Von der Maillart-Brücke aus, welche zwischen Henau und Zuzwil die Thur überquert, ist die Abbruchstelle gut einsehbar. Sie liegt im Schutzgebiet Gigerrain, welches sich im Eigentum von Pro Natura St. Gallen befindet. Das Schutzgebiet Gigerrain mit dem südexponierten Prallhang am linken Thurufer gehört zur national bedeutenden Aue Gillhof-Glattburg. Die Abbruchstelle liegt auf Zuzwiler Gemeindegebiet. Ursache des Absturzes dürfte gefrierendes Wasser hinter den überhängenden Partien gewesen sein. Am Freitag war es verhältnismässig warm. Die Nacht auf Samstag war empfindlich kalt.

Post inside
Die abgestürzten Felsmassen blieben am Thurufer liegen. Es kam zu keinem Stau im Fluss.


Seit gut 40 Jahren unter Schutz

Im Jahre 1976 ist das Gebiet von Pro Natura erworben worden. Zum Schutzgebiet heisst es auf der Homepage von Pro Natura: «Der Steilabfall ist dadurch begründet, dass der Mergel durch eine obere und untere Nagelfluhschicht vor schneller Erosion geschützt ist und der unterhalb liegende Hang von der Thur abgetragen wird. Ein tiefes Bachtobel mit Buchenwald bildet den westlichen Abschluss. Landschaftlich wird das Schutzgebiet durch den Wasserfall beim ehemaligen Elektrizitätswerk Felsegg ergänzt. Die SAK wollte 1979 dieses Kraftwerk ausbauen und dazu die Thur aufstauen. Dadurch wäre die einmalige Flusslandschaft zerstört worden. Pro Natura wehrte sich für die Naturwerte und erreichte, dass 1985 der Bundesrat die vom Regierungsrat des Kantons St. Gallen erteilte Konzession aufhob.»