Die Evangelische Kirchgemeinde Wil kann an der Kirchgemeindeversammlung eine fast ausgeglichene Rechnung präsentieren. Zudem stellt sich die gesamte Kirchenvorsteherschaft zur Wiederwahl. Beim Budget 2018 mit einem Minus von 21'000 Franken schlägt die Vorsteherschaft eine Umlagerung vom Bausteuerfuss zu Gunsten des ordentlichen Steuerfusses vor, um die betrieblichen Ausgaben weiterhin finanzieren zu können. Für die GPK und Synode stehen genügend Kandidaten zur Verfügung, sodass alle Rücktritte ersetzt werden können.
An der Kirchgemeindeversammlung vom Sonntag, 25. März 2018 stehen Erneuerungswahlen für die Amtsdauer 2018 – 2022 an. Erfreulicherweise stellen sich alle Mitglieder der Kirchenvorsteherschaft zur Wiederwahl. Auch der Präsident Peter Burkhart kandidiert für eine neue Amtsperiode.

Personelles
Nach 24 Jahren im Amt gab Heinz Felix aus Zuzwil seinen Rücktritt aus der Geschäftsprüfungskommission. Als Ersatz und die Besetzung des vakanten Sitzes stehen zwei Kandidaten zur Verfügung: Einerseits die 39-jährige Sonja Neff aus Wil, die beruflich als Fachfrau im Finanz- und Rechnungswesen tätig ist. Andererseits der Jurist Torbjörn Herrmann (Jahrgang 1962), welcher mit seiner Familie in Wil wohnt und in einer Patentanwaltskanzlei arbeitet.

In der Synode (kantonales Kirchenparlament) stehen der evangelischen Kirchgemeinde Wil zehn Sitze zu. Für die zurückgetretenen Anni Zogg, Anton Spycher und Thomas Rau stellen sich Thierry Thurnheer (Jahrgang 1996), René Schaub (1970) und Markus Graf (1973) zur Wahl.

Anpassungen beim Gesamtsteuerfuss ohne Erhöhung
Die Verwaltungsrechnung 2017 schliesst mit einem Aufwandüberschuss von knapp Fr. 9'000.—. Dies bei einem budgetierten Aufwandüberschuss von rund Fr. 79'000. Die positive Abweichung ist auf die grosse Ausgabendisziplin und ausserordentliche Steuereinnahmen zurückzuführen.
Im laufenden Jahr wird im Voranschlag 2018 mit einem Ausgabenüberschuss von rund Fr. 21'000 gerechnet.

Die Firma Stihl hat verdankenswerterweise wiederum eine äusserst grosszügige Spende überwiesen. Damit in Zukunft die betrieblichen Aufwendungen weiterhin finanziert werden können, schlägt die Kirchenvorsteherschaft die Umlagerung eines Steuerprozentes vor. Bei gleichbleibendem Gesamtsteuerfuss (23%) sei die ordentliche Steuer von 20% auf 21% zu erhöhen und gleichzeitig die Bausteuer von 3% auf 2% zu reduzieren.

Lärmschutzwand Mattstrasse
Ein zweiter Antrag betrifft den Bau einer Lärmschutzwand entlang der Mattstrasse. Die Stadt Wil verbreitert die Mattstrasse, damit genügend Platz für einen Velostreifen entsteht. Dazu muss die Sockelmauer zurückgebaut und die Hecke gerodet werden. Als Ersatz der Hecke ist zum Schutz des Wohnhauses eine Lärmschutzwand geplant.