Gleich sechs Wiler sind diese und nächste Woche mit Nationalmannschaften unterwegs. Cédric Gasser, Magnus Breitenmoser, Nias Hefti und Kenzo Schällibaum haben ein Aufgebot für die Schweizer U20-Auswahl unter der Leitung des ehemaligen Wiler Trainers Francesco Gabriele erhalten. Das erste Spiel fand Donnerstagnachmittag im Rahmen der neu gegründeten Elite League statt. In und gegen Portugal resultierte eine 1:1. Alle vier Wiler sassen zu Beginn nur auf der Bank. Hefti wurde zur Pause eingewechselt, Breitenmoser für die letzten 13 Minuten. Dazwischen fielen die beiden Tore. Am nächsten Dienstag geht es in Emden gegen Deutschlands U20 ran.

In die U21-Nationalmannschaft Bosniens sind Fuad Rahimi und Ismajl Beka einberufen worden. Für beide wäre es der erste Einsatz, wenn sie am kommenden Dienstag im EM-Qualifikationsspiel auswärts gegen Israel zum Einsatz kommen.

Bereits zur Pause distanziert

Für die Wiler Spieler ohne Nati-Aufgebot stand am Mittwochnachmittag in der heimischen IGP-Arena ein Testspiel gegen die U21-Auswahl des FC St. Gallen an. Die 1:3-Hypothek, welche sich die Gastgeber bis zur Pause eingehandelt hatten, wurde nicht mehr korrigiert. Zwar verkürzten die Wiler noch auf 2:3, vergaben danach aber mehrere gute Chancen zum Ausgleich. Die Treffer für die Äbtestädter erzielten Andelko Savic und Sergio Cortelezzi. Besorgniserregend ist die Niederlage gegen den Vertreter der vierthöchsten Spielklasse nicht. Denn es kamen bei den Äbtestädtern vornehmlich jene Akteure zum Einsatz, die zuletzt wenig gespielt hatten – oder wie im Falle von Enis Latifi gesperrt waren.

Bei den Stammspielern steht in dieser Phase auch die aktive Erholung auf dem Programm. Nach anstrengenden Wochen mit zuletzt zwei weiten Auswärtsfahrten nach Lausanne und Genf binnen acht Tagen hatten sich die Batterien geleert. Zudem gilt es, möglichst viel Kraft zu tanken für die neun verbleibenden Spiele dieses Jahres, wobei der Cup-Achtelfinal gegen den Super-League-Vertreter FC Thun am 31. Oktober als Höhepunkt im Programm steht.

Nicht ausschlaggebend fürs nächste Spiel

Einige Spieler werden dieser Tage im Kraftraum speziell gefordert. Denn am Donnerstagvormittag fanden in den Katakomben der IGP-Arena Leistungstests statt. Dabei ging es nicht in erster Linie um die Ausdauerwerte, sondern um eine Fettmessung des Körpers. Auch ein standardisierter Rumpfkraft-Test stand an. «So treten allfällige Asymmetrien zu tage. Wenn ein Spieler zum Beispiel links viel besser ist als rechts, dann wird das Trainingsprogramm entsprechend angepasst», sagt Thomas Sawadsky, Leiter Medical-Staff beim FC Wil. Er ergänzt: «Die Resultate dieser Tests sind nicht ausschlaggebend für die Aufstellung im nächsten Spiel. Es geht um die langfristige Gesundheit und Entwicklung der Spieler.»

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Stürmer Rrezart Hoxha musste auch zum Leistungstest antraben.

Die Frage aber stellt sich, warum diese Testeinheit jetzt mitten in der Saison stattfindet und nicht zu Beginn einer Vorbereitungsphase im Sommer oder Winter. «Eine grosse Test-Batterie wurde in der Saison-Vorbereitung im Sommer gemacht. In den vergangenen Wochen sind aber noch einige Spieler dazu gekommen. Von ihnen hatten wir bis jetzt keine Werte», sagt Sawadsky.

In der Meisterschaft geht es für den FC Wil am Sonntag, 21. Oktober um 14.30 Uhr mit dem Heimspiel gegen Chiasso weiter. Hallowil.ch berichtet von diesem Spiel mit einem Liveticker.