Bei der Hauptübung in Niederwil galt der Grundsatz „Retten – Halten – Löschen“. Kommandant Dieter Zimmermann beförderte beim Schlussabend Maik Tobler, Markus Menzi und Marcel Wüthrich zu Wachtmeister und Edwin Frick zum Oberleutnant. Gemeindepräsident Alexander Bommeli ernannte Philip Graf nach dem Rücktritt von Bernd Fäh zum Vizekommandanten. Traditionsgemäss verbindet die Feuerwehr Oberbüren jeweils im November ihre Hauptübung mit dem Schlussabend. Kommandant Dieter Zimmermann konnte beim Antreten seiner Mannschaft beim Depot zahlreiche Gäste begrüssen. Neben den ehemaligen Kommandanten Urban Widmer und Werner Frick und weiteren Ehemaligen nahmen Gemeindepräsident Alexander Bommeli mit Behördenvertretern sowie Delegationen des Samaritervereins und aus der Nachbarfeuerwehr Uzwil teil. Von der deutschen Partnerfeuerwehr Bittelschiess reiste ebenfalls eine Gruppe in die Ostschweiz. Die Feuerwehr Oberbüren zählt aktuell 51 AdF. Für die Administration wurde mit einem fünfzehnprozentigem Pensum Claudia Kapy angestellt.

Feuerwehrgrundsätze
Für die Einsatzübung der Gesamtfeuerwehr wählten die beiden Übungsleiter Roman Peterer und Philipp Graf die Liegenschaft Künzle in Niederwil aus. Die abtretenden Offiziere Thomas Wallner und Karl Breitenmoser wurden letztmals als Einsatzleiter eingesetzt. In der Übung wurden sie mit einem fiktiven Brandausbruch in der Garage, mit starker Rauchentwicklung und einem Übergriff ins Wohnhaus konfrontiert.

Beim Eintreffen des TLF und der Mannschaft auf dem Schadenplatz erfassten die Einsatzleiter die Situation. Mit mehreren Schlauchleitungen ab TLF und dem nahen Hydrant liessen sie Trupps gegen den Brandherd vorgehen. Weil starker Rauch aus dem Eingangsbereich drang, stellten die EL einen Übergriff auf das Wohnhaus fest. Mit Atemschutztrupps und Wasserleitungen drangen sie ins Haus vor.

Familie gerettet
Parallel zur Löschaktion befassten sich weitere Trupps mit den Rettungen der Personen, die sich noch im dreistöckigen Gebäude befanden und sich laut bemerkbar machten. Dazu wurde die Anhängeleiter installiert, um die ins oberste Stockwerk geflüchteten Personen zu evakuieren. Die in die Übung integrierte Samaritergruppe übernahm die Verletzten bis zum Eintreffen der Rettungsdienste. Vor einem benachbarten Haus wurde ein Verwundetennest eingerichtet, wo die betroffene Familie betreut wurde und eine Erstversorgung erhielt. Weil eine eiskalte Bise wehte, bekamen die Verletzten Wolldecken. Der engagierte Samariterverein Oberbüren nimmt jedes Jahr mehrere Male an Feuerwehrübungen teil und bereitet sich so auf Rettungsdienste vor.

Sicherheit im Vordergrund
Bei der Übungsbesprechung vor Ort schilderten die Einsatzleiter den Ablauf und ihre getroffenen Massnahmen. Die Übungsleiter machten auf die notwendigen Massnahmen bei der Strassensicherung aufmerksam. Der persönliche Schutz habe Priorität. Sonst aber sei der Einsatz korrekt und sachgerecht ausgeführt worden, lobten sie ihre Kameraden.

Nach dem Rückzug ins Depot befasste sich das Korps mit dem Retablieren. Auch Kommandant Major Dieter Zimmermann, der die interessante Schlussübung in Niederwil mit den zahlreichen Gästen verfolgte, zeigte sich mit dem Ausbildungsstand seiner Truppe zufrieden.

Vielfältige Einsätze
Der anschliessende Schlussabend begann mit einem Nachtessen. Im Rückblick erwähnte der Kommandant die vierzehn Einsätze seines Korps, welche total 119 Einsatzstunden erforderten. Daneben stand die Feuerwehr bei acht Insektenvorfällen, bei fünf Verkehrsregelungen und fünf Saalwachen im Einsatz. Auch bei der 1200-Jahrfeier engagierte sich ein Team. Zimmermann dankte dem Kader und der Mannschaft für die Bereitschaft, Freizeit für den Dienst an der Öffentlichkeit einzusetzen.

Ebenso verdankte er dem Gemeinderat und der Feuerschutzkommission die gute Zusammenarbeit. Nächstes Jahr werden die fünfzehnjährigen AS-Geräte ersetzt. Der Kommandant erachtet auch die stete Weiterbildung als wichtig. Deshalb setzt er nächstes Jahr auf die Ausbildungs-Schwerpunkte Atemschutz, Anhängeleiter und Wassertransport.

Verabschiedungen, Beförderungen
Dieter Zimmermann verabschiedete die austretenden AdF mit den üblichen Präsenten. Drei Personen zogen aus der Gemeinde, andere erfüllten die 25.jährige Dienstpflicht. Dies trifft auf Simon Ehrbar, Fredy Kamer und Thomas Frischknecht zu. Die beiden abtretenden Offiziere Thomas Wallner und Karl Breitenmoser leisteten 25 respektive 30 Jahre Feuerwehrdienst. Der Kommandant beförderte Maik Tobler, Markus Menzi und Marcel Wüthrich zu Wachtmeister und Edwin Frick verlieh er den Rang eines Oberleutnants.

Nach Differenzen im Kommando trat Vizekommandant Bernd Fäh zurück. Zum Nachfolger ernannte Gemeindepräsident Alexander Bommeli Philip Graf und beförderte ihn zum Hauptmann. Gemeinderätin Irmgard Müller stellte sich als neue Präsidentin der Feuerschutzkommission vor. Der Sprecher des deutschen Partnervereins Bittelschiess richtete ebenfalls ein Grusswort an die Schweizer Kameraden. Zur Überraschung trat nach dem offiziellen Teil der Jodlerclub Aelpli Niederwil mit einigen Jodelvorträgen auf, organisiert von den abtretenden Kadermitgliedern.