Einiges liess die mitgereisten Wiler Anhänger unter den nur 857 Zuschauern auf den ersten perfekten Saisonstart in der Challenge League hoffen. Ihr Verein trat nach dem Erfolg gegen Winterthur nicht nur mit gestärktem Selbstvertrauen an, sondern auch mit mehr Personal. Gleich drei Transfers waren unter der Woche getätigt worden, wobei einzig Rückkehrer Silvano Schäppi noch nicht spielberechtigt war. Mit Nikki Havenaar und Kolja Herrmann kamen zwei Spieler zu ihren Premieren im Dress des FC Wil.

Ganz anders die personelle Situation bei Gegner Schaffhausen. Nur gerade drei Spieler sassen auf der Ersatzbank, wobei einer Ersatzgoalie Rafael Zbinden war. So erstaunte es nicht, dass Trainer Boris Smiljanic nur die Hälfte seines Wechselkontingents ausschöpfte. Weiter hofften die Wiler auf Zählbares, weil bei Schaffhausen mit Helios Sessolo und Adrian Nikci wichtige Offensivkräfte verletzt fehlten und die Munotstädter in der Startrunde bei Rapperswil-Jona keinen Treffer zustande gebracht hatten.

Je länger, je fehlerhafter
Umso bitterer war, dass Wils Trainer Konrad Fünfstück nach der Partie von einer «vermeidbaren Niederlage» sprechen musste. Tatsächlich war das erste Negativerlebnis dieser noch jungen Saison hausgemacht. Zwar starteten die Wiler schwungvoll in die Partie und hatten in der ersten halben Stunde ein Übergewicht zu verzeichnen. Trotzdem gerieten sie nach einer Viertelstunde in Rückstand. Miguel Castroman, der auffälligste Spieler auf dem Platz, setzte sich auf rechts nahe der Grundlinie durch und legte zurück auf Luca Tranquilli, der die Gastgeber sehenswert in Führung brachte. 

Zur selbstverschuldeten Niederlage gehörte, dass der ansonsten treffsichere Silvio mehrere Möglichkeiten vergab. Kurz nach dem Schaffhauser Führungstor hätte der Routinier ausgleichen müssen. Von Sergio Cortelezzi mit einem Querpass optimal in Szene gesetzt, hatte der Brasilianer das verwaiste Tor vor sich, verfehlte dieses aber zum Entsetzen des Gäste-Anhangs. Je länger die erste Halbzeit dauerte, desto fehlerhafter wurde der Wiler Auftritt. Den Schaffhausern gelang es auch deshalb immer besser, das Spielgeschehen zu neutralisieren.

«Eine Niederlage, die weh tut»
Nach der Pause war zwischenzeitlich gar der FC Schaffhausen das klar spielbestimmende Team. Immer wieder Castroman setzt sich in Szene und krönte seinen starken Auftritt nach gut einer Stunde mit dem 2:0. Von Karim Barry im Strafraum angespielt, hatte er keine Mühe, seinen ersten Saisontreffer zu erzielen.

Dies kam nach 62 Minuten bereits der Entscheidung gleich. Denn die Wiler waren in der Folge zwar um eine Reaktion bemüht, hatten aber nicht die Mittel, um den Gastgeber nachhaltig in Bedrängnis zu bringen. Es blieb bei Weitschüssen und zu wenig platzierten Versuchen. «Das ist eine Niederlege, die weh tut. Denn es war auf jeden Fall etwas drin für uns. Schaffhausen war aber zielstrebiger und effektiver», sagte Fünfstück hinterher. Zum Thema «selbstverschuldete Niederlage» führte der Trainer ins Feld, dass man die Zweikämpfe nicht so gut geführt habe, wie man es könne. Vertan hatten die Wiler die Chance, erstmals in der Challenge League die ersten beiden Spiele einer Saison zu gewinnen und sich an der Spitze festzusetzen. Das tat hingegen Wils nächster Gegner Servette mit einem 3:0-Erfolg in Chiasso.

Telegramm:

FC Schaffhausen – FC Wil 1900 2:0 (1:0)

Lipo-Park: 857 Zuschauer: Sr: Staubli.

Tore: 13. Tranquilli 1:0. 62. Castroman 2:0.

FC Schaffhausen: Grasseler; A. Gonçalves, Mendy, Mevlja, Qollaku; Paulinho, Bunjaku (80. Gül), Del Toro, Tranquilli; Castroman, Barry (94. Jozinovic).

FC Wil 1900: Kostdainovic; Rahimi, Havenaar, von Niederhäusern; M. Gonçalves, Zé Eduardo (79. Hoxha), Lombardi, Schällibaum (57. Herrmann); Breitenmoser (57. Scholz); Cortelezzi (69. Audino), Silvio.

Bemerkungen: Schaffhausen ohne Demhasaj (gesperrt), Sessolo, Nikci, Tounkara und Helbling (alle verletzt). Wil ohne Schäppi (nicht spielberechtigt), Djordjevic, Latifi, Savic, Gülünay und Sadiku (alle nicht im Aufgebot). – 78. Bunjaku verletzt ausgeschieden. – Verwarnungen: 14. Zé Eduardo (Foul). 53. von Niederhäusern (Foul). 53. Paulinho (Unsportlichkeit). 93. Gonçalves (Foul).

Höhepunkte des Spiels (Quelle: www.sfl.ch):

 


Stimmen zum Spiel (Quelle: www.fcwil.ch):

 

Der Liveticker zum Nachlesen:

Herzlich willkommen, geschätzte Fussballfans, zum zweiten Derby im zweiten Saisonspiel des FC Wil. Simon Dudle begrüsst Sie aus dem vor rund eineinhalb Jahren eröffneten Lipo-Park, der etwas ausserhalb von Schaffhausen im Stadtteil Herblingen liegt. Ein wahres Bijou. Wer noch nie hier war: Schon mal den 23. Mai 2019 vormerken. Dann trägt der FC Wil sein letztes Auswärtsspiel dieser Saison aus – genau wie das erste im Lipo-Park.

Wer ist heute eigentlich Favorit? Schwierig zu sagen. Aufgrund der vergangenen Saison sind es die Schaffhauser. Sie haben auf Platz zwei abgeschlossen und wären für die Barrage qualifiziert gewesen, wenn es diese schon gegeben hätte. Die Wiler hingegen verbesserten sich noch auf Rang sieben. Der aktuelle Formstand deutet aber eher auf die Äbtestädter hin: Verdiener 2:0-Startsieg gegen Winterthur, während Schaffhausen bei Rapperswil-Jona mit 0:3 getaucht ist.

Die Munotstädter sind das einzige Challenge-League-Team, dass in dieser Saison noch kein Tor erzielt hat. Auch heute stellt sich die Frage, wer treffen soll. Tunahan Cicek, in der vergangenen Saison mit 21 Treffern bester Schaffhauser Torschütze, wechselte auf diese Spielzeit hin zu Xamax in die Super League. Helios Sessolo, in der vergangenen Saison 16-facher Torschütze für Schaffhausen, hat sich in der Vorbereitung einen Kreuzbandriss zugezogen und fällt für den Rest des Jahres aus. Auch der Neuzuzug und Champions League erprobte Adrian Nikci fehlt heute verletzungshalber.

Es ist ja das «Hofchilbi»-Spiel. Auf dem Wiler Hofplatz wird heute gefeiert und es gilt, gemäss Tradition 1125 Liter Bierzins zu trinken. Hoffentlich können wir gute News aus Schaffhausen in die Wiler Altstadt übermitteln. Die Statistik ist gut. Seit dem Abstieg der Wiler aus der Super League vor 14 Jahren hat der FC Wil 9 Mal am «Hofchilbi»-Tag gespielt, und nur einmal verloren. Das darf ruhig so bleiben.

Apropos Statistik: Gewinnt der FC Wil heute, so hätte das schon fast historische Züge. Noch gar nie in der Challenge League sind den Wilern zum Saisonstart zwei Siege geglückt.

Mittlerweile sind die Aufstellungen da. Schaffhausen spielt mit Grasseler; Castroman, Mendy, André Gonçalves, Bunjaku, Paulinho, Tounkara, Qollaku, Mevlja, Del Toro und Tranquilli. Bemerkung am Rande: Es sind nur 4 Schaffhauser Ersatzspieler dabei. Ersatzgoalie Zbinden und drei Feldspieler.

Auf Wiler Seite war man nach drei Zuzügen unter der Woche besonders gespannt auf die Aufstellung. Rückkehrer Silvano Schäppi ist noch nicht dabei, da ihm die Spielbewilligung fehlt. Sein Comeback dürfte am nächsten Freitag im Heimspiel gegen Servette vonstatten gehen. Wil beginnt im Kostadinovic im Tor. Verteidiger sind Rahimi, Havenaar und von Niederhäusern, Michael Gonçalves, Lombardi, Zé Eduardo und Schällibaum bilden das Mittelfeld. Breitenmoser ist hängende Spitze. Cortelezzi und Silvio bilden den Sturm. Es kommt also zum Debüt des Japaners Nikki Havenaar, dem 2-Meter-Mann. Die anderen beiden Neuzuzüge, Kolja Herrmann und Cédric Gasser, sind vorerst Ersatz.

Das Spiel wird geleitet von der einzigen Schiedsrichterin, die momentan im Schweizer Profifussball pfeift: Esther Staubli. Sie ist 38-jährig, kommt aus Wohlen im Kanton Bern und ist Lehrerin. Es ist heute ihr neuntes Challenge-League-Spiel, das dritte mit Wiler Beteiligung. Bisher gab es unter ihrer Leitung ein Unentschieden und eine Niederlage.

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8 Minuten vor Spielbeginn sind noch vereinzelt Plätze frei …

So, die Mannschaften kommen aufs Feld. In wenigen Augenblicken geht es los. Wir sind gespannt.

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Diese Wiler Elf soll es heute richten.

1. Minute: Der Ball rollt …

2. Minute: Schaffhausen spielt übrigens nicht so, wie es auf dem Matchblatt steht. Karim Barry agiert als Stürmer anstelle von Tounkara, der nun verletzt gemeldet wird. Es sitzen nur zwei Ersatzspieler auf der Ersatzbank.

3. Minute: Die Wiler in ungewohnt roten Dressen. Das sind die neuen Auswärts-Leibchen in dieser Saison.

5. Minute: In den ersten Minuten haben die Wiler mehrheitlich den Ball, ohne bisher Gefahr zu erzeugen.

7. Minute: Riesenchance Schaffhausen: Castroman kommt über rechts, legt in die Mitte zu Del Toro, der zentral vor dem Tor zum Abschluss kommt aus rund elf Metern Distanz. Kostadinovic kann mit dem Bein klären. Das war knapp.

9. Minute: Übrigens beste Bedingungen für Fussball. Dank einiger Wolken ist es selbst auf dem Kunstrasen nicht allzu heiss, aber drückend.

11. Minute. Nun hat auch Wil seine erste Topchance - vergeben. Ein Lupfer von Cortelezzi von der Strafraumgrenze kann von Goalie Grasseler gerade noch über die Latte gelenkt werden.

11. Minute: Danach gibt's gleich zwei Corner. Beim zweiten wird es nochmals eng. Der aufgerückte Verteidiger Havenaar kommt zum Kopfball. Es resultiert ein Gewühl im Schaffhauser Strafraum. Schliesslich hat Schiedsrichterin Staubli ein Stürmerfoul gesehen.

13. Minute: Toooor FC Schaffhausen zum 1:0. Torschütze ist Tranquilli. Castroman setzte sich rechts nahe der Grundlinie durch, zog zur Mitte, legte zurück auf Tranquilli, der flach ins linke Ecke vollendete. Das Spiel ist lanciert.

14. Erste Verwarnung in diesem Spiel: Zé Eduardo trifft es nach einem rüden Foul nahe der Mittellinie. Der war einiges an Frust dabei.

17. Minute: Silvo hätte das 1:1 machen müssen! Cortelezzi legt quer auf Silvio, der fünf Meter vor dem LEEREN Tor zum Abschluss kommt. Der Ball zischt zur grossen Freude der Schaffhauser Fans am Gehäuse vorbei. Wie kann man den neben das Tor setzen? Schwierig.

19. Minute: Zé Eduardo schickt Silvio in die Tiefe. Doch Goalie Grasseler ist knapp vor dem Wiler Stürmer am Ball. Keine Gefahr.

20. Minute: Jetzt gute Freistosschance für Wil nach einem Foul an Silvio. Rund 23 Meter Distanz, leicht rechts seitlich …

21. Minute: Cortelezzi zirkelt den Ball auf die nahe Ecke. Doch Grasseler ist auf dem Posten und kann klären.

23. Minute: Wils Trainer Konrad Fünfstück musste sich schon das eine oder mal lautstark zu Wort melden.

24. Minute: Wir halten fest: Die Wiler Reaktion ist da. Sie setzen die Schaffhauser schon in deren Hälfte unter Druck. Da ist sicher noch was möglich im Lipo-Park.

26. Minute: Schällibaum spielt nahe der Mittellinie Handball. Schiedsrichterin Staubli findet Gefallen daran und lässt zum Erstaunen aller weiterlaufen.

27. Minute: Breitenmoser über rechts. Er tankt sich durch bis zur Grundlinie, spielt dann zurück auf Silvio. Dieser verfehlt das Tor - im Fallen.

30. Minute: Eine halbe Stunde gleich rum. Schaffhausen ist es in den letzten paar Minuten gelungen, das Spiel zu neutralisieren.

33. Minute: Der Unterhaltungswert ist in dieser Phase ziemlich tief, was den Schaffhausern in die Karte spielt. Hüben wie drüben sind Chancen derzeit Mangelware. Um nicht zu sagen: Es gibt sie nicht.

35. Minute: Das sah im Ansatz vielversprechend aus. Schliesslich findet aber eine Flanke von Michael Gonçalves keinen Abnehmer.

36. Dann mal wieder Schaffhausen. Ein Abschluss aus der Distanz von Paulinho geht aber weit daneben.

37. Mal wieder Ecke Wil. Sie bringt aber nichts ein. Grad nochmals Ecke …

38. Minute. Auch diese bringt aber nichts ein. Schaffhausen lanciert den Gegenstoss. Jedoch ist Kostadinovic da und kann den Ball wegschlagen.

40. Minute: Es sind weiterhin viele kleine Fouls auf beiden Seiten drin, welche den Spielfluss hemmen.

41. Minute: Nach einer Anreihung von Wiler Fehlern kommt es zu einem Corner für Schaffhausen. Es ist der erste der Munotstädter in diesem Spiel. Kostadinovic kann aber wegfausten.

43. Minute: Im Wiler Spiel schleichen sich nun mehr unnötige Fehler ein als zu Beginn. Die Entwicklung des Spiels kann nicht gefallen.

45. Minute: Und dann ist hier Pause. Schaffhausen führt durch das Tor von Luca Tranquilli mit 1:0.

Pausenfazit: Die erste Hälfte der ersten Hälfte war aus Wiler Sicht durchaus erfreulich, obwohl die Schaffhauser in dieser Phase in Führung gingen. Vor allem im Offensivbereich kam da einiges von den Gästen. Doch dann gab es einen Bruch im Spiel der Wiler. Oder anders formuliert: Den Schaffhausern ist es gelungen, das Geschehen zu neutralisieren. Allerdings leisteten sich die Wiler plötzlich auch zu viele einfache Abspielfehler. Da muss wieder eine Steigerung her nach der Pause, um hier noch etwas mitzunehmen.

Einmal mehr habe die Wiler in der ersten Halbzeit kein Tor zustande gebracht. Das war nicht nur vergangenen Samstag gegen Winterthur so gewesen, sondern gar oft auch in der vergangenen Saison. Das heisst aber auch: Es besteht berechtigte Hoffnung auf eine Steigerung nach der Pause.

Ebenfalls Mut gibt die Erinnerung an den letzten Auftritt hier in Schaffhausen. Im Februar gerieten die Wiler ebenfalls früh in Rückstand, siegten schliesslich aber 2:1. Damals hatten die Äbtestädter aber zur Pause bereits ausgeglichen.

Und dann geht es ja auch noch darum, die gute "Hofchilbi"-Bilanz aufrecht zu erhalten. Apropos: Immerhin in Wil kann mit Sicherheit gefeiert werden. Gleich geht's dort so richtig los mit dem Bierfass-Anstich durch die Ex-Eishockey-Nationalspielerin Anja Stiefel. Hoffen wir, dass die Wiler auch hier in Schaffhausen noch ein Fass aufmachen können. Gruess auf den Hofplatz, falls dort der eine oder andere mitliest.

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In Wil sind die Bierfässer unterwegs auf den Hofplatz. Danke an Hallowil-Korrespondent Christoph Heer für den Schnappschuss aus Wil.

46. Minute: Und weiter geht es hier im Lipo-Park. Keine Wechsel auf beiden Seiten.

48.Minute: Riiiiiieeeesenchance FC Schaffhausen. Rahimi rutscht im dümmsten Moment weg. Barry spielt in die Mitte zu Del Toro. Der könnte schon selber abschliessen, spielt aber zum nach freier stehenden Castroman. Doch dieser bringt das Kunststück fertig, den Ball ganz knapp links neben das Tor zu schiessen. Den kann man durchaus auch machen. Dusel gehabt, FC Wil.

51. Minute: Schaffhausen macht weiter Druck. Erneut kommt Castroman zum Abschluss. Sein Versuch aus rund 20 Metern rauscht aber knapp links am Tor vorbei.

52. Minute: Verwarnung für Nick von Niederhäusern nach einem groben Foul. Auch Schaffhausens Paulinho wird in dieser Szene wegen einer Unsportlichkeit verwarnt.

53. Minute: Von wegen Steigerung: Seit der Pause spielt nur noch Schaffhausen.

54. Minute: Wieder brennt es im Wiler Strafraum und es resultiert die nächste Ecke für die Gastgeber, die aber nichts einbringt. Doch der Ball kommt erneut in die gefährliche Zone. Castroman schliesst ab, aber Kostadinovic klärt stark.

55. Minute: Bei Wil zeichnen sich gleich zwei Wechsel ab.

55. Minute: Zuvor fordern die Schaffhauser nach einem Foul an Barry Penalty. Doch die Pfeife von Staubli bleibt stumm.

57. Minute: Da ist der Doppelwechsel: Scholz ersetzt Breitenmoser und Neuzuzug Herrmann kommt für Schällibaum.

58. Auch Wil meldet sich an in der zweiten Halbzeit. Nach einem Freistoss von Lombardi aus dem Halbfeld kommt Havenaar im Schaffhauser Strafraum zum Kopfball. Doch er verfehlt das Tor.

61. Minute: Seit dem Doppelwechsel spielt übrigens Lombardi auf der "10er"-Position, da "Vorgänger" Breitenmoser ja ausgewechselt wurde.

62. Minute: Tooor FC Schaffhausen. Castroman hat im Strafraum viele Freiheiten und trifft zum verdienten 2:0 für die Gastgeber.

63. Minute: Das hatte sich abgezeichnet. Die Schaffhauser sind in der zweiten Halbzeit das deutlich bessere Team und hatten zuvor schon mehrfach das 2:0 auf dem Fuss.

63. Minute: Wil versucht's mit Lombardi. Sein Abschluss aus der Distanz kommt immerhin aufs Tor, bleibt aber ungefährlich und ist eine sichere Beute für zuvor unterbeschäftigten Grasseler.

65. Minute: 857 Zuschauer sind dabei. Nur 857.

66. Minute: Silvo kommt im Strafraum zum Kopfball, kann den Ball aber nicht wirklich kontrollieren. Auch hier entsteht nur wenig Gefahr.

67. Minute: Jetzt vielleicht: Freistoss für Wil aus rund 25 Metern Distanz. Recht zentral.

68. Minute: Der Versuch von Cortelezzi bleibt in der Mauer hängen.

69. Minute: Nächster Wechsel bei Wil. Für Cortelezzi war es die letzte Aktion. Er wird durch Audino ersetzt.

70. Minute: Langsam aber sicher muss der FC Wil die Aufholjagd starten, wenn da noch was gehen soll. Der perfekte Saisonstart ist auf alle Fälle weit weg derzeit.

72. Minute: Audino kommt sogleich zum Abschluss. Doch es ist eher en Schüsschen von ausserhalb des Strafraums. Auch das ist nicht wirklich gefährlich.

73. Minute: Schaffhausen kommt zu einem Freistoss aus halbrechter Position, rund 25 Meter vom Tor entfernt.

73. Minute: Der Abschluss von Del Toro wäre allerdings auf dem Parkplatz gelandet, wenn das Stadion etwas kleiner gebaut worden wäre.

75. Minute: Die Wiler sind zwar bemüht, sie haben aber auch Mühe. Zum Beispiel, um in den Strafraum des Gegners zu kommen. Momentan deutet nicht viel auf eine späte Wende hin.

77. Minute: Wenn sie schon nicht in den Strafraum kommen, müssen halt Distanzschüsse herhalten. Audino versucht es aus über 20 Metern. Aber damit kann er Grasseler abermals nicht beunruhigen.

78. Minute: Applaus für Lombardi, weil er den Ball ins Aus spielt, da Bunjaku am Boden liegt. Zeit für eine Trinkpause.

79. Minute: Die Wiler nutzen den Unterbruchen für ihren letzten Wechsel. Zé Eduardo geht raus, Stürmer Hoxha kommt rein.

79. Minute: Und weiter geht's.

80. Minute: Für Bunjaku geht es nicht weiter. Er wird durch Gül ersetzt.

81. Hoxha versucht es gleich mal mit einem Abschluss - im Strafraum stehend -, doch Grasseler ist auch hier zur Stelle.

82. Minute: Der eingewechselte Herrmann lässt mehrere Schaffhauser stehen, verfehlt mit seinem Abschluss das Tor aber um etwa zwei Meter.

83. Minute: Gül kommt zum Abschluss. Doch da ist zu wenig Druck dahinter und der Ball senkt sich hinter dem Tor.

84. Minute: Lombardi bringt einen Freistoss in den Strafraum. Dort kommt Silvio per Kopf an den Ball. Doch auch hier fehlt die Präzision. Sichere Sache für Grasseler.

86. Minute: Tja, die schöne "Hofchilbi"-Bilanz scheint bekleckert zu werden.

88. Minute: Wil zwar bemüht, aber es fehlen offensiv die Ideen.

89. Minute: Nun liegt Mevlja am Boden, kann aber weitermachen.

90. Minute: Diese Szene ist symptomatisch für den Wiler Auftritt: Audino kommt in vielversprechender Position nahe des Strafraums an den Ball. Er schliesst aber nicht direkt ab und schiesst dann weit drüber.

91. Minute: Die Wiler bekommen nochmals 5 Minuten. So lange beträgt nämlich die Nachspielzeit.

91. Minute: Eine weitere Wiler Ecke bleibt harmlos.

92. Minute: Michael Gonçalves packt nahe des Mittelkreises gegen Barry die Sense aus und wird dafür zurecht verwarnt.

94. Minute: Schaffhausen wechselt nochmals: Jozinovic ersetzt Barry.

94. Tranquilli schliesst ab. Kostadinovic lässt nach vorne abprallen. Da steht aber kein Schaffhauser.

Schlusspfiff: Der FC Schaffhausen besiegt den FC Wil mit 2:0 und fährt die ersten Punkte der Saison ein. Beim FC Wil bleibt es dabei: Er kann einfach nicht zwei Startspiele einer Saison gewinnen.

Fazit: Eine schwache Phase vor und nach der Pause war zu viel - oder eben zu wenig. Zwar kam am Schluss noch ein Aufbäumen, aber zu spät. In Rückstand liegend, vermochten die Wiler zu wenig Gefahr vor dem gegnerischen Tor zu erzeugen. Somit sind die Äbtestädter nach dem Startsieg gegen Winterthur auf dem Boden der Realität gelandet.

Weiter geht es für die Wiler mit zwei Heimspielen. Bereits am nächsten Freitag (3. August) um 20 Uhr gastiert Aufstiegs-Aspirant Servette in der IGP-Arena.

Das soll's gewesen sein aus dem Lipo-Park. Viel Spass an der Hofchilibi, wer denn noch Lust zum Feiern hat. Auf Wiedersehen, wenn es wieder heisst: Hallowil in der IGP-Arena.