Der 44-Jährige gab seinen Spielern sogleich mit auf den Weg, wie er Fussball spielen lassen will: «Offensiv und dynamisch.» Von der Mannschaft fordert er, dass sie sich als Einheit auf dem Platz präsentiert und dabei Freude am Spiel zeigt. «Zudem setze ich auf Disziplin und Respekt, das ist für mich das A und O», sagte Marku. Für die Rückrunde setzt er sich zum Ziel, dass seine Mannschaft nichts mit dem Abstieg zu tun haben soll und sich mindestens einen Platz im Tabellenmittelfeld sichern kann. In eben diesem befindet sich die Hinterthurgauer Mannschaft bei Saisonhälfte, vier Punkte vor der Abstiegszone.

Mehr als «nur» das Fanionteam

Vereinspräsident Peter Sommer sagt: «Wir haben ein klares Anforderungsprofil für den neuen Trainer gestellt.» So sollte der neue Coach nicht nur für die erste Mannschaft, sondern für den ganzen Verein da sein. Dazu muss er nach und nach eigene Junioren in die erste Mannschaft einbauen können. «Und Bekim Marku bringt die Voraussetzungen dafür mit.»

Marku trainierte zuletzt die B-Junioren des FC Uzwil in der Coca Cola Junior League. Davor coachte er während rund sechs Jahren die erste Mannschaft des FC Henau und schaffte dort zwischenzeitlich mit bescheidenen finanziellen Mitteln den Aufstieg in die 2. Liga regional. Nachdem sein Team wieder in die 3. Liga abgestiegen war, verpasste er den Wiederaufstieg mehrmals nur knapp. Marku hatte die Absicht, den FC Henau erneut in die 2. Liga zu führen. Da seine Mannschaft aber nicht dieselben Ambitionen hegte, verliess er den Verein Ende vergangener Saison. Als Aktiver spielte Bekim Marku während rund 20 Jahren für den FC Uzwil in der 2. Liga interregional und regional. Er arbeitet als Automechaniker in Niederuzwil, ist verheiratet und Vater dreier Söhne. In Sirnach wird Marku Nachfolger von Emilio Gesteiro, der den Verein nach der Hinrunde Richtung FC Bazenheid und 2. Liga interregional verlassen hat.

Sportchef bleibt im Verein

Präsident Sommer räumt zudem mit einem Gerücht auf: «Es wurde gesagt, dass unser Sportchef, Roman Brändle, den Verein verlassen wird. Das stimmt nicht.» Brändle werde zwar in nächster Zeit nicht mehr ganz so oft auf dem Sportplatz Kett anzutreffen sein wie bisher, da er aktuell im Beruf stark gefordert ist. «Er bleibt aber Sportchef. Und er hat in der Phase der Trainersuche viel Zeit für den Verein aufgewendet», so Sommer. (pd/red)