Zum zweiten Mal gewann der FC Wil das Heimspiel gegen Xamax; zum zweiten Mal mit 1:0 und zum zweiten Mal feierte der Siegtorschütze seine Torpremiere für den FC Wil 1900. 

Anfang Februar entschied Tician Tushi die Partie, jetzt war es der 19-jährige Henri Koide. In beiden Spielen kam der Assist von Maren Haile-Selassie. Nach 56 Minuten brachte er einen Eckball zur Mitte, Henri Koide stieg hoch und setzte den Ball mit dem Kopf in die Maschen. «Ich freue mich, dass ich mit dem Tor der Mannschaft helfen konnte und freue mich über mein erstes Tor für Wil», sagte der Torschütze und Matchwinner. «Es war kein einfacher Match für uns – wir wollten aber unbedingt die 3 Punkte nach der Niederlage in Chiasso und dem Unentschieden gegen Winterthur».

Es war über weite Strecken ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Heimmannschaft defensiv kaum etwas zuliess. Offensiv konnte sich das Team nach der Pause steigern und von daher ist der Sieg durchaus verdient. Nach drei Spielen mit je einem Gegentor spielte man nun wieder zu Null – sehr zur Freude von Goalie Philipp Köhn: «Zu Null gespielt nach den letzten Resultaten, das tut natürlich gut. Grundsätzlich ist es mir aber wichtiger, dass wir gewinnen. Wenn es dann zu Null ist, ist die Freude doppelt gross».

Die grosse Rettungstat

Dass das Spiel ohne Gegentor beendet werden konnte, ist auch Innenverteidiger Serkan Izmirlioglou zu verdanken. Mit einer spektakulären Rettungsaktion bewahrte er das Team vor dem Ausgleich. Torhüter Philipp Köhn war bereits ausgespielt, aber die Neuenburger hatten die Rechnung ohne Serkan gemacht. Mit letzter Kraft und einer riesigen Portion Willen verhinderte er mit der Abwehr auf der Torlinie das 1:1. Auch er kann sich durchaus als Matchwinner bezeichnen.

Der gute Lauf

Der gute Lauf nach der Winterpause konnte mit diesem Sieg fortgesetzt werden. In den neun Partien dieses Jahres gab es fünf Siege, drei Unentschieden und nur eine Niederlage. «Wir wussten, dass wir mehr draufhaben. Auch vor der Winterpause war die Spielweise nicht schlecht, aber die Ergebnisse haben nicht gestimmt – und im Fussball geht’s um Ergebnisse. Jetzt passen Leistung und Ergebnisse», erklärt Torhüter Philipp Köhn.

Frauenpower

Das Spiel wurde von einem Quartett mit drei Frauen und einem Mann unter der Führung von Schiedsrichterin Esther Staubli geleitet. Auch das eine Premiere.

(FC Wil)