Ein Vergleich der Jahresberichte 2012 und 2019 der Gemeinde Uzwil zeigt, dass trotz oder eben wegen der Reduktion des Steuerfusses von 142  auf 133 Prozent der Ertrag pro Einwohner um rund 10 Prozent gestiegen ist. Seither ist die Bevölkerung Uzwils mengenmässig gewachsen und wird es auch weiter tun. Dies sei unter anderem auf die interessanten Immobilienbauprojekte von Privaten sowie der stetig erweiterten respektive erneuerten Infrastruktur zurückzuführen, schreibt die FDP Uzwil in einer Mitteilung

Wächst die Zahl der ständigen Wohnbevölkerung Uzwils, steigen im Normalfall die Steuereinnahmen der Gemeinde. Gleichzeitig lässt dieses Wachstum einige Ausgabenposten teilweise sprunghaft ansteigen, beispielsweise aufgrund zusätzlicher Schulklassen. Steigende Steuereinnahmen wecken aber auch Begehrlichkeiten und führen zu ineffizientem Einsatz der von den Steuerzahlerinnen und Steuerzahler hart erwirtschafteten und mittels direkter Steuer zur Verfügung gestellten Geldmittel.

Mit der Überbauung Birkenhof entstehen 69 neue moderne Wohnungen in Uzwil. Angenommen, jede dritte Wohnung führt zu Neuzuzügen mit einem Einkommen, das dem Schweizer Durchschnitt entspricht, steigen die Steuereinnahmen der Gemeinde Uzwil bereits um mehr als ein Steuerprozent an, wird vorgerechnet. Weiteres Potenzial biete das Hirzenpark-Projekt, das bereits mit der ersten Bauetappe 130 neue Wohnungen schafft und die Steuereinnahmen der Gemeinde Uzwil weiter anwachsen lässt.

Die allermeisten der umliegenden Gemeinden verfügen über niedrigere Steuersätze als die Gemeinde Uzwil. Ein Eins-zu-Eins-Vergleich der Steuersätze ist allerdings nur bedingt aussagekräftig, da in den wenigsten Fällen die Infrastrukturen (zum Beispiel: Sportplätze, Bahnhof.) gleich stark entwickelt sind. Hierzu genügt ein kurzer Blick auf die beiden Gemeinden Oberbüren und Zuzwil, die im Vergleich zu Uzwil durchaus als Steuerparadies gelten. Nichtsdestotrotz kann sich Uzwil im Hinblick auf die langfristige Attraktivität dem Steuerwettbewerb nicht mehr länger entziehen. Des Weiteren wird eine Gemeinde mit niedrigen Steuersätzen attraktiv für gut ausgebildete und einkommensstarke Personen, die für die lokalen und regionalen Arbeitgeber von grosser Wichtigkeit sind. 

Dies sei der Grund, warum die FDP Uzwil eine spürbare Reduktion des Steuersatzes per 2022 fordert, heisst es in der Mitteilung.