An der Viehschau 2017 des Viehzuchtvereins Wil bei der Landi Zuzwil wurden rund 280 Tiere angemeldet und bewertet. Den Titel „Miss Wil“ eroberte die prächtige Kuh „Jade“ aus dem Stall von Armin Granwehr, Zuzwil.Der Viehzuchtverein gehören Landwirte der beiden Gemeinden Wil und Zuzwil an. Am ersten Herbsttag des Jahres ergab das prächtige Wetter den gewünschten Rahmen für die traditionelle Viehschau. Auf den Strassen von Zuzwil beherrschte am Samstagmorgen das Braunvieh, welches zur Schau gebracht wurde, die Strassen. Festlich geschmückte Rinder und Kühe zogen von den Bauernhöfen zum Schauplatz bei der Landi Zuzwil. Das Geläute ihrer teilweise verzierten Glocken machte die Bevölkerung auf den für das Bauernvolk wichtigen Anlass aufmerksam. Damit konnte die Viehschau wenigstens teilweise ihren volkstümlichen Charakter bewahren.

Sicher durch die Strassen
Angesichts des enorm zunehmenden Strassenverkehrs führte auch dieses Jahr nur die Hälfte der Landwirte das Vieh über die Zuzwiler Strassen. Immerhin betrug ihr Anteil der vorgeführten Tiere etwa zwei Drittel. Mit Bändern und Stricken hielten Helfer das Braunvieh zusammen und leiteten es sicher zum Schauplatz. Die übrigen, weiter entfernten Züchter entschieden sich für einen motorisierten Transport ihre Herde. Damit verlagerte sich das Interesse der Schaulustigen vor allem auf den Schauplatz bei der Landi. Dort fand denn auch am Abend im Festzelt das grosse Oktoberfest statt, bei dem auch die Glocken, Anerkennungs- und Wanderpreise der Viehschau verteilt wurden.


Werbung für die Landwirtschaft
Thomas Hollenstein, Präsident des Viehzuchtvereins Wil organisierte mit einem grossen Helferteam die jährlich durchgeführte Schau, die als Höhepunkt des Vereinsjahres gilt. Für die Festwirtschaft im grossen Festzelt trug Niklaus Fitze die Verantwortung. Er konnte auf die Frauen der Züchter und weiteren Helfenden zählen. Zum Mittagessen und beim Oktoberfest am Abend war das Zelt prallvoll. Der Vereinspräsident freute sich über die gute Beteiligung: „Dieses Jahr bringen erneut vierzehn Mitglieder ihre Tiere zur Bewertung. Das Ziel der Schau ist es, durch die Öffentlichkeitsarbeit das Verständnis der Bevölkerung für die Landwirtschaft zu fördern. Ausserdem soll das Treffen durch die Momentaufnahme die Zuchtfortschritte aufzeigen“. Dadurch werde eine Verbesserung der Leistungsmerkmale angestrebt.

Fachkundige Experte
Als Experten wirkten Hans Kuratli und Andreas Wittenwiler (Kantonalpräsident) aus Nesslau sowie Marco Wildhaber, Flums. Am Vormittag begutachteten sie die Tiere an den Anbindlatten und bewerteten sie nach den Kriterien des Zuchtverbandes. Insgesamt waren die 280 angemeldeten Kühe und Rinder in zwanzig Abteilungen eingeteilt. Mit einer entsprechenden Einreihung wurde bereits eine grobe Vorentscheidung getroffen. Die besten Tiere jeder Kategorie durften am Nachmittag im Schauring den Experten zur Rangierung und zur Titelvergabe vorgeführt werden. Sie kommentierten jeweils dem interessierten Publikum ihre nicht immer leichte Entscheidung. Da fielen kleine Unterschiede in Eutergrösse und –aufhängung, in der Beckenbreite, beim Fundament und bei anderen wichtigen Qualitätsmerkmalen ins Gewicht. Eine aussergewöhnliche Leistung erbrachte der Züchter Daniel Wickbeim Wettbewerb „Wirtschaftlichkeitsstar“. Er konnte mit nicht weniger als sieben Tieren antreten, welche die vorgeschriebenen Bedingungen erfüllten, bei einer Teilnehmerzahl von vierzehn Tieren.

Jade wird „Miss Wil“
Bei der Misswahl entsprach die vierjährige Kuh „Jade“ aus dem Stall von Armin Granwehr, Zuzwil mit dem ausgeglichensten Gesamtbild am besten den hohen Anforderungen für den Titel. Züchter Armin Granwehr konnte auch in zahlreichen weiteren Wettbewerben erste Ränge feiern. Dies gelang ihm zum Beispiel auch bei den Schöneuterpreisen der jüngeren und der älteren Abteilung. Er gewann den prestigeträchtigen Betriebscup und er stellte mit „Pinia“ den Wirtschaftlichkeitsstar. Das schönste Jungtier brachte Sepp Gämperli. Insgesamt gingen neunzehn Wanderpreise (Glocken oder Schnitzereien) an erfolgreiche Züchter. Aufgrund des Reglements bekam nicht immer das erstrangierte Tier den Wanderpreis, weil es ihn nur einmal gewinnen kann. Wanderpreise erhielten neben den erwähnten Züchtern auch Ruedi Gämperli, Erich Schönenberger, Daniel Siegenthaler, Daniel Wick, Eveline Rieder und Beat Brunner.

RANGLISTE
Abteilung 1: Kühe mit Lebensleistung ab 65‘000 kg: 1. Jola von Daniel Wick; 2. Jenny 1 v. Armin Granwehr (Wanderpreis)
Abteilung 2: Kühe mit LL von 45‘000 bis 64‘999 kg: 1. Jola v. Armin Granwehr; 2. Miranda v. Armin Granwehr (Wanderpreis)
Abteilung 3: 1.Plenia v. Armin Granwehr
Abteilung 4: Kühe mit 4 und mehr Abschlüssen: 1. Hake v. Armin Granwehr; 3. Soraja v. Erich Schönenberger (Wanderpreis)
Abteilung 5: Kühe mit 3 Abschlüssen: 1.Wonya v. Armin Granwehr
Abteilung 6: Kühe mit 3 Abschlüssen: 1. Diana v. Daniel Siegenthaler (Wanderpreis)
Abteilung 7: Kühe mit 2 Abschlüssen: Maloja v. Daniel Wick (Wanderpreis)
Abteilung 8: Kühe mit 2 Abschlüssen: 1. Ida v. Beat Brunner
Abteilung 9: Kühe mit 2 Abschlüssen: 1. Tatiana v. Armin Granwehr
Abteilung 10: Kühe mit 1 Abschluss: 1. Miranda v. Armin Granwehr
Abteilung 11: Kühe mit 1 Abschluss: 1. Fatima v. Daniel Wick
Abteilung 12: Kühe mit 1 Abschluss: 1. Jade v. Armin Granwehr; 2. Ulana v. Eveline Rieder (Wanderpreis)
Abteilung 13: Kühe mit 1 Laktation: 1. Priscilla v. Armin Granwehr
Abteilung 14: Kühe mit 1 Laktation: 1. Juventus v. Armin Granwehr
Abteilung 15: Kühe mit 1 Laktation: 1. Jwana v. Armin Granwehr
Abteilung 16: Kühe mit 1 Laktation: 1. Herta v. Armin Granwehr
Abteilung 17: Ältere Rinder: 1. Oana v. Thomas Brunner
Abteilung 18: Ältere Rinder: 1. Rutli v. Beat Brunner (Wanderpreis)
Abteilung 19: Jüngere Rinder: 1. Damira v. Sepp Gämperle (Wanderpreis)
Abteilung 20: Jüngere Rinder: Roni v. Sepp Gämperle