durchhaltewillen und ihr Engagement für hochstehende Kultur in der Region, würde es bis jetzt keine solchen Events geben.

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Tolles Konzerterlebnis von oben herab...die Eintracht macht's möglich.