Zivko Kostadinovic war beim FC Wil während knapp zwei Jahren die unumstrittene Nummer 1 unter den Torhütern. Nach seiner Ankunft im Februar 2018 sass er zwar zuerst vier Spiele auf der Ersatzbank. Als dann aber der damalige Stammtorhüter Noam Baumann zum FC Lugano transferiert worden war, kam Kostadinovic zu seiner Premiere auf dem Bergholz. Fortan spielte er 64 Meisterschaftsspiele hintereinander über 90 Minuten, ehe er am 9. November bei der 1:4-Heimniederlage gegen Chiasso in der letzten Aktion des Spiels vom Feld gestellt wurde. Er hatte nach dem vierten Gegentreffer Richtung der kleinen Anhängerschaft des FC Chiassos gespukt, nachdem diese ihn provoziert hatte.

Jener 64. Challenge-League-Einsatz im Dress des FC Wil dürfte aller Voraussicht nach Kostadinovics letzter gewesen sein. Denn die Wege von ihm und dem Bergholz-Klub werden sich trennen – spätestens im Sommer 2020, wenn Kostadinovics Vertrag ausläuft. Die Sportkommission des FC Wil hat entschieden, nicht mehr auf den 27-Jährigen zu setzen. Vorderhand wird dem um knapp zwei Jahre jüngeren Anthony Mossi der Vorzug gegeben. Mit dem Spuckvorfall im Chiasso-Spiel habe dieser Entscheid nichts zu tun, sagte FC-Wil-Trainer Ciriaco Sforza, Teil der Sportkommission, nach der Partie in Kriens. Kostadinovic darf zwar weiterhin mit der ersten Mannschaft trainieren, kann den Verein aber vorzeitig verlassen. Ab Januar ist er für den nächsten Verein ablösefrei zu haben. So sieht es das Reglement vor.

FC-Wil-Trainer Sforza zur Personalie Kostadinovic:

 
"Wir planen mit Spielern, die eine Zukunft beim FC Wil haben", sagt Ciriaco Sforza im hallowil.ch-Interview zur Goalie-Frage.

Starker Reflex, nicht immer sicher bei hohen Bällen

Diese personelle Entscheidung kommt überraschend, da Kostadinovic die klare Nummer 1 war beim FC Wil – oder zumindest in der Aussenwahrnehmung als solche wahrgenommen wurde. Während geraumer Zeit dieser Hinrunde stellte der FC Wil die beste Abwehr, was sich allerdings in den vergangenen Partien geändert hat. Kostadinovic zeichnete sich durch einen überdurchschnittlichen Reflex aus, war bei hohen Bällen aber nicht immer stilsicher. Auf den doch unerwarteten Zeitpunkt dieser Massnahme angesprochen, sagte Sforza, dass man klaren Tisch gemacht habe und dem Spieler so die Möglichkeit gebe, sich einen neuen Klub zu suchen.

Der FC Wil wählt somit ein ähnliches Vorgehen, wie er es schon bei seinem vormaligen Captain Sandro Lombardi und bei Ex-Trainer Konrad Fünfstück getan hatte, wobei es bei Fünfstück zu einem vorzeitigen Bruch kam. Beiden hatte man schon deutlich vor Vertragsende kommuniziert, dass es keine gemeinsame Zukunft gibt.


Wiler Anrennen kommt zu spät

Die logische Konsequenz dieser Entscheidung war, dass Kostadinovic bei der 1:2-Niederlage in Kriens nicht dem Aufgebot angehörte. Mossi stand zum dritten Mal in Folge zwischen den Pfosten. Er zeigte zwar in der ersten Halbzeit bei einem harmlosen Flankenball eine unerwartete Schwäche und liess das Spielgerät durch die Finger gleiten, war aber sonst ein sicherer Rückhalt und bei den beiden Gegentoren unschuldig. Vielmehr holten sich die Abwehrspieler schlechte Noten ab. Beim Führungstreffer der Gastgeber besass Nico Siegrist, in der vergangenen Saison Challenge-League-Torschützenkönig, an der Strafraumgrenze zu viele Freiheiten und traf sicher. Vor dem 2:0 hatte Lindrit Kamberi über den Ball geschlagen, was Asumah Abubakar mit einem satten Schuss zum 2:0 nutzte.

Erst mit der Einwechslung Silvios Mitte zweiter Halbzeit bekam der Wiler Offensiv-Auftritt jenen Anstrich, welchen es schon früher bedurft hätte. Zu mehr als dem Anschlusstreffer – Kriens’ Liridon Berisha lenkte einen Schuss von Valon Fazliu unglücklich ins eigene Tor ab – reichte es den Gästen trotz Druckperiode in der Schlussphase aber nicht mehr. Da die Wiler zu lange zu wenig machten, ging die Niederlage in Ordnung. Seit nun mehr fünf Spielen sind die Äbtestädter ohne Sieg, und Platz drei nun los.

Weitere Infos zum Spiel in Kriens sind im untenstehenden Liveticker aus dem Stadion Kleinfeld zu finden.

Die Höhepunkte im Video: (Quelle: www.sfl.ch)

 
So kassierte der FC Wil im letzten Auswärtsspiel des Jahres einen "Nuller".

Resultate, Challenge League, 17. Runde:
Kriens - Wil 2:1
Lausanne-Sport - Vaduz 0:2
Winterthur - Stade Lausanne-Ouchy 1:2
Chiasso - Grasshoppers 0:1
Schaffhausen - Aarau 0:0

SC Kriens – FC Wil 1900 2:1 (2:0)

Kleinfeld: 1050 Zuschauer. – Sr: Gianforte.

Tore: 24. Siegrist 1:0. 33. Abubakar 2:0. 75. Berisha (Eigentor) 2:1.

SC Kriens: Brügger; Urtic, Fäh, Berisha, Mijatovic; Kukeli; Siegrist (90. Hoxha), Bürgisser (46. Ulrich), Sadrijaj, Dzonlagic (65. Yesilcayir); Abubakar (77. Teixeira).

FC Wil 1900: Mossi; Celant, Schmied, Kamberi, von Niederhäusern (66. Rahimi); Muntwiler (10. Ndau), Abedini; Brahimi, Fazliu, Duah (66. Silvio); Stojilkovic (88. Stojilkovic).

Bemerkungen: Kriens ohne Osigwe (krank), Tadic, Elvedi (gesperrt), Alessandrini, Fanger, Wiget und Follonier (verletzt). Wil ohne Rohner, Schmid (gesperrt), Klein, Schäppi, Wörnhard (verletzt), Kostadinovic, Sejdija und Beka (nicht im Aufgebot). – 10. Muntwiler mit einer Zerrung ausgewechselt – 92. Pfostenschuss Yesilcayir. – Verwarnungen: 22. Duah (Foul). 57. Celant (Foul). 67. Kukeli (Foul).

Rangliste:
1. Lausanne-Sport 17/36. 2. Grasshoppers 17/33. 3. Vaduz 17/26. 4. Kriens 17/25. 5. Wil 17/24. 6. Winterthur 17/24. 7. Aarau 17/21. 8. Stade Lausanne-Ouchy 17/18. 9. Schaffhausen 17/16. 10. Chiasso 17/11.

Nächste Spiele (18. Runde):
Freitag, 13. Dezember: Grasshoppers - Lausanne-Sport (20.00 Uhr).
Samstag, 14. Dezember: Stade Lausanne-Ouchy - Schaffhausen (17.00 Uhr).
Sonntag, 15. Dezember: Wil - Winterthur (14.30 Uhr), Aarau - Chiasso (15.00 Uhr), Vaduz - Kriens (16.00 Uhr).

Danach Winterpause bis am 24. Januar 2020.

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Der Liveticker:

So, das soll es gewesen sein. Ich bedanke mich für das Interesse an diesem Liveticker und wünsche weiterhin ein schönes, zweites Advents-Wochenende. Bis bald auf hallowil.ch.

Es war heute zwar das letzte Auswärtsspiel des Jahres für den FC Wil. Noch ist aber nicht Winterpause. Nächstes Wochenende steht in der IGP-Arena das Regional-Derby gegen den FC Winterthur an. Und zwar am Sonntag, 15. Dezember um 14.30 Uhr. Auch von dieser Partie wird hallowil.ch mit einem Liveticker berichten.

Schlussfazit: Der FC Wil ist nach einem ansprechenden Start auf die schiefe Bahn geraten, und dann erst zu spät wieder erwacht. Als er so richtig ins Spiel fand, lag er bereits mit 0:2 zurück. Eine Hypothek, die zu schwer wog. In der Schlussphase lag der Ausgleich zwar noch in der Luft. Alles in allem geht der Erfolg der Krienser aber in Ordnung. Über das ganze Spiel gesehen waren die Gastgeber zielstrebiger in ihren Angriffsbemühungen und hatten mehr klare Chancen. Zum fünften Mal in folge bleiben die Wiler ohne Sieg. Dabei hat es vier Niederlagen abgesetzt. Platz drei sind die Wiler somit los. Wie weit es runter geht, wird der morgige Sonntag weisen.

Schlusspfiff im Kleinfeld: Der SC Kriens gewinnt gegen den FC Wil mit 2:1.

93. Minute: Die letzten Sekunden zerrinnen. Gibt es noch einen Wiler Vorstoss?

92. Minute: Pfostenschuss des eingewechselten Kriensers Yesilcayir. Was für ein Geschoss.

91. Minute: Ein Ball fällt Ndau vor die Füsse. Aber die Kugel geht dann doch deutlich drüber.

90. Minute: Drei Minuten Nachspielzeit werden angezeigt.

90. Minute: Wechsel bei Kriens: Siegrist muss raus und wird durch den Ex-Wiler Hoxha ersetzt.

90. Minute: In den letzten paar Minuten hat Kriens das Spiel wieder besser unter Kontrolle gekriegt.

89. Minute: 1050 Fans sind heute im Stadion Kleinfeld.

88. Minute: Wil wechselt nochmals: Stojilkovic geht raus. Für ihm kommt Krasniqi. Interessant. Ein Stürmer ist raus.

85. Minute: Das war Fazlius Geschoss. Ganz knapp am rechten Pfosten vorbei. Wow, das Spiel hat jetzt komplett gedreht.

84. Minute: Wil drückt nun vehement auf den Ausgleich.

82. Minute: Da stehen sich Silvio und Stojilkovic gegenseitig im Weg. Und das in äusserst aussichtsreicher Position. So rollt der Ball zu Goalie Brügger.

82. Minute: Doch daraus resultiert ein Krienser Konter. Der Abschluss von Ulrich ist dann harmlos un unplatziert. Weit daneben. 

81. Minute: Die Wiler sind nun am Drücker. Reicht die Zeit noch? Corner Wil.

79. Minute: Und plötzlich ist der Ausgleich ganz nahe: Silvio versucht es mit einem Fallrückzieher. So kommt der Ball zu Abedini. Jedoch macht Kriens-Hüter Brügger den Winkel geschickt zu und wehrt ab.

77. Minute: Kriens wechselt nochmals: Abubakar hat Feierabend und wird durch Teixeira ersetzt.

75. Minute: TOOOOOOOOR für den FC Wil zum 2:1-Anschlusstreffer. Es ist ein Eigentor von Berisha. Fazliu hatte geschossen. Doch Berisha lenkt den Ball so ab, dass er unhaltbar in die rechte Torecke kullert. Neue Hoffnung für die Gäste. Eine Viertlstunde bleibt.

74. Minute: Wobei: In den letzten paar Minuten hat sich das Spielgeschehen schon in di Platzhälfte der Krienser verlagert. Kriens-Trainer Bruno Berner muss lautstark intervenieren.

72. Minute: Auf dem Feld deutet weiter wenig auf eine Wiler Aufholjagd hin. Die Krienser sind in ihren Angriffsbemühungen schlicht zielstrebiger.

69. Minute: Dritter Wiler Captain des Abends ist übrigens Joël Schmied.

67. Minute: Gelbe Karte für den Krienser Kukeli nach einem Foul an Abedini in der eigenen Platzhälfte. 

66. Minute: Wechselflut im Kleinfeld: Bei Kriens kommt Yesilcayir für Dzonlagic. Und bei Wil gibt es gar einen Doppelwechsel: Für von Niederhäusern kommt Rahimi und Duah macht platz für Silvio.

65. Minute: Tatsächlich mal wieder die Wiler: Schmied versucht es aus der Distanz. Doch das ist nicht wirklich ein Problem für Brügger.

64. Minute: Ich würde gerne von Wiler Chancen berichten. Aber eben ...

62. Minute: Die Wiler sind in dieser Phase schlicht überfordert - und mit diesem 2:0 richtig gut bedient.

59. Minute: Dann liegt der Ball im Tor und der Stadionspeaker lässt bereits die Tormusik laufen. Diese verstummt aber sofort wieder. Denn Schiedsrichter Gianforte pfeift Offside. Der Treffer zählt nicht.

58. Minute: Beim Freisstoss kommt der Ball auf Mossi, kann von diesem aber nicht gehalten werden. Die Szene verssandet dann aber.

57. Minute: Gelbe Karte für Celant nach einem Foul an Dzonlagic an der Strafraum-Grenze.

56. Minute: Riesenchance für den SC Kriens: Abubakar degradiert die Wiler Abwehr zu Slalomstangen und kommt dann im Strafraum frei zum Abschluss - mit dem Aussenrist. Doch Mossi kann mit einer ganz starken Parade klären. Die Wiler Abwehr ist nicht auf der Höhe in dieser Phase des Spiels.

55. Minute: Die Krienser sind derzeit dem 3:0 näher als die Wiler dem 2:1. Siegrist mit einem Schlenzer aus rund 20 Metern. Aber knapp drüber.

51. Minute: Ecke für Kriens: Aber die ist so gefährlich wie der Wiler Angriff. Nämlich gar nicht.

47. Minute: Die zweite Halbzeit beginnt mit einem doppelten Knall: Der erste kommt von den "Brauchtümlern", die hier ausserhalb des Stadions das Chlaus-Wochenende feiern. Aber auch auf dem Feld geht es schon zur Sache. Torschütze Abubakar kommt frei aus halbrechter Position zum Abschluss. Aber Mossi ist da und kann klären. Wichtig.

46. Minute: Es gibt einen Wechsel für die zweite Halbzeit. Und zwar bei Kriens: Ulrich kommt für Bürgisser.

46. Minute: Das Spiel läuft wieder.

So, die Mannschaften sind wieder da. Gleich geht es weiter mit SC Kriens gegen FC Wil. Kommt nun die Wiler Reaktion?

Pausenfazit: Noch ein Nachtrag zu Muntwiler, der ja früh verletzt raus musste. Es dürfte eine Zerrung sein beim Wiler Captain.

Pausenfazit: Das genügt einfach nicht so. Offensiv erspielen sich die Wiler kaum Torchancen, defensiv lädt man den Gegner zum Toreschiessen ein. So ist dieses 2:0 die logische Konsequenz, obwohl die Wiler rein von der Spielanlage her keineswegs unterlegen sind und 58 Prozent Ballbesitz hatten in der ersten Halbzeit. Es deutet momentan wenig bis nichts darauf hin, dass heute die Negativ-Serie zu Ende geht. Nicht zu vergessen ist ja, dass Captain Muntwiler schon früh ausgewechselt werden musste. Bleibt nur zu hoffen, dass der Anschlusstreffer kommt - und dann ein "neues Spiel" beginnt.

Pausenpfiff: Der SC Kriens führt gegen den FC Wil mit 2:0.

45.+1. Minute: Nochmals Kriens: Siegrist flankt von rechts zur Mitte. Fäh steigt am höchsten, verfehlt das Tor aber deutlich.

45. Minute: Drei Minuten Nachspielzeit gibt es noch.

44. Minute: Geht noch was vor der Pause? Es wirkt nicht danach.

43. Minute: Es geht bei Fazliu weiter.

42. Minute: Wieder ein Wiler am Boden: Dieses Mal ist s Fazliu, der gepflegt werden muss.

41. Minute: "Spieled Fuessball", hat Wils Trainer Sforza vor in paar Minuten mal aufs Feld gerufen. Gerne ...

39. Minute: Wenn das in dieser offensiven Intensität weitergeht beim FC Wil, ist die Sache hier bereits durch. In den letzten knapp 4,5 Spielen erzielten die Wiler genau 4 Tore.

36. Minute: Fazliu bringt eine Freistoss-Flanke von links zur Mitte. Schmied steigt am höchsten, bringt aber keinen Druck hinter denn Ball. Brügger hält sicher.

33. Minute: TOOOOR für den SC Kriens durch Abubakar zum 2:0. Ai, ai, ai. Kamberi säbelt über den Ball, so dass Abubakar schliesslich im Strafraum frei zum Abschluss kommt und die Kugel satt in die Maschen hämmert. Tja, die Wiler verteilen schon eifrig Weihnachtsgeschenke. Mal schauen, ob sich die Krienser nach dem Spiel bedanken.

33. Minute: Der Daumen geht hoch bei Duah. Er macht weiter und ist wieder im Spiel.

31. Minute: Da liegt ein nächster Wiler am Boden. Es ist Duah. Wäre natürlich happig, wenn die Ostschweizer schon ein zweites Mal verletzungsbedingt wechseln müssten nach einer halben Stunde.

29. Minute: Der eingewechselte Ndau versucht zu reagieren - und haut aus knapp 25 Metern einfach mal drauf. Da fehlt beim rechten Pfosten rund ein Meter.

28. Minute: In der Blitztabelle liegt der FC Wil somit hinter dem SC Kriens. Aber noch ist ja mehr als eine Stunde Zeit, um dies wieder zu ändern.

24. Minute: TOOOOR für den SC Kriens durch Siegrist zum 1:0. Flaches Zuspiel an die Strafraumgrenze, wo Siegrist Zeit hat und sich für die linke Seite entscheidet. Keine Abwehrchance für Mossi. Aber so viel Platz darfst du dem besten Torschützen der vergangenen Challenge-League-Saison natürlich nicht geben.

22. Minute: Die erste Verwarnung des Spiels ist Tatsache: Es trifft Duah nach einem Foul an Sadrijaj - am Krienser Strafraum notabene. Schade, denn das sah nach einer guten Wiler Chance aus.

20. Minute: Wieder die Krienser: Nach einer Flanke von rechts muss Celant hochsteigen und kurz vor der Linie klären. Der Nachschuss von Mijatovic landet dann im Nirgendwo.

19. Minute: Recht ausgeglichene Startphase, wobei die Platzherren in den letzten paar Minuten etwas mehr vom Spiel bekommen haben. Ein Fehlpass von Kamberi bleibt für die Wiler ohne Konsequenzen.

15. Minute: Ouu, da macht es Mossi unnötig spannend. Eine völlig harmlose Flanke lässt er zwischen den Händen durchgleiten. Aber es ist niemand da, um zu profitieren.

14. Minute: Der Auftritt der Wiler ist bisher kämpferisch. Deutlich kämpferischer als in den letzten Partien. Das gefällt mal.

10. Minute: Oha, du muss Captain Muntwiler raus, verletzungsbedingt. Es kommt für ihn Ndau. Das ist natürlich ein herber Rückschlag für die junge Wiler Truppe, wenn der Routinier schlechthin raus muss. Neuer Captain ist nnun von Niederhäusern.

7. Minute: Da ist die erste Topchance des Spiels. Und sie gehört dem FC Wil: Muntwiler kommt im Strafraum der Innerschweizer auf halblinks frei zum Abschluss, nachdem er sich den Ball geschickt selbst vorgelegt hat. Doch er scheitert am linken Fuss von Goalie Brügger. Gut reagiert vom Schlussmann. Aber den darf man auch durchaus machen.

5. Minute: Die Krienser kommen über links: Da muss Schmied rutschend zum ersten Corner klären. Dieser bringt dann in zwei Tranchen nichts ein.

3. Minute: Gegenseitiges Abtasten in den ersten paar Sekunden.

1. Minute: Das Spiele läuft. Der FC Wil hatte Anstoss.

Es gibt eine Trauerminute. Der Ex-Kriens-Spieler Tiago Ribeiro ist bei einem Arbeitsunfall in Brasilien verstorben. Auch wir schweigen.

So, die Mannschaften sind aufgelaufen. Der SC Kriens im traditionellen Grünweiss, der FC Wil in Orangeblau. Gleich geht es los. Viel Spass.

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Noch wird aufgewärmt im Kleinfeld. Gleich geht es los.

Geleitet wird das Spiel vom Aadorfer Schiedsrichter Nico Gianforte.

Auch bei Kriens fehlen zwei Spieler gesperrt. Es sind Jan Elvedi (Zwillingsbruder von Mönchengladbachs Nico Elvedi) und Tadic, der beste Challenge-League-Torschütze aller Zeiten. Kriens-Trainer Bruno Berner schickt in einem 4-1-4-1-System folgende Spieler aufs Feld: Im Tor steht Brügger. Die 4er-Abwehr bilden von rechts her gesehen Urtic, Fäh, Berisha und Mijatovic. "Scheibenwischer" ist Captain Kukeli. Das Mittelfeld der Platzherren bilden von rechts nach links Siegrist, Bürgisser, Sadrijaj und Dzonlagic. Einziger Stürmer ist Abubakar.

Kommen wir zu den Mannschaftsaufstellungen. Und da interessiert beim FC Wil vor allem, wer im Tor steht. Anthony Mossi hat in den vergangenen beiden Partien weitgehend gut gehalten. Nun steht aber der vormalige Stammgoalie Zivko Kostadinovic nach verbüsster Sperre wieder zur Verfügung. Wils Trainer Ciriaco Sforza, der nach auskurierter Krankheit wieder dabei ist, hat sich für Mossi entschieden. Kostadiovic ist nicht einmal im Aufgebot. Auf der Bank sitzt Tolino als zweiter Goalie. Somit sieht die Wiler Aufstellung in einem 4-2-3-1-System wie folgt aus. Im Tor steht Mossi. Die Abwehr bilden von rechts nach links Celant, Schmied, Kamberi und von Niederhäusern. Im defensiven Mittelfeld laufen Captain Muntwiler (rechts) und Abedini auf. Das offensive Mittelfeld bilden von rechts her gesehen Brahimi, Fazliu und Duah. Einziger Stürmer ist Stojilkovic. Schmid und Rohner sind gesperrt, Klein, Schäppi und Wörnhard verletzt.

Die Erinnerungen an das mit einem Kunstrasen bestückte Stadion Kleinfeld sind zwar nicht repräsentativ, aber gut. Erst einmal sind die Wiler hier aufgelaufen – und holten im schmucken Kleinstadion den einzigen Auswärtssieg der Rückrunde 2018/2019. Auch jetzt wäre ein 3er in der Fremde mal wieder recht. Drei der vier letzten Auswärtsspiele gingen mit durchschnittlich vier Gegentoren verloren.

Es ist ein wegweisendes Spiel für die junge Wiler Mannschaft: Die Krienser sind zwar in der unteren Tabellenhälfte klassiert, können aber die auf Rang 3 positionierten Wiler mit einem Sieg überholen. Das zeigt, wie nahe alles beisammen ist im Tabellen-Mittelfeld. Nimmt man die Punkteabstände als Massstab, so ist aus Wiler Sicht Platz 7 deutlich näher als Rang 2. Von den Äbtestädtern wird nach zuletzt eher matten Auftritten eine Leistungssteigerung erwartet. Eine solche ist nötig, um den ersten Sieg seit Ende Oktober zu realisieren. Dass es die Mannschaft besser kann, hat sie schon oft genug unter Beweis gestellt in dieser Saison.

Letztes Auswärtsspiel des Jahres für den FC Wil. Es wird am Fusse des Pilatus ausgetragen. Kehren die Äbtestädter nach vier Partien ohne Vollerfolg zum Siegen zurück und behalten somit Platz drei? Oder werden sie gar durchgereicht? Für Spannung ist gesorgt. Herzlich willkommen aus dem Stadion Kleinfeld in Kriens zum Spiel der 17. Challenge-League-Runde zwischen dem SC Kriens und dem FC Wil. Simon Dudle tickert durch einen hoffentlich unterhaltsamen Fussball-Vorabend.

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Die Vorschau:

Zwei Runden sind in der zweithöchsten Schweizer Spielklasse noch ausstehend bis zur kurzen Winterpause. Dabei wird sich weisen, ob die Wiler auf Position 3, 4, 5, 6 oder 7 den Jahreswechsel verbringen werden. Die Gegner sind mit Kriens und Winterthur zwei Teams, welche die Wiler noch überholen möchten. Somit wird sich in diesen beiden Partien entscheiden, ob die Äbtestädter von einer überdurchschnittlich starken Hinrunde sprechen werden – oder halt doch von einer, in welcher es lange besser ausgesehen hat.

Damit sich der FC Wil auf dem guten dritten Platz halten kann, braucht es eine Leistungssteigerung im Vergleich zu den letzten vier Partien. In diesen hat nur noch einer von zwölf möglichen Punkten resultiert und die Wiler liessen es zuweilen auch an grundsätzlichen Dingen wie Laufbereitschaft und Entschlossenheit mangeln. So erstaunt es nicht, dass auch in den beiden Heimspielen gegen die schwächsten zwei Teams der Liga – Chiasso und Schafhausen – kein Sieg resultiert hat. Die Wiler Spieler sind nun in der Pflicht, zu zeigen, ob sie wirklich das sind, als was sie sich gerne sehen: ein Spitzenteam.

Die Wiler:

Bei den Wilern stellt sich vor dem Gastspiel im Stadion Kleinfeld vor allem eine Frage: Wer steht im Tor? Noch vor einem Monat schien diese Frage keine zu sein. Zivko Kostadinovic hatte den Status der unbestrittenen Nummer eins und seit Sommer 2018 jede einzelne Meisterschafts-Minute bestritten. Doch dann kam der Vorfall im Chiasso-Heimspiel, als er sich in der letzten Aktion der Partie von den Anhängern der Tessiner provozieren liess – und in deren Richtung spuckte. Die zwei Spielsperren, welche er dafür aufgebrummt bekam, sind nun verbüsst. Ob Kostadinovic aber in die Startelf zurückkehrt, scheint nicht sicher. Denn in der Zwischenzeit wird der 25-jährige Anthony Mossi verpflichtet. Dieser hat nun zwei Spiele absolviert, in welchen er zwar ein Gegentor verschuldete, aber mit diversen guten Paraden auch weitere Verlusttreffer verhinderte. Er wolle die Nummer 1 werden, sagte Mossi nach der Partie in Lausanne im hallowil.ch-Interview. Kommt dazu, dass auch der derzeit verletzte Ersatzgoalie Yuri-Gino Klein Ambitionen anmeldet. Für Konkurrenzkampf ist also gesorgt.

Wie schon gegen Schaffhausen sind wiederum zwei Wiler Spieler gesperrt. Dominik Schmid sitzt seine letzte von drei Sperren ab, Fabian Rohner ist nach seiner vierten Verwarnung dieser Saison zum Zusehen verpflichtet. Da beide als Aussenverteidiger eingesetzt werden können, spitzt sich die Situation auf jener Position zu.

Die Krienser:

Von wegen «die zweite Saison nach dem Aufstieg ist schwieriger als die erste»: Nachdem die Mannschaft von Trainer Bruno Berner in der vergangenen Saison als Aufsteiger schon vor der letzten Runde den Ligaerhalt sichergestellt hatte, ist auch der bisherige Saisonverlauf zufriedenstellend verlaufen. In den vergangenen beiden Monaten gingen nur die beiden Partien gegen die beiden Top-Team Lausanne-Sport und Grasshoppers verloren. Die weitgehend positiven Resultate haben zur Folge, dass die Krienser zumindest für eine Nacht Platz drei übernehmen, wenn sie gegen den FC Wil gewinnen.

Allerdings fehlen auch den Innerschweizern zwei Spieler gesperrt. Es sind Innenverteidiger Jan Elvedi, der phasenweise Captain war in dieser Hinrunde, und Stürmer-Routinier Igor Tadic.