Es war leider, wie zuletzt gegen Chiasso stets: Ein Geknorze. Dem FC Wil gelang es nicht, eine spielerische Linie herzustellen. «Wir haben zuwenig Lösungen in der Offensive gefunden», sagte Assistenztrainer Romain Villiger, der für den gesperrten Alex Frei das Coaching geleitet hatte und unter anderem auf den verletzten Silvio verzichten musste.

Auch in dieser Saison lässt der FC Wil 1900 gegen den FC Chiasso viele Punkte liegen – aus bisher drei Spielen resultiert ein Punkt. Bereits in der letzten Saison holte das Team nur 4 von möglichen 12 Punkten gegen die Tessiner. «Es ist bitter, dass wir wieder da unten sind und mit null Punkten heimfahren», stellte der enttäuschte Captain Philipp Muntwiler fest. Warum immer diese Probleme gegen Chiasso? «Heute hat man es wieder gesehen: Da gibt es immer wieder Mätzchen und Emotionen. Am Schluss müssen wir aber auf uns schauen, müssen unsere Stärken ausspielen – und das haben wir zuwenig getan», sagt Romain Villiger.

Frühes Gegentor und rote Karte

Dieses Mal nahm das Unheil bereits nach vier Minuten seinen Lauf, als Roberto Strechie das 1:0 viel zu einfach erzielen konnte. Das kam den Tessinern und ihrer Spielweise entgegen. In Sachen Zweikampfverhalten muss man ihnen nichts vormachen. Sie haben ihre Mittel und die wenden sie gekonnt an. Damit tat sich der FC Wil einmal mehr sehr schwer. Als Valon Fazliu nach 40 Minuten Rot sah, wurde die Aufgabe noch schwieriger. «In der 1. Halbzeit waren wir nicht von Anfang an da, wir haben die Einstellung nicht auf den Platz gebracht und die entscheidenden zweiten Bälle nicht gewonnen», fasste Philipp Muntwiler selbstkritisch zusammen. In der zweiten Halbzeit rannte die dezimierte Mannschaft an, konnte aber kaum torgefährlich werden.

In der nächsten Woche stehen gleich zwei Spiele an: Am Dienstag das Auswärtsspiel in Winterthur, am Freitagabend kommt Neuenburg Xamax ins Bergholz.

(FC Wil)