Die FDP Uzwil hat als erste Uzwiler Ortspartei nach der Lockerung der Corona-Einschränkungen am Montagabend wieder eine öffentliche Hauptversammlung durchgeführt. Nach den üblichen Traktanden mit der Neuwahl des Präsidenten sind die Kandidatinnen und Kandidaten für die Gemeindewahlen vom 27. September nominiert worden. Aus dem Gemeinderat Uzwil ist einer der beiden FDP-Vertreter zurückgetreten. Während Ruedi Müller, Leiter Privatkunden bei der St. Galler Kantonalbank Uzwil, wieder antritt, hat Hanspeter Haltner nach 16 Jahren Zugehörigkeit zum Rat demissioniert. Während vier Amtsdauern ist er dem Ressort Technische Betriebe vorgestanden. Ausserdem war er Präsident der Abwasserentsorgung Uzwil-Oberuzwil. Nun ist an der von gut einem Dutzend Mitgliedern besuchten Versammlung Martin Brunnschweiler als neues FDP-Mitglied des Gemeinderates Uzwil vorgeschlagen worden.

Unternehmerisch tätig

Martin Brunnschweiler wurde im Jahr 1973 geboren, ist verheiratet und Vater von zwei Kindern in der Oberstufe. Er wohnt in Oberstetten und sagt über sich und seine Ziele: «Als aktiver Landwirt und Geschäftsführer ist mir das Gleichgewicht zwischen Wirtschaft, Ökologie und Sozialem äusserst wichtig. Uzwil benötigt auch in Zukunft gute und sichere Arbeitsplätze. Dabei müssen die Bedürfnisse von Klein- und Grossfirmen gleichermassen berücksichtig werden. Investitionen und Ausgaben müssen wohlüberlegt getätigt werden, so dass der Steuerfuss auf ein attraktives Niveau gesenkt werden kann.» Im Gemeinderat würde er sich als einziger Selbständigerwerbender und mit den Händen und im Freien Arbeitender vor allem für die nicht im Büro arbeitende Bevölkerung einsetzen.

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Michaela Uhler-Huber soll für Peter Alpert in den Schulrat einziehen.


Digitalisierung fördern

Aus dem Schulrat treten ausser dem Präsidenten Daniel Wyder (SP) alle Mitglieder zurück, so auch der FDP-Vertreter Peter Alpert. Für ihn ist Michaela Uhler-Huber nominiert worden. Sie ist 43 Jahre alt, verheiratet und Mutter eines zweijährige und eines siebenjährigen Kindes. Sie ist gelernte Floristin und Familienfrau. Ihr politischer Schwerpunkt liegt nach eigener Aussage in der Bildungs- und Energiepolitik. In der Corona-Krise habe sie Erfahrung mit dem Homeschooling gemacht. Dabei habe sie festgestellt, wie wichtig die Digitalisierung sei. Diese gelte es nach Kräften zu fördern. Ihr Einsatz würde auch der regionalen Vergabe von Aufträgen gelten. Sie erachtet die Überarbeitung des Nachhilfekonzeptes als wichtig, ebenso die Schaffung eines einheitlichen, modernen Lernkonzeptes für alle Schulhäuser der Gemeinde Uzwil.

GPK-Sitz zurückerobern

Vor vier Jahren hat die FDP ihren Sitz in der Geschäftsprüfungskommission (GPK) verloren. Kurz vor der Wahl war ihr GPK-Vertreter Adrian Stauffer gestorben. Auf eine Nachnomination hat die Partei verzichtet, worauf der SVP-Kandidat Marco Baumann gewählt wurde. Die FDP macht ihren Anspruch nun mit Natasa Weber wieder geltend. Die 47-jährige Sachbearbeiterin der Erwachsenenbildung BZWU ist Mutter zweier Oberstufen-Kinder. Zum Amt sieht sie sich durch ihre Ausbildung bei der Kantonalbank, langjährige Arbeit im Bankwesen, Erziehungsarbeit und Sachbearbeitung im Bildungswesen befähigt.

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An der Spitze der FDP-Ortspartei löst Yves Beutler (links) Bruno Lusti ab. Bruno Lusti hat die Partei sieben Jahre geführt.


Yves Beutler neuer Präsident

Drei Vorstandsmitglieder haben demissioniert. Bruno Lusti hat die Partei die letzten sieben Jahre geleitet. Er war langjähriger Kantonsrat und hat dem Parteivorstand schon früher einige Jahr angehört. Mehr als 20 Jahre hat Heinrich Schiess, ehemaliger Schulrat, im Parteivorstand mitgewirkt – sieben Jahre war Jan Metzger tätig. Im Zuge der Verjüngung des Parteivorstandes wurde Yves Beutler als neuer Präsident an die Spitze der Ortspartei gewählt. Ursprünglich Zürcher, mit einer Uzwilerin verheiratet, leitet er den internationalen Verkauf eines KMU.

Ein steuerlich attraktives Uzwil bezeichnete der neue Präsident als Ziel seines Einsatzes, wie es auch Bruno Lusti in seinem letzten Präsidialbericht getan hatte. Wegen der Corona-Krise sei aber bezüglich Forderungen eine gewisse Vorsicht am Platz. Seiner Freude Ausdruck gab Bruno Lusti über die grosse Wohnbautätigkeit, die guten Anschlüsse an den privaten und öffentlichen Verkehr, das intakte Naherholungsgebiet und die attraktiven Arbeitsplätze.