«Heute waren wir nicht auf der Höhe» – so lautet die Kurzanalyse FC Wil-Cheftrainers Alex Frei. Die offizielle Spielstatistik weist 15:0 Schüsse aufs Tor, 14:5 Eckbälle und knapp 60 Prozent Ballbesitz für den FC Aarau aus. Diese Zahlen geben die Verhältnisse auf dem Platz deutlich wieder. Das Wiler Team hatte nie richtig Zugriff auf das Spiel.

Vieles war unerklärlich. Am Torhüter lag es mit Bestimmtheit nicht. Weil Philipp Köhn leicht angeschlagen war, vertrat ihn in Aarau Nils de Mol und machte seine Sache gut. Am Selbstvertrauen konnte es auch nicht gelegen haben nach dieser guten Phase. Und der Trainer hatte auch keinerlei Anzeichen feststellen können, dass die Mannschaft so einen Rückschlag erleiden könnte. Aber Leistungsschwankungen kann es bei so einem jungen Team eben geben. Auch für die Spieler bleiben nach dem Spiel Fragen offen: «Wir hatten einen klaren Matchplan und waren sehr gut vorbereitet wie auf alle Spiele. Die Umsetzung ist dann unsere Sache. Wir hatten schon Mühe, ein Pressing auszulösen. Das ist uns nicht gelungen. Ich bin überzeugt, dass wir über die Bücher gehen und das künftig besser umsetzen werden», sagt Robin Kamber.

Zu passiv

Kurz vor der Pause fiel das 0:1 nach einem Eckball, kurz vor Schluss das 0:2 ebenfalls nach einem Eckball – auch eine Frage der Konzentration. Insgesamt waren die Wiler in Aarau zu passiv: «Absolut richtig, es war in der zweiten Halbzeit ein bisschen besser als in der ersten, aber wir hatten zu grosse Abstände, leisteten zu wenig Gegenwehr, waren zu mutlos. Für mich unerklärlich. Aber am Schluss haben wir absolut verdient verloren, Aarau war klar besser», musste Alex Frei feststellen.

Die Möglichkeit zur Korrektur bietet sich am nächsten Samstag im Heimspiel gegen den SC Kriens.

(FC Wil)